Re: Russula melliolens?
Hallo Stephan,
ein sehr heißer Tipp! DANKE! Habe gerade Beschreibungen des Honigtäublings durchgelesen – das sieht richtig gut aus. Vorhin habe ich das (inzwischen angetrocknete) Hutstück, das ich heute morgen zum Aussporen gelegt hatte, beschnuppert: "Honig" würde ich noch nicht dazu sagen, aber auf alle Fälle süßlich-obstig, werde morgen dran weiterriechen
und die Häute mikroskopieren! Da möchte ich ja fast schon wetten... ich stelle dann die Mikros ein.
Gute Nacht – Rika
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Hallo Rika,
R. mustelina lässt sich allein schon wegen der Hutfarbe völlig ausschließen,
denn ein solches Gelborange bringt sie nicht zustande. Die Hutfarbe von R.
mustelina entspricht fast perfekt der des Fichtensteinpilzes, so dass man
die beiden Pilze von oben betrachtet kaum auseinanderhalten kann, was dazu
führt, dass man in volksbekannten Steinpilzwäldern bisweilen lauter
ausgerissene und weggeworfene Wieseltäublinge findet. Bei diesem Exemplar
hingegen kommt einfach keine "Steinpilz-Assoziation" zustande.
Die von dir angegebene Merkmalsammlung passt mMn am besten zu R. melliolens
(Honigtäubling): die Hutfarbe, das sehr blasse Sporenpulver, das Vorkommen
im basischen Laubwald, dazu die auffallende Neigung zum Bräunen und nicht
zuletzt das sehr feine Sporenornament. Als Beweis bräuchte man jetzt noch
die sehr markanten, vielgliedrig-zylindrischen Dermatozystiden, die
manchmal wie Ketten aus aneinandergehängten Büroklammern aussehen.
FG
Stephan