Noch einer

Ingo Wagner, (vor 5624 Tagen)

Hallo!

Die Mollisia ventosa war natürlich nicht alleine am Birkenast.

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Wer interpretiert sowas makroskopisch? Gattung reicht!

VG Ingo W

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Vibrissea

Huperzia ⌂, (vor 5624 Tagen) @ Ingo Wagner

- kein Text -

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Re: Vibrissea

Ingo Wagner, (vor 5624 Tagen) @ Huperzia

Hallo!

Ja, da hat die Tanja recht (oder war´s der Andreas? Sorry, natürlich nicht, woher soll der das in Eisenach wissen?).

Also, es ist eine Vibrissea-Art (Kranzbecherchen), konkret: die nicht seltene Vibrissea decolorans. Makroskopisch relativ gut kenntlich sind die meisten Vibrissea-Arten durch das Ausbilden dicker Becherchen, die meist aussehen, als wenn die Fruchtschicht in dunkle Backförmchen gesteckt wurde.

Weil das hier aber nicht zu sehen war, kommt Fakt 2 zum Tragen, nämlich die lästig dünnen und überdimensional langen Sporen.

Das ist nämlich kein Aushyphen oder Schimmel auf dem Becher, das sind ausgespuckte, langfädige Sporen, die da auf der Fruchtschicht liegen.
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Ich hätte das dann auch noch unter Lichtabschluss(?) zu bieten gehabt, aber ganz so fies wollte ich dann doch nicht sein:
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Die Farbentwicklung der Art ist ähnlich zur gestrigen Mollisia ventosa (im Hintergrund ist sie noch zu erahnen), also erst sehr hell....
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....und dann erst ockerlich bis gelblich. So kennt man sie "normalerweise" auch.
Vibrissea decolorans = Entfärbendes Kranzbecherchen ist als Name also eher unglücklich, denn hier entfärbt nichts, sondern hier bekommt was Farbe.

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Bekommt sie mal zu wenig Wasser und trocknet an, muss man auch mit einem bräunlichen Farbeinschlag rechnen. Hier der Anfang....
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.... da das Ende. Mitunter ist das Braun so fremd für die Art, dass man geneigt ist, makroskopisch die braunen Apothezien von Pachyella babingtonii ins Spiel zu bringen. Auch in PdS ist das beschrieben "bisweilen auch mit Orangeton" (siehe Apostemidium leptospora!)
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Weil die meisten Forumler ja eh momentan nichts finden, spamme ich euch noch mit den Mikros zu:
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Falls man demnächst per Genanalyse feststellt, dass alles verschiedene Arten sind (vielleicht schmecken die hellgefärbten ja bitter?), werde ich auch weiterhin meine erzkonservative Beobachtungsstrategie fortführen und darauf warten, dass Genanalytiker-Team A ihre Ergebnisse anders interpretiert als Team B.

Ignorante Grüße
Ingo W

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Re: Vibrissea

Toffel, (vor 5623 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo!

Das ist nämlich kein Aushyphen oder Schimmel auf dem Becher, das sind
ausgespuckte, langfädige Sporen, die da auf der Fruchtschicht liegen.

Ist diese Erscheinung nur bei dieser Art zu beobachten?

(vielleicht schmecken die hellgefärbten ja bitter?)

;-)

Viele Grüße
Toffel

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Re: Vibrissea

Ingo Wagner, (vor 5623 Tagen) @ Toffel

Hallo Ingo!
Ist diese Erscheinung nur bei dieser Art zu beobachten?
;-)
Viele Grüße
Toffel

Hi Toffel.

Mmmh, theoretisch bei allen langsporigen Arten. Bei V. decolorans sind die Sporen aber besonders lang (fast ein Drittel Millimeter), vielleicht fällt es deshalb immer besonders auf.
Es ist auch nicht so, dass die Asci der Becher kettenreaktionsmäßig "explodieren" wie man es von größeren Bechern kennt, und einem eine Porenstaubwolke entgegenschleudern. Es ist eher wie Dauerfeuer.

