Alpiner Risspilz

Violet, (vor 5566 Tagen)

Liebe Leute, Bernd hat bei einem samstäglichen Kurztrip in die Alpen vier alpine bzw. subalpine Inocyben mitgebracht.
Hier, für die, die es interessiert, die erste davon, weil sie, nach meinen Recherchen, in den letzten drei Jahren im Forum nicht gepostet wurde: Inocybe microfastigiata. Erminio hat die Bestimmung als zweifelsfrei bestätigt.
Unterschiede zu Inocybe cookei sind zum einen die geringe Größe der Fruchtkörper, dann die dicke ungerandete Knolle, der fehlende Geruch und auch ein Beiton von orange in der Hutfarbe und die größeren Sporen.
Die Standortfotos sind von Bernd.
Liebe Grüße in die Runde
Ditte und Bernd

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Re: Alpiner Risspilz

Andreas 2, (vor 5566 Tagen) @ Violet

Hallo Ditte,

Danke für die vorbildliche Präsentation. Die Art hab ich noch nie gesehen. Warum vergleichst Du mit I. cookei. Mit dem ist doch eine Verwechslung so gut wie ausgeschlossen. Bei Missachtung der Knolle sehe ich eine Ähnlichkeit vielleicht noch zu I. obsoleta oder I. rimosa im weiteren Sinne.

Die Sporen fallen bei Eurem Fund etwas klein aus (bei Kühner 9-13,5 x 6,6-8), sonst aber gut passend.

Was waren den die anderen Arten?

Herzliche Grüße
Andreas

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Re: Alpiner Risspilz

Violet, (vor 5566 Tagen) @ Andreas 2

Hallo Ditte,
Danke für die vorbildliche Präsentation. Die Art hab ich noch nie gesehen.
Warum vergleichst Du mit I. cookei. Mit dem ist doch eine Verwechslung so
gut wie ausgeschlossen. Bei Missachtung der Knolle sehe ich eine
Ähnlichkeit vielleicht noch zu I. obsoleta oder I. rimosa im weiteren
Sinne.
Die Sporen fallen bei Eurem Fund etwas klein aus (bei Kühner 9-13,5 x 6,6-8),
sonst aber gut passend.
Was waren den die anderen Arten?
Herzliche Grüße
Andreas

Hi, Andreas, tja, obsoleta hat ja keine solche Knolle und rimosa ja auch nicht. Cookei hingegen schon - deshalb also.
Die anderen drei... nun, da sitz ich noch dran...;). Vielleicht morgen die nächste. Es ist wirklich blöd: es gibt keine gescheiten Schlüssel für alle - lediglich der Bon umfasst die meisten Inocyben.Und auch bei dem geht man oft in die Irre.
Meint - mit spätabendlichem lieben Gruß
die
Ditte

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Re: Alpiner Risspilz

Andreas 2, (vor 5566 Tagen) @ Violet

Zum Schlüssel wollte ich schon fragen, nach was Ihr bestimmt. Ich kenne auch keinen und mit dem BON, mit nur kurzen Beschreibungen und kaum aussagekräftigen Zeichnungen sowie oft schwer nachvollziehbaren Abgrenzungen, wird es arg schwierig. Auch ist seine enge Artauffassung, die oft schon durch eine merkmalreiche Kollektion in Frage gestellt werden kann, nicht unbedingt die Meinige. Solange es aber nichts anderes gibt, kommt man halt nicht dran vorbei. So bleibt es aber interessant und schwierig ;-)
Liebe Grüße
Andreas

Hi, Andreas, tja, obsoleta hat ja keine solche Knolle und rimosa ja auch
nicht. Cookei hingegen schon - deshalb also.
Die anderen drei... nun, da sitz ich noch dran...;). Vielleicht morgen die
nächste. Es ist wirklich blöd: es gibt keine gescheiten Schlüssel für alle
- lediglich der Bon umfasst die meisten Inocyben.Und auch bei dem geht man
oft in die Irre.
Meint - mit spätabendlichem lieben Gruß
die
Ditte

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Re: Alpiner Risspilz

Violet, (vor 5565 Tagen) @ Andreas 2

Zum Schlüssel wollte ich schon fragen, nach was Ihr bestimmt. Ich kenne auch
keinen und mit dem BON, mit nur kurzen Beschreibungen und kaum
aussagekräftigen Zeichnungen sowie oft schwer nachvollziehbaren
Abgrenzungen, wird es arg schwierig. Auch ist seine enge Artauffassung,
die oft schon durch eine merkmalreiche Kollektion in Frage gestellt werden
kann, nicht unbedingt die Meinige.

