Aktueller Vergiftungsfall
Am Montag früh wurde ich in das Klinikum Quedlinburg gerufen wegen einer Pilzvergiftung. Ein 60jähriger Herr und die Mutter hatten sich diese zugezogen, unter anderem mehrstündige Brechdurchfälle. Ein Pilzrest konnte gezeigt werden, es handelte sich um den Netzstieligen Hexenpilz. Nach Aussagen des Herrn wurden def. nur diese Röhrenpilze verspeist. Nach einem Gespräch konnte ich aber die Sammelstelle in Erfahrung bringen, und zwar Münchenberg Südseite Naturlehrpfad. Dort ist eine der wenigen Fundstellen von Boletus satanas. Ich vermute mal, das ein oder mehrere Exemplare mit in die Mahlzeit gelangten. Ich konnte die Ärzte "beruhigen", das keine angenommene Knollenblätterpilzvergiftung vorlag.