Russula velutipes?

KARL, (vor 5569 Tagen)

Hallo Täublingsfreunde

Standort: Kalk-Buchemwald
Hutdurchmesse bis 7,5 cm, Stiele unten erweitert,
Inkrustierte primordiale Hyphen vorhanden, keine DZ gesehen,
Sporenpulver blass creme,
Sporen mit flachem, überwiegend vebundenem Ornament und
positive SV-Reaktion auf dem Stiel. Sollte eigentlich kein
Problem sein aber ich kenne die Art sonst nur mit reinen
rosaroten Tönen. Hier hatte schon der junge Fruchtkörper links
deutliche ockerfarbene Anteile. Kommt da noch was Anderes in
Frage?

LG Karl

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zweite Kollektion

KARL, (vor 5569 Tagen) @ KARL

Die standen 20 m weiter auch mit deutlichen ockergelben Anteilen.
Mikros identisch.

LG Karl

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Pro velutipes für beide Kollektionen

Thüringer-Holz, (vor 5568 Tagen) @ KARL

Auf die eosinrote SV Reaktion auf der Stielrinde kannst du dich verlassen!
Auf die Hutfarben eben nicht :)

LG Felix

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Re: Pro velutipes für beide Kollektionen

Alexg, (vor 5568 Tagen) @ Thüringer-Holz

Auf die eosinrote SV Reaktion auf der Stielrinde kannst du dich verlassen!
Auf die Hutfarben eben nicht :)
LG Felix

kann ich den mit irgendwas taubiges sonst noch verwechseln, wenn ich diese hutfarbe vorfinde und auch die flocken am stiel?

Alex

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Re: Pro velutipes für beide Kollektionen

Stephan Weißer, (vor 5568 Tagen) @ Alexg

Wenn du die netzig angeordneten Flocken am Stiel siehst, dann wohl nicht. Man sieht sie aber nicht immer. Es gibt noch eine kleinere Ausgabe von Russula velutipes, nämlich Russula minutula. Der macht mit SV das Gleiche, ist aber mikroskopisch durch nur sehr wenige Verbindungslinien im Sporenornament und durch nicht schlangen- bzw. S-förmig gewundene HDS-Endglieder von R. velutipes abgegrenzt.

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Re: Pro velutipes für beide Kollektionen

Alexg, (vor 5568 Tagen) @ Stephan Weißer

Wenn du die netzig angeordneten Flocken am Stiel siehst, dann wohl nicht. Man
sieht sie aber nicht immer. Es gibt noch eine kleinere Ausgabe von Russula
velutipes, nämlich Russula minutula. Der macht mit SV das Gleiche, ist
aber mikroskopisch durch nur sehr wenige Verbindungslinien im
Sporenornament und durch nicht schlangen- bzw. S-förmig gewundene
HDS-Endglieder von R. velutipes abgegrenzt.

also ist es eher keine art die man "im Feld" freigeben könnte als Speisepilz... wenns nicht eindeutig genug ist... und mit chemie an pilzen die ich vielleicht noch freigeben soll...

Alex

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Verwechslung

Thüringer-Holz, (vor 5568 Tagen) @ Alexg

Hallo Alex,

gute Frage! Ich könnte mir vorstellen, dass man velutipes noch mit lepida, pseudointegra oder mairei verwechseln könnte! R.lepida ist aber meist kräftiger hat zu 80% einen rot überhauchten Stiel und ist „poch hart“. Pseudointegra ist ein Dottersporer (Lamellen bleiben allerdings lange hell). Beide schmecken irgendwie bitter (lepida nach Bleistiftholz). R.mairei ist scharf. Zwecks der Freigabe: velutipes zählt zwar zu den milden Täublingen, hat aber nach meinem Empfinden einen komischen Nachgeschmack, so dass man ihn auch an der Kostprobe im Feld erkennen kann und dann lieber im Wald lässt. Es gibt gewiss schmackhaftere Täublinge (vesca, cyanoxantha, mustelina, virescens...)
Im Feld SV anrühren ist schon etwas umständlich… ist aber die sicherste Variante um velutipes vor Ort zu bestimmen!
LG Felix

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Re: Pro velutipes für beide Kollektionen

KARL, (vor 5568 Tagen) @ Thüringer-Holz

Auf die eosinrote SV Reaktion auf der Stielrinde kannst du dich verlassen!
Auf die Hutfarben eben nicht :)
LG Felix

Danke Felix

Ich habe mir inzwischen Deine Abbildungen zum Pilz der Woche angesehen,
da sind ja genau solche Exemplare dabei.

LG Karl