Re: Sklerotien-Becherling?
Hallo Klaas,
S. capillipes wird in der ZMykol 70(1): 55 in einem Artikel von Lothar Krieglsteiner erwähnt. Falls du die Ausgabe nicht hast, kann ich den Text ins Forum schreiben. Die sehr kurze Originalbeschreibung der Art hänge ich dir unten an. Ansonsten hätte ich keinen Zweifel an der Bestmmung, wenn dein Fund mit den Beschreibungen auf Zottos DVD gut übereinstimmt (was er ja anscheinend tut).
Schöne Grüße
Gernot
Hallo Wolfgang!
... dabei oft einfach am Ziel vorbei düse oder mich mehrfach überschlage, um
anschließend käfergleich zappelnd auf dem Rücken liegen zu bleiben.
Zu den Bechern: Mir sind dort keine Simsen oder Binsen aufgefallen - was aber
nichts zu bedeuten hat. Muss ich nächstes Mal genauer nachsehen.
Beide Pilze wuchsen unter einer gebogenen Baumwurzel, die etwas in der Luft
hing. Ich konnte nicht von oben hinsehen, und um nicht im Matsch zu
landen, griff ich aus einiger Entfernung vorsichtig zu. Jedenfalls gab es
keinerlei Widerstand, der eine kam ohne jegliche Ummantelung heraus, der
andere hing, wie geschrieben, zwischen zwei Blättern. Vielleicht war das
wirkliche Substrat schon derart zersetzt, dass nichts mehr davon zu sehen
war, oder beim Herausziehen unten blieb. Mir kam das schon sehr komisch
vor, dass die Sklerotien scheinbar in nichts steckten - deshalb war ich
auch sehr unsicher, ob es denn überhaupt welche waren. Bei den sonstigen
Becherchen mit Sklerotium habe ich von Bildern her den Eindruck, dass
dieses eher gerade ist und damit auch ganz gut in die geraden Halme passt.
Die beiden hier sind wirklich sehr verbogen.
Kurzum: Wie fast überall habe ich auch keine Ahnung in dieser Familie, über
die ominöse Sclerotinia capillipes bin ich nur zufällig gestolpert.
Außer Zottos Infos finde ich dazu auch rein gar nichts, im Netz taucht eben
der Name auf, sonst nix.
Übrigens ergeht es mir ähnlich mit der von Dir genannten Myriosclerotinia
luzulae...
Irgendwo bin ich im www auf ein PDF/Schlüssel gestoßen - ich weiß leider
nicht mehr, wo, in der Datei steht auch nichts, daher kann ich keine
Quelle nennen: På frytle (Luzula pilosa). Frl. stilkede, brube; skive 2-6
mm bred; stilk 7-25 x 0,4-1 mm;
sp. 14,5-18,5 x 5-7 μm, ellipsoidiske til allantoide, encellede; sække
80-125 x 7-10 μm, 2-
4-6-sporede, J+; parafyser cylindriske; sklerotier i døde stængler; DK? -
Schumacher
2000:173. M. luzulae T. Schumach. & L.M. Kohn
Wenn das richtig ist, was da steht, sind allein schon die Sporenmaße für
meine Becher viel zu groß, diese hatten etwa 11x4 µ.
Ob meine jetzt aber wirklich Sclerotinia capillipes sind - tja.
Für den Fall, dass jemand weitere Infos dazu haben sollte, wäre auch ich
dankbarer Abnehmer.
Viele Grüße
Klaas
PS: hat es auf der anderen Seite denn zwischendurch mal geregnet?
Ich war jetzt schon länger nicht mehr dort - vielleicht könnte man so langsam
mal nach den Stäublingen schauen?
![[image]](/archiv/forum/webbbs/userpics/pic204274.jpg)