Inocybe pseudoasterospora?

Harald Andres Schmid, (vor 3743 Tagen)

Hallo, zusammen,
[image]

Hallo, zusammen,

Pilzkollegin Anna Maria hat eine Inocybe gefunden.
Einzelexemplar in altem Fichtenbestand
mit viel Moos (kein Sphagnum), 450 m ü. M.
Grösse: Siehe Fichtennadel auf dem Bild.

[image]

[image]

Sporen 10 (9) lang

[image]

Zystiden grösstenteils ohne Kristallschopf,
60 (70) x 20, apikal dickwandig,
Pleuros eher spärlich

[image]

Stiel nur ganz oben sehr dicht
haarig bereift, mit nur wenig echten
Kaulozystiden ganz an der Spitze.
Geruch fast null, schwach pilzig.

Anna Maria hat den Pilz mikroskopiert
und geschlüsselt zu
Inocybe pseudoasterospora.
Sie ist mit allen Schlüsseln stets dahin gelangt.

Aber sind da die Sporen sternförmig genug?
Vor allem sind sie nicht hautpsächlich 4-höckrig.

Falls er es nicht ist, bleibt Ratlosigkeit.
Die einzigen Schlüsselalternativen wären:

Inocybe cicatricata
der ginge von den Abbildungen her,
aber die Sporen sollten viel weniger nodulos sein.

Ausserdem noch, und er
passt am besten sonst mikroskopisch,
von der Sporen- und Zystidenform her,
Inocybe soluta,
aber der sollte kleinere,
nicht ganz so höckrige Sporen haben (< 8).

Wer kann helfen?
Entschuldigt die eher unzulängliche Foto-Doku.
Die Fotos vor dem Mikroskopieren am Sonntag
sind nichts geworden,
ausser dem obersten (Handyfoto),
die Fotos 2-4 sind vom Montag Abend,
als ich mit den Pilz-Resten
für Anna Maria die Mikro-Doku machte.

Lieben Gruss, Harald Andres

Re: Inocybe pseudoasterospora?

Andreas 2, (vor 3742 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres,

für pseudoasterospora sind die Sporen wirklich nicht sternförmig genug. Die Sporen würden eher zu I. napipes passen. Dafür fehlt aber die charakteristische rübenartige Stielknolle.
Auf den Bildern sieht es nach einem recht hellhütigen Hut aus. Hier könntest du mal mit dem Haselbraunen Risspilz, I. proximella vergleichen. Für eine präzise Bestimmung dürfte das Material allerdings zu dürftig sein.

Beste Grüße
Andreas

Hallo, zusammen,

Hallo, zusammen,
Pilzkollegin Anna Maria hat eine Inocybe gefunden.
Einzelexemplar in altem Fichtenbestand
mit viel Moos (kein Sphagnum), 450 m ü. M.
Grösse: Siehe Fichtennadel auf dem Bild.


Sporen 10 (9) lang

Zystiden grösstenteils ohne Kristallschopf,
60 (70) x 20, apikal dickwandig,
Pleuros eher spärlich

Stiel nur ganz oben sehr dicht
haarig bereift, mit nur wenig echten
Kaulozystiden ganz an der Spitze.
Geruch fast null, schwach pilzig.
Anna Maria hat den Pilz mikroskopiert
und geschlüsselt zu
Inocybe pseudoasterospora.
Sie ist mit allen Schlüsseln stets dahin gelangt.
Aber sind da die Sporen sternförmig genug?
Vor allem sind sie nicht hautpsächlich 4-höckrig.
Falls er es nicht ist, bleibt Ratlosigkeit.
Die einzigen Schlüsselalternativen wären: Inocybe cicatricata
der ginge von den Abbildungen her,
aber die Sporen sollten viel weniger nodulos sein.
Ausserdem noch, und er
passt am besten sonst mikroskopisch,
von der Sporen- und Zystidenform her,
Inocybe soluta,
aber der sollte kleinere,
nicht ganz so höckrige Sporen haben (

Re: Inocybe pseudoasterospora?

Harald Andres Schmid, (vor 3742 Tagen) @ Andreas 2

Hallo Harald Andres,
für pseudoasterospora sind die Sporen wirklich nicht sternförmig genug. Die
Sporen würden eher zu I. napipes passen. Dafür fehlt aber die
charakteristische rübenartige Stielknolle.
Auf den Bildern sieht es nach einem recht hellhütigen Hut aus. Hier könntest
du mal mit dem Haselbraunen Risspilz, I. proximella vergleichen. Für eine
präzise Bestimmung dürfte das Material allerdings zu dürftig sein.
Beste Grüße
Andreas

Hallo, Andreas,
Ganz lieben Dank!
Zu dem Pilz haben sich noch Helmut und Ditte gemeldet.
http://www.pilzforum.eu/board/thema-inocybe-pseudoasterospora
Ganz lieben Gruss, Harald Andres