Porlingsrätsel

UmUlmHerum, (vor 2953 Tagen)

Hallo miteinander!

Gestern war ich mal wieder auf Pilzpirscht, wie schon in meinem "Eifel"-Betrag geschrieben ... für die Jahreszeit + Bodenfeuchte seeehr wenig los...
Vor allem Pilzen auf Holz scheint das 2018er Wetter nicht so viel ausgemacht zu haben: von dieser Art habe ich in letzter Zeit mehrere frische Frk. gesehen.

Das Porlingsrätsel ist ein bisschen gemein, weil man bei diesem Exemplar, das in einer Wurzelgabelung ganz hinten drin fruktifiziert hat, keine typische Hutoberfläche sehen kann. Mal schauen, ob Ihr ihn rausbekommt...

Viele Grüße – Rika

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Re: Porlingsrätsel

42, (vor 2952 Tagen) @ UmUlmHerum

Moin,

ich würde auf den rötenden Saftporling tippen (auch wenn die Rötung eigentlich in den Poren etwas deutlicher sein sollte).

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

Re: Porlingsrätsel + PICs

UmUlmHerum, (vor 2952 Tagen) @ 42

Moin,
ich würde auf den rötenden Saftporling tippen (auch wenn die Rötung
eigentlich in den Poren etwas deutlicher sein sollte).
Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Hallo Thomas,

ne, Abortiporus biennis ist das nicht. Den seine Guttationströpfchen sind meiner Erfahrung nach hell, was zu seiner Hutfarbe passt – ich vermute, dass die Pigmente bei der Farbe der Tröpfchen eine maßgebliche Rolle spielen. Die Porenform ist auf meinem Rätselbild noch schlecht zu erkennen – TIPP: die gesuchte Art hat im jungen Stadium noch keine Poren.

Hier noch ein paar Bilder. Zuerst zwei zum Rötenden Saftwirrling:
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Soll ich noch ein weiteres Bild zum Rätsel einstellen? Dann wird es wieder zu einfach... Oder erst noch einen weiteren Tipp geben? Also noch ein TIPP: Normalerweise wächst dieser Porling pilat, es kann schon mal 20-cm-breite Konsolen geben.

Nicht aufgeben!

Viele Grüße – Rika

Re: Porlingsrätsel

Gernot, (vor 2951 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo, Rika,

hat der was mit der Ausscheidung von (hauptsächlich) Nadelbäumen zu tun, obwohl er an Laubholz wächst?

Schöne Grüße
Gernot

Re: Porlingsrätsel

UmUlmHerum, (vor 2951 Tagen) @ Gernot

Hallo, Rika,
hat der was mit der Ausscheidung von (hauptsächlich) Nadelbäumen zu tun,
obwohl er an Laubholz wächst?
Schöne Grüße
Gernot

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Hallo Gernot,

falls ich Deine Umschreibung richtig interpretiere, dann bist Du richtig. Da werden ja zwei Arten diskutiert, die in GPBW von G.J. KRIEGLSTEINER synonymisiert wurden, inzwischen aber via Genetik tatsächlich getrennt sein sollen!? Blöd nur, dass es m.W.n. keine morphologischen Unterschiede gibt, sogar das Substrat hat keine 100%ige Aussagekraft. Wie gehst DU damit um (vorausgesetzt, wir reden wirklich von den gleichen Arten – was ich stark annehme)?

Jetzt stelle ich noch ein zweites Foto zum Rätselpilz ein, damit andere auch noch eine Chance haben. Dieser Fruchtkörper ist übrigens auf Weißtanne gewachsen – im Gegensatz zum Ersten, der aller Wahrscheinlichkeit nach auf Buche zugange ist und das schon seit mindestens 6 Jahren. Nach GPBW wäre es die gleiche Art...

Und dann würde ich von Dir, Gernot, sehr gerne wissen, durch was Du auf die Lösung gekommen bist ;-)

Viele Grüße – Rika

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Re: Porlingsrätsel

Gernot, (vor 2950 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo, Rika,

ich hatte eigentlich bislang wenig Probleme damit, die beiden Arten zu trennen, sofern auch das Substrat als zusätzliches Merkmal bekannt war.

Den Rätselpilz hab ich erkannt, weil die helle Unterseite mit den dunklen Guttationstropfen die in Frage kommenden Arten schon stark einschränkt. Und wenn man den Pilz schon oft genug in dem Stadium gesehen hat, fällt die Zuordnung nicht so schwer…

Schöne Grüße
Gernot

Re: Porlingsrätsel = Ischnoderma

UmUlmHerum, (vor 2950 Tagen) @ Gernot

Hallo, Rika,
ich hatte eigentlich bislang wenig Probleme damit, die beiden Arten zu
trennen, sofern auch das Substrat als zusätzliches Merkmal bekannt war.
Den Rätselpilz hab ich erkannt, weil die helle Unterseite mit den dunklen
Guttationstropfen die in Frage kommenden Arten schon stark einschränkt.
Und wenn man den Pilz schon oft genug in dem Stadium gesehen hat, fällt
die Zuordnung nicht so schwer…
Schöne Grüße
Gernot

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Hallo Gernot,

darf ich die Diskussion zum Unterschied von Ischnoderma benzoinum gegenüber Ischnoderma resinosum noch ein bisschen vertiefen?
Du gehst danach zum Einen davon aus, dass I.b. strikt an Nadelholz und I.r. an Laubholz wächst. Bei Deiner ersten Antwort bist Du ja direkt auf Ischnoderma resinosum zugegangen ohne das Substrat zu kennen(!) – was sind Deine Unterscheidungsmerkmale? Ich kann es immer noch nicht nachvollziehen, also Ischnoderma schon, aber nicht die Art. Wie würdest Du mein Substrat beurteilen (siehe nächste Absatz)?

Der Rätselpilz kommt seit Jahren an dieser Stubbe, bei der ich Buche vermute, aber nicht sicher weiß – es ist ein Mischwald, theoretisch und realistisch käme auch Fichte in Frage. Aber erfahrungsgemäß fault ein Fichtenstumpf von innen heraus, wird im Zentrum als erstes weich. Diese Sägeoberfläche ist aber durchgehend fest. Unter dem Moos im Wurzelbereich gibt es zwar noch ein wenig Rinde, die aber schon ziemlich verrottet ist – sieht für mich glatt aus, wie Buche eben. Noch zwei Argumente: An den umliegenden Fichtenstubben wächst quasi überall der Fenchelporling – auf dieser aber nicht. Am gleichen Stumpf wächst hingegen eine Ganoderma applanata – angeblich kann der Flache Lackporling aber in seltenen Fällen auch auch Nadelholz vorkommen (stimmt das?). Dazu das aktuelle Standort-Foto: rechts der Lackporling, links der Harzproling am 01.09.2018:
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Hier noch Bilder von gleichen Standort am 17.09.2011 und 01.10.2011:
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Und ein Harzporling auf Fichte am 23.09.2016 und noch einer auf Fichte am 26.08.2018:
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???

Merci & viele Grüße – Rika