Re: Terfezia - noch mehr details
Hallo,
in der Zwischenzeit habe ich reichlich Erfahrungen mit den hier vorhandenen Terfezien sammeln können. Sie kommen, wie schon gezeigt, hier in der Steppe vor, sind aber nur sehr schwer zu entdecken.
Neu für mich, wohl auch für alle Mitleser, ist die Tatsache, dass offenbar auch Störche Terfezien sammeln wie man hier zweifelsfrei sieht. Genau an dieser Stelle fanden wir dann reichlich Terfezien.
Kulinarisch:
Beschriebenes wurde wiederholt, mit verschiedenen Leuten hier getestet. Terfezien haben wirklich einen ganz eigenen, nicht unbedingt ,,pilzigen" Geschmack. Sehr fein und elegant, ,,edel", aber nur nach spezieller Vorbehandlung und Trocknung. Frisch sind sie erheblich zu ,,flach" im Geschmack.
Das ist genauso wie mit Morcheln. Die fallen frisch auch erheblich ab.
Einer Teppichknüpferin hier fiel auf, dass nach dem Essen von Terfezien der Mund sich frisch anfühlt und die Schleimhaut gut durchnäßt bleibt. Das empfinden Andere auch so. Woran es liegt kann ich nicht sagen. - Was jetzt noch übrig bleibt ist eine kleine Menge einfach so zu trocknen und in Deutschland testen zu lassen, ob Terfezien wirklich auch gegen Staphylococcus aureus (dem Krankenhauskeim, der multiresistente Formen bildet, an denen man sterben kann!) wirken, wie die Literatur behauptet. Wiederholt beschrieben wurde ja, dass die Beduinen damit ihr Trachom (bakterielle Augenkrankheit, durch die Viele erblinden) behandeln, die getrockneten Pilze aber ganz weit weg von Joghurtkulturen aufbewahren.
Dann wäre dieser Pilz wirklich ,,Manna": ein Geschenk der Natur, das scheinbar aus dem Nichts kommt, wunderbar schmeckt und sogar Krankheiten heilen kann.
Gruß aus der Türkei, Urlaub nun leider zu Ende,
Michael Bischof
(Schade, dass man offenbar immer nur ein Bild hochladen kann)
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