Re: Kracher: Elasmomyces mattirolanus

Stephan Weißer, (vor 5934 Tagen) @ Carabus

Was bedeutet denn "kratzen"? Im Boden kratzen?

Mit einer Harke oder ähnlichem Gerät kratzt man das Laub an denjenigen Stellen weg, an denen man die Trüffeln vermutet. So lange, bis man irgendwie Glück hat. Von Jochen habe ich gehört, dass eine Quote von 1 Fund : 20 Kratzversuchen schon gut ist.
Die Trüffeln wachsen ja meist nicht völlig unterirdisch, sondern gucken ein kleines Stück aus dem Boden raus (sie "brechen bei Reife hervor", wie es in der Literatur oft heißt). Neulich fand ich in einem Vorort von Karlsruhe Sommertrüffeln, deren größtes Exemplar deutlich aus der Erde herausschaute (d. h. für diejenigen deutlich, die wissen, wie eine halb in der Erde steckende Trüffel aussieht).

Einfach so drauflos?

Der Boden sollte basisch-lehmig sein, d. h. bei Trockenheit rissig bis bröckelig. Die Laubwald-Trüffeln (unter Eiche, Hainbuche und Hasel), die ich bisher fand, wuchsen alle auf nacktem Boden im Wurzelbereich der jeweiligen Begleitbäume. Nadelwald-Trüffeln (unter Fichte oder Kiefer) direkt unter der Nadelstreu oder im nackten Sand. Erfahrene Trüffelsucher können einer Stelle sicherlich ansehen, dass da was wachsen könnte.

Wuerde mich freuen, da noch mehr drueber zu erfahren.

Ein Wochenende mit Jochen oder Felix, und du weißt alles, was man wissen muss!

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