Nachlese 30.5.-18.6.19

UmUlmHerum, (vor 2662 Tagen)

Hallo miteinander!

Ich wollte ja schon länger eine weitere Fotostrecke einstellen, vor allem mit Becherlingen. Deren Zeit ist inzwischen so gut wie vorüber, zumindest der nachfolgenden Großarten.

Becherlinge vom 30.5. bis 2.6.19, sind alle mikroskopisch abgesichert – Ihr dürft benamsen ;-)

(1) Muschelförmig:
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(2) Huch – ein Ohr!
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(3) Richtiger Becher mit Größenvergleich:
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(4) Mords faltig:
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(5) Ein sti(e)lvoller Pokal:
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(6) ... geht auch asymmetrisch:
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(7) Dieser unreife, aber schön bunte Ascus (BARAL) gehört zu den Pokalen:
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(8) Den Größten habe ich zuhause nachreifen lassen, nachdem sie am Standort schon vor Sporenreife am Vertrocknen waren:
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(9) Diese Sporen warf er dann ab – alles klar?
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(10) Noch mehr Becher, diesmal mit rippigen Verstärkung für besser Statik ;-)
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(11) Anderer Standort:
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(12) Der musste zur Absicherung der Art dran glauben:
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Jetzt zu den Röhrlingen – vielerlei habe ich nicht zu bieten. Die Flockis braucht natürlich niemand zu raten, die hätte ich eigentlich auch zu Doris‘s letzter Antwort auf mein Pilzrätsel einstellen können. Aber nun eben hier die gesammelten Werke vom 7. und 14.7.19. Mir kommt es so vor, als wären die frühen Flockis, vor allem bei Trockenheit, blasser gefärbt. Der schwarzbraune Samt, den Doris (und ich auch) so liebt, kommt eher im Herbst?! Erst die vom 7.6.:
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Diese hier lagen genauso auf diesen Stamm – anscheinend hat jemand immerhin gewußt, dass man Pilze zur Bestimmung ganz aus dem Boden nehmen soll, und hat sie dann einfach so liegen lassen. Der Kleine mit den kräftig roten Röhren war noch wunderbar knackig und madenfrei:
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Diese Flockis vom 14.6. stammen aus einem anderen Wald, kühler und feuchter, deswegen noch weniger entwickelt und farbenfroher:
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Während die vorherigen Bilder alle aus Buchenwäldern (mit eingestreuten Fichten) stammten, sind diese zwei Babies aus einem Weißtannenwald:
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(13) Noch ein Röhrling – hat mich gewundert, dass er schon "da" ist, obwohl wir in meinen Jagdgebieten noch keine Steinis, keine Täublinge, keine Scheidenstreiflinge haben:
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(14) Die nächsten beiden Bilder gehören natürlich zusammen, und Ihr werdet den Pilz wahrscheinlich erkennen:
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(15) Hier könnte man allenfalls die Gattungen erraten, unreife Myxos = in diesem Fall keine Chance, aber sicherlich eine Stemonitis (Fadenstäubchen). Die Hintergrund-Becherchen würde ich mal Mollisia zuordnen – inzwischen finde ich es doch schade, dass ich davon nix mitgenommen habe. Der Käfer unter dem Myxo-Eierhaufen ist wohl ein Pilzkäfer – aber welcher? Vielleicht Tritoma bipustulata?
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(16) Hier mein erster Versuch mit parasitären Phytomyceten ... auf Faulbaum dürfte diese häufige Art wohl ohne größeren Aufwand/Literatur zu benamsen sein!?
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Das Kitz hatte ich bei der letzten Fotostrecke vergessen, lag im anderen Ordner und ist vom 24.5.19 – ungewöhnlich kräftig gefärbt:
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Viele Grüße – Rika

Re: Nachlese 30.5.-18.6.19

Doris, (vor 2661 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

keiner traut sich an die Becher ran, ich auch nicht.

10/12 Hochgerippte Becherlorchel
gab's dieses Jahr viele auf Wegen.

13 Pfefferröhrling

14 Sklerortienporling

Hier kommen täglich neue Arten dazu.
Viele Risspilze, Tintlinge, Rüblinge, Helmlinge, Täublinge, Graue Wulstlinge,
Narzissengelber Wulstling, Perlpilz, Sommersteinpilz, Hexen, Pfifferlinge, und.....

Viele Grüße
Doris

Re: Nachlese 30.5.-18.6.19

UmUlmHerum, (vor 2661 Tagen) @ Doris

Hallo Rika,
keiner traut sich an die Becher ran, ich auch nicht.
10/12 Hochgerippte Becherlorchel
gab's dieses Jahr viele auf Wegen.
13 Pfefferröhrling
14 Sklerortienporling
Hier kommen täglich neue Arten dazu.
Viele Risspilze, Tintlinge, Rüblinge, Helmlinge, Täublinge, Graue Wulstlinge,
Narzissengelber Wulstling, Perlpilz, Sommersteinpilz, Hexen, Pfifferlinge,
und.....
Viele Grüße
Doris

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Hi Doris,

Du hast Dich doch an die Becher gewagt ;-) → wer wagt, gewinnt: Helvella acetabulum stimmt. Für mich war das sogar ein persönlicher Erstfund, und das gleich an zwei verschiedenen Standorten = dieses Jahr im Vergleich zu sonst häufig. Auch Pfefferröhrling + Sklerotienporling sind natürlich richtig!

