Re: Alpiner Risspilz
Hallo Bernd,
da wirst Du in Deutschland nicht viel finden. Auf solche Höhenstufen kommt man doch nur im Wettersteingebirge, rund um den Watzmann (seilbahnmäßig kaum erschlossen) und dem besagten Nebelhorn Von Österreich geht es manchmal bis zur deutschen Grenze. So viele Möglichkeiten kenne ich da aber auch nicht. Vielleicht die Westliche Karwendelspitze oder vom Tannheimer Tal mit der Füssener-Jöchle-Bahn, da gehts auch bis 2000m ran. Sonst fällt mir auch nichts weiter ein.
Für mich ein Grund, trotz großer Verlockung nicht auf eine Spiegelrflexkamera umzusteigen.
Herzliche Grüße
Andreas
Hallo Helmut,
es ist schön, dass mein Fund bei dir und bei Andreas auf Interesse stößt. Und
zur Frage, ob man diese Art auch in Bayern finden kann, da kann ich das
eine oder andere sagen: Ich habe mich in der Vergangenheit sehr bemüht, in
Oberbayern in die alpine Zone zu gelangen. Da man aber eine
Kameraausrüstung und das Gepäck für einen Tagesausflug dabeihat, hat sich
bei mir eingependelt, dass ich mir große Bergauf-Wege ersparen muss, dass
heißt, ich muss Orte suchen, wo ich mit einer Seilbahn oder mit dem Auto
hinfahren kann.
Das Nebelhorn bei Oberstdorf (2000-2200 m) fand ich zum Beispiel nicht sehr
gut geeignet. Die Fläche, die nicht von Kühen beweidet wird, ist dort
relativ klein und dadurch hat man nur wenige Möglichkeiten für die Pilze
der alpinen Höhenstufe, d.h. nach meinem Empfinden in den modernen Zeiten
der Klimaerwärmung die Höhenstufe von mindestens 2100 m, aber viel besser
eher die Regionen um 2400-2700 m Höhe.
Schon die Kanzelwand-Bahn in Riezlern geht auf österreischischen Boden und
man muss oben ungefähr 2 Kilometer laufen, um in 2100 m Höhe zu kommen.
Die Zeit für 2 km hin und 2 km wieder zurück hat man aber als Mykologe
kaum ...
Kurzum: Kennst du ein gut erreichbares Gebiet in Bayern?
Viele Grüße aus Bonn (Achtung: Meine E-Mail ist nur noch
b.oertel@uni-bonn.de )
Bernd