VG Ingo W

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Re: Vibrissea

Huperzia ⌂, (vor 5623 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo Ingo,

das "Zwergengeld" kenn ich auch noch selbst ;-)
Durch seine finanzielle Bedeutung für die kleinen Bewohner des Waldes, ist dies eine Gattung, die man einfach kennen muß. Man soll ja nicht denken, dass es nur Zwerge gab, die in Bergwerken Gold geschürft haben wie bei Schneewittchen!

VG, Tanja

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Re: Vibrissea

Ingo Wagner, (vor 5623 Tagen) @ Huperzia

Hi Tanja!

das "Zwergengeld" kenn ich auch noch selbst ;-)

Ok.

Durch seine finanzielle Bedeutung für die kleinen Bewohner des Waldes, ist
dies eine Gattung, die man einfach kennen muß.

Haben die unterschieden in lang- und längersporigem Geld?

Man soll ja nicht denken,
dass es nur Zwerge gab, die in Bergwerken Gold geschürft haben wie bei
Schneewittchen!

Aha, die einen bereichern sich in Bergwerken, die anderen stehlen das Waldgeld weg.
Ob es da auch Falschgeld gab (Mollisia ventosa?)

VG Ingo W

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Goldmünzen

Ingo Wagner, (vor 5623 Tagen) @ Huperzia

Hallo Ingo,
das "Zwergengeld" kenn ich auch noch selbst ;-)
Durch seine finanzielle Bedeutung für die kleinen Bewohner des Waldes, ist
dies eine Gattung, die man einfach kennen muß. Man soll ja nicht denken,
dass es nur Zwerge gab, die in Bergwerken Gold geschürft haben wie bei
Schneewittchen!
VG, Tanja

Hallo Tanja, hallo Leute!
Mir ist es heute gelungen, einen ersten empfindlichen Schlag gegen des pilzlich-organisierte Verbrechen auszuführen.

Vor Tanjas Beitrag war mir das gar nicht so bewusst, aber durch das womöglich unkontrollierte Einbringen dieses Zwergengeldes in die internationale Finanzpolitik, bringen diese raffgierigen kleinen Wänster sicherlich das ganze Währungssystem durcheinander.
Wahrscheinlich ist die gesamte Weltwirtschaft in Gefahr. Vermutet wird sogar ein krimineller Zusammenhang mit einer "bestimmten Couleur", aber ich sorge da jetzt für Recht und Ordnung. Diese hinterhältigen, unangemeldet schätzehortenden gnomhaften Tunichtgute verstecken ihr Geld meist im Sumpf und Schlick, tarnen ihre Lager z.T. in Bächen und Flüssen. Aber nicht mit mir!!
Gestern, das waren sicherlich nur ihre Silberlinge, heute das müssen wohl die Goldstücke sein:
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Als nächstes werde ich sie wegen fehlender Schürfgenehmigung anzeigen. In einem Rechtsstaat kann doch schließlich nicht jeder machen, was er will!

Für Toffel:
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ist jetzt ´ne andere Art als gestern, höchstwahrscheinlich V. flavovirens.

VG Ingo W

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Ergänzung noch dazu

Ingo Wagner, (vor 5622 Tagen) @ Ingo Wagner

Hallo!

Vibrissea flavovirens (Gelbgrünes Kranzbecherchen) war ja eigentlich makroskopisch schon klar, denn diese typische buchtige Form der älteren Apothezien, als wenn die Fruchtschicht in Kuchenförmchen geschüttet wurde, kenne ich bisher eigentlich nur von dieser Art.
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Die Färbung von graugrünlich, ockerlich zu lebhaft Gelb ohne Grau und der schwarze Stiel bzw. wenigsten Stielansatz runden die Sache makroskopisch ab.
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Mikro:
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Interessant die Porusreaktion mit Lugol, soll man da jetzt positiv dazu sagen?

VG Ingo W