Heute habe ich den zweiten Erntedurchgang bei den Nelkenschwindlingen gemacht: noch mal so eine Menge wie gestern ... und morgen hole ich die nächsten ... bis nächste Woche alles verdorrt :-(. Bisher waren es ungeputzt (mit 1/2 Stielen) 330g, und gezählt habe ich auch mal wieder, da könnte ich eine Schätzfrage draus machen, so wie im Frühjahr mit den FiZa-Rüblingen.

Also dann: Was schätzt Ihr, wieviele Nelkenschwindling-Frk. muss man für 330g sammeln?

Ansonsten begehe ich so 3x die Woche meine Steini-Plätze – bisher ohne Erfolg. Auch die Flockis haben das Wachstum schon wieder eingestellt. Trotz gut feuchtem Boden einfach tote Hose. Kann nur besser werden oder auch nicht, wenn die nächste Hitzewelle übers Land rollt. Dann schauen wir uns halt schöne Insekten an, wie z.B. diese Streifen-Wanzen, die gerade in den Samenständen der Wilden Möhre Massenhochzeiten veranstalten :-)

Der Pilzkäfer vom vorletzten Bild (das mit Myxo & Mollisia) hat übrigens inzwischen einen Namen bekommen: Anisotoma humeralis Behaarter Schulterfleck-Schwammkugelkäfer – wie man sieht, nicht nur Pilze haben manchmal ellenlange deutsche Namen, und er mag auch Myxos...

Viele Grüße – Rika

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Re: Nachlese 30.5.-18.6.19 – Namen

UmUlmHerum, (vor 2654 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo miteinander!

Der Vollständigkeit halber hier noch die Namen zur Fotostrecke.

Das war alles Peziza arvernensis; die ersten 4 sind eigentlich typische Vertreter des Buchenwald-Becherlings. Die gestielten "Pokale" saßen ursprünglich mit der Oberkante bündig zur Laubschicht, beim Ausgraben kam der Stiel zum Vorschein. Die Frk. waren durch den Wind schon angetrocknet – deshalb die kreideweiße Außenhaut. Mit diesen Bildern wollte ich die Vielgestaltigkeit bzw. die Variationsbreite dieser Art darstellt:

(1) Muschelförmig:
(2) Huch – ein Ohr!
(3) Richtiger Becher mit Größenvergleich:
(4) Mords faltig:
(5) Ein sti(e)lvoller Pokal:
(6) ... geht auch asymmetrisch:
(7) Dieser unreife, aber schön bunte Ascus (BARAL) gehört zu den Pokalen:

Das hier ist Tarzetta catinus:

(8) Den Größten habe ich zuhause nachreifen lassen, nachdem sie am Standort
schon vor Sporenreife am Vertrocknen waren:
(9) Diese Sporen warf er dann ab – alles klar?

Wie Doris schon richtig erkannt hat: Hevella acetabulum

(10) Noch mehr Becher, diesmal mit rippigen Verstärkung für besser Statik ;-)
(11) Anderer Standort:
(12) Der musste zur Absicherung der Art dran glauben:

Zu den jungen Flockis noch eine nachträgliche Beobachtung: Als ich eine Woche später wieder hin kam, gab es keine Spur mehr von den Pilzen – die lieben Säulein haben alle gezielt ausgegraben und im Vorbeigehen schnell noch einen Sklerotien-Porling abgebissen.

Jetzt zu den Röhrlingen – vielerlei habe ich nicht zu bieten. Die Flockis
braucht natürlich niemand zu raten, die hätte ich eigentlich auch zu
Doris‘s letzter Antwort auf mein Pilzrätsel einstellen können. Aber nun
eben hier die gesammelten Werke vom 7. und 14.7.19. Mir kommt es so vor,
als wären die frühen Flockis, vor allem bei Trockenheit, blasser gefärbt.
Der schwarzbraune Samt, den Doris (und ich auch) so liebt, kommt eher im
Herbst?! Erst die vom 7.6.:
Diese hier lagen genauso auf diesen Stamm – anscheinend hat jemand immerhin
gewußt, dass man Pilze zur Bestimmung ganz aus dem Boden nehmen soll,
und hat sie dann einfach so liegen lassen. Der Kleine mit den kräftig
roten Röhren war noch wunderbar knackig und madenfrei:
Diese Flockis vom 14.6. stammen aus einem anderen Wald, kühler und feuchter,
deswegen noch weniger entwickelt und farbenfroher:
Während die vorherigen Bilder alle aus Buchenwäldern (mit eingestreuten
Fichten) stammten, sind diese zwei Babies aus einem Weißtannenwald:

Den Pfefferröhrling (Chalciporus piperatus) hatte Doris auch benannt:

(13) Noch ein Röhrling – hat mich gