Re: Russula bei Eichen
Hallo Bruno,
das könnte eine spannende Kollektion einer wohl eher seltenen Art der Griseinae sein. Die Sporengröße wäre hier nur ein Merkmal. Hier musst Du im Prinzip fast das Russula-Komplettprogramm fahren. Auf jeden Fall muss die Huthaut genau untersucht werden (am besten in Kongo), um die Form und Größe der typischen Elemente (Dermatozystiden, Endglieder und Mittelglieder der Haare) zu erfassen. Beim Aufsammeln wäre wichtig: Sporenabwurf anfertigen und zwischen zwei Glasplatten (z.B. Objektträger) fixieren, um die genaue Farbe zu bestimmen. FeSO4 auf der Stielrinde und Guajak auf der Stielrinde und den Lamellen prüfen und Geschwindigkeit und Intensität der Reaktion kontrollieren. Habitat notieren!
Nur wenn man das alles hat, stehen die Chancen für eine zuverlässige Bestimmung gut. Im Übrigen sind hier m.W. die Schlüssel in Sarnari noch immer der neueste Stand. Wenn Du die genannten Angaben hast, findet sich sicher jemand, der den Beleg prüft!
Viele Grüße, Jesko