Ja, aber weißt du, er hat halt die allermeisten Inocyben mit Varietäten und so drin, da kriegt man einen Anhaltspunkt und kann dann weiter graben. Zum Beispiel, weil das bei mir jetzt grad ein wiederkehrendes Thema war, bei den lacera-Varietäten. Hab mir gestern dagegen den Horak-Schlüssel angeschaut, da wär ich bei den alpinen Pilzlein grad verloren - und bei den anderen ist es auch so.
Ja, es ist wahnsinnig interessant, find ich! Aber ich schau mir natürlich immer alle Schlüssel an, nicht nur den Bon. Man kann also nicht sagen, dass wir "nach Bon" schlüsseln.

Liebe Grüße
Ditte

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Re: Alpiner Risspilz

Helmut, (vor 5566 Tagen) @ Violet

Servus Ditte,

da kann ich mich Andreas nur anschließen!

Auch in unserem letztjährigen Risspilztreffen in der Nähe von Garmisch war diese Art nicht gefunden worden. Vielleicht taucht sie ja heuer bei der Bayerischen Mykologischen Tagung in Berchtesgaden auf.

Danke für die Präsentation und Grüße aus Bayern

Helmut

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Re: Alpiner Risspilz

BO, (vor 5565 Tagen) @ Helmut

Auch in unserem letztjährigen Risspilztreffen in der Nähe von Garmisch war
diese Art nicht gefunden worden. Vielleicht taucht sie ja heuer bei der
Bayerischen Mykologischen Tagung in Berchtesgaden auf.

Hallo Helmut,

es ist schön, dass mein Fund bei dir und bei Andreas auf Interesse stößt. Und zur Frage, ob man diese Art auch in Bayern finden kann, da kann ich das eine oder andere sagen: Ich habe mich in der Vergangenheit sehr bemüht, in Oberbayern in die alpine Zone zu gelangen. Da man aber eine Kameraausrüstung und das Gepäck für einen Tagesausflug dabeihat, hat sich bei mir eingependelt, dass ich mir große Bergauf-Wege ersparen muss, dass heißt, ich muss Orte suchen, wo ich mit einer Seilbahn oder mit dem Auto hinfahren kann.
Das Nebelhorn bei Oberstdorf (2000-2200 m) fand ich zum Beispiel nicht sehr gut geeignet. Die Fläche, die nicht von Kühen beweidet wird, ist dort relativ klein und dadurch hat man nur wenige Möglichkeiten für die Pilze der alpinen Höhenstufe, d.h. nach meinem Empfinden in den modernen Zeiten der Klimaerwärmung die Höhenstufe von mindestens 2100 m, aber viel besser eher die Regionen um 2400-2700 m Höhe.
Schon die Kanzelwand-Bahn in Riezlern geht auf österreischischen Boden und man muss oben ungefähr 2 Kilometer laufen, um in 2100 m Höhe zu kommen. Die Zeit für 2 km hin und 2 km wieder zurück hat man aber als Mykologe kaum ...
Kurzum: Kennst du ein gut erreichbares Gebiet in Bayern?

Viele Grüße aus Bonn (Achtung: Meine E-Mail ist nur noch b.oertel@uni-bonn.de)
Bernd

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Re: Alpiner Risspilz

Andreas 2, (vor 5565 Tagen) @ BO

Hallo Bernd,

da wirst Du in Deutschland nicht viel finden. Auf solche Höhenstufen kommt man doch nur im Wettersteingebirge, rund um den Watzmann (seilbahnmäßig kaum erschlossen) und dem besagten Nebelhorn Von Österreich geht es manchmal bis zur deutschen Grenze. So viele Möglichkeiten kenne ich da aber auch nicht. Vielleicht die Westliche Karwendelspitze oder vom Tannheimer Tal mit der Füssener-Jöchle-Bahn, da gehts auch bis 2000m ran. Sonst fällt mir auch nichts weiter ein.

Für mich ein Grund, trotz großer Verlockung nicht auf eine Spiegelrflexkamera umzusteigen.

Herzliche Grüße
Andreas

Hallo Helmut,
es ist schön, dass mein Fund bei dir und bei Andreas auf Interesse stößt. Und
zur Frage, ob man diese Art auch in Bayern finden kann, da kann ich das
eine oder andere sagen: Ich habe mich in der Vergangenheit sehr bemüht, in
Oberbayern in die alpine Zone zu gelangen. Da man aber eine
Kameraausrüstung und das Gepäck für einen Tagesausflug dabeihat, hat sich
bei mir eingependelt, dass ich mir große Bergauf-Wege ersparen muss, dass
heißt, ich muss Orte suchen, wo ich mit einer Seilbahn oder mit dem Auto
hinfahren kann.
Das Nebelhorn bei Oberstdorf (2000-2200 m) fand ich zum Beispiel nicht sehr
gut geeignet. Die Fläche, die nicht von Kühen beweidet wird, ist dort
relativ klein und dadurch hat man nur wenige Möglichkeiten für die Pilze
der alpinen Höhenstufe, d.h. nach meinem Empfinden in den modernen Zeiten
der Klimaerwärmung die Höhenstufe von mindestens 2100 m, aber viel besser
eher die Regionen um 2400-2700 m Höhe.
Schon die Kanzelwand-Bahn in Riezlern geht auf österreischischen Boden und
man muss oben ungefähr 2 Kilometer laufen, um in 2100 m Höhe zu kommen.
Die Zeit für 2 km hin und 2 km wieder zurück hat man aber als Mykologe
kaum ...
Kurzum: Kennst du ein gut erreichbares Gebiet in Bayern?
Viele Grüße aus Bonn (Achtung: Meine E-Mail ist nur noch
b.oertel@uni-bonn.de )
Bernd

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Re: Alpiner Risspilz

BO, (vor 5563 Tagen) @ Andreas 2

Hallo Bernd,
da wirst Du in Deutschland nicht viel finden. Auf solche Höhenstufen kommt
man doch nur im Wettersteingebirge, rund um den Watzmann (seilbahnmäßig
kaum erschlossen) und dem besagten Nebelhorn Von Österreich geht es
manchmal bis zur deutschen Grenze. So viele Möglichkeiten kenne ich da
aber auch nicht. Vielleicht die Westliche Karwendelspitze oder vom
Tannheimer Tal mit der Füssener-Jöchle-Bahn, da gehts auch bis 2000m ran.
Sonst fällt mir auch nichts weiter ein.

Hallo Andreas,
danke für deine Antwort und deine Tips für Gebirgs-Exkursionen auf deutschem Boden.
Offenbar sollte man die Suche von hochalpinen Pilzen besser Länder-übergreifend machen, entsprechend plane ich in diesem Jahr die Schweiz und Österreich ein. Und selbst da komme ich auf nur relativ wenige Ziele, wo die Pilzsuche ohne Gebirgswanderung machbar ist. Ein Beispiel ist der Umbrail-Pass in 2500 m Höhe. Dann kann man sich halt intensiver auf die eigentliche Pilzsuche und -Fotografie konzentrieren. Und da es in der hochalpinen Zone - außerhalb der Beweidungsgebiete - oft ziemlich viele Pilze gibt, hat man dann hauptsächlich damit zu tun.
Viele Grüße
Bernd

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Re: Alpiner Risspilz

Helmut, (vor 5565 Tagen) @ BO

Servus Bernd,

ich war noch kaum in den Alpen unterwegs zur Schwammerlpirsch, erst recht nicht im Hochgebirge, und kenn mich da auch wenig aus. Da ist mir der Andreas voraus. Der hat Dir seine Meinung aber schon geschrieben.

Heuer bei der Bayerischen Myk. Tagung in Berchtesgaden wird's vielleicht was werden mit alpinen Pilzen.

Gruß

Helmut

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Re: Alpiner Risspilz

BO, (vor 5563 Tagen) @ Helmut

Servus Bernd,
ich war noch kaum in den Alpen unterwegs zur Schwammerlpirsch, erst recht
nicht im Hochgebirge, und kenn mich da auch wenig aus. Da ist mir der
Andreas voraus. Der hat Dir seine Meinung aber schon geschrieben.
Heuer bei der Bayerischen Myk. Tagung in Berchtesgaden wird's vielleicht was
werden mit alpinen Pilzen.

Hallo Helmut,
das hoffe ich dann auch!
Wir werden uns dort sehen.
Gruß
Bernd

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worte für die ewigkeit

coco, (vor 5561 Tagen) @ BO

hallo bernd,

Die Zeit für 2 km hin und 2 km wieder zurück hat man aber als Mykologe
kaum ...

*ROFL*

herzlich
coco