Re: Anis-Champignon von heute
Hallo Werner und Werner,
ich fürchte meine erste Antwort kam entmutigender rüber, als sie es sollte.
Die Gattung Agaricus finde ich selbst sehr interessant, auch wenn ich sie
bloß makroskopisch und ohne chemische Reagenzien betrachte. Anhand von
Größe und Verfärbungen kann man die jeweiligen Pilze eigentlich recht
sicher den einzelnen Sektionen innerhalb der Gattung zuordnen. Ein alter
Thread von Kazuya ist da womöglich hilfreicher als so manches einfache
Bestimmungsbuch:
Beitrag 54556
Über Statur, Oberfläche und Ringform kann man sich oft noch weiter einer
Bestimmung annähern. Manchmal hat man aber auch Glück und findet einfach
zu identifizierende Arten wie A. augustus oder A. bitorquis.
Bei dem hier gezeigten Pilz würde ich erstmal genauer wissen wollen, ob die
Huthaut gilbt, wenn man mit etwas Druck drüberkratzt. Wenn die Unterseite
des Rings dann auch noch an ein Zahnrad erinnert, würde ich auch an A.
arvensis oder eine der ähnlichen Arten denken.
Die Brauntöne in der Hutmitte im zweiten und die Hutform des Pilzes im
dritten Bild lassen mich aber auch den Karbolegerling, A. xanthoderma
vermuten. Bei madenarmen Exemplaren sollte das ja schnell durch kratzen
oder schneiden an der Stielbasis zu erkennen sein.
Eins noch zum Geruch: Anis konnte ich bei den großen, gilbenden Arten noch
nie erschnüffeln, wenn, dann höchstens Mandeln/Marzipan. Ich finde hier
auch immer wieder welche, die A. arvensis zu sein scheinen, aber fast gar
nicht riechen, allenfalls ganz entfernt mach Mandeln, sowie eindeutige A.
xanthoderma (incl. schneller chromgelber Verfärbung der Stielbasis)
ebenfalls ohne typischen Geruch.
Grüße, Carsten
Hallo Carsten und Werner ja Danke ,dann sind ja nur noch 2 im rennen Gruß Werner