Noch son’n Eumel

Thomas Pruss, (vor 5561 Tagen)

Moin zusammen,
gerade hat mir der Chefredakteur unseres Angelmagazins "BLINKER" dieses Foto zugesandt:
[image]
Ein Mördersteini aus Hamburg!
Dazu eine Frage:
Wie – ich muss schon sagen, "wie üblich" – wuchs dieser Pilz unter einer Linde. Ich habe über mehrere Jahre Steinpilze u. a. in der Großen Bergstraße, mitten in HH-Altona, gefunden, die ebenfalls unter Linden wuchsen und derartige Ausmaße erreichten. Die kamen sogar schon faustgroß aus dem Boden.
Nun ist die Linde zwar selten von Steinpilzen "befallen", doch unüblich scheint das nicht zu sein. Unüblicher ist dagegen schön die Größe der Fruchtkörper.
Gibt es irgendwelche Aufzeichnungen, die belegen, dass sich Linden und Steinis so gut vertragen, dass die Pilze zum Monsterwachstum neigen?
Grüßlis
Thomas

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Re: Noch son’n Eumel

Mycelio, (vor 5561 Tagen) @ Thomas Pruss

Hallo Thomas,

interessante Beobachtung! Womöglich sind Linden für Mykorrhizapilze ja besonders gute Symbiosepartner? Gab es nicht vor ein paar Jahren mal einen Trüffel-Jahrhundertfund unter Linde im Ruhrgebiet? Leider finde ich den Thread hier nicht mehr.

Ich sehe da aber noch eine weitere Ursache für solchen Gigantismus. So ein Mycel legt ja meist hunderte von Primordien an, von denen einige heranwachsen und sich die vorher gesammelten Nährstoffe teilen. Sollte aus irgendwelchen Gründen nur einer durchkommen, pumpt das Mycel alles in diesen Pilz und der wird dann dementsprechend riesig.

Gruß, Carsten

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Re: Noch son’n Eumel

Thomas Pruss, (vor 5561 Tagen) @ Mycelio

Moin Carsten,

"Sollte aus

irgendwelchen Gründen nur einer durchkommen, pumpt das Mycel alles in
diesen Pilz und der wird dann dementsprechend riesig."

Das ist ein ganz guter Tipp, denn die allermeisten, wenn nicht sogar all’ die Riesensteinis, die ich gefunden hatte, waren "Solitäre" mit höchstens zwei weiteren FK.
Grüßlis
Thomas