Re: Vergiftung mit Boletus rubrosanguineus

BO, (vor 5566 Tagen) @ Till

Die Vergiftungserscheinungen waren tatsächlich sehr heftig - und sehr viel
kann der Betroffene nicht verzehrt haben, denn das corpus delicti liegt
uns vor - mit zu 3/4 komplettem Hut.

Hallo Till,

es ist ganz verflixt, ich hatte vor einigen Jahren die Fotokopie eines relativ langen Artikels über giftige Röhrlinge in den Händen, der in französischer Sprache geschrieben war. Ich habe noch in Erinnerung, dass es danach in Europa insgesamt eine ganze Reihe von Arten gibt, von denen die Giftigkeit bekannt ist oder vermutet wird.
Leider hat sich jemand diese Fotokopie bei mir ausgeliehen und ich habe diese Literaturstelle seitdem mitsamt dem Literaturzitat verloren.
Frag doch mal im Raum französische Schweiz oder Frankreich herum, ob jemand das Zitat dieser Abhandlung mitteilen kann oder ob jemand einen Scan hat.

Gefährlich scheint mit diese Pilzart auch zu sein, weil nach meiner Erfahrung ältere Stücke von Boletus rubrosanguineus von Boletus luridus nicht zu unterscheiden sind oder nur vom Dickröhrlings-Spezialisten erkannt werden können. Und es ist ja ein Pilz, der ganz schön oft gefunden wird, besonders etwa in 1000 bis 1200 m Höhe auf Kalkboden.

Herzliche Grüße aus dem Dickröhrlings-Paradies Nordrhein-Westfalen
Bernd [E-Mail nur noch: b.oertel@uni-bonn.de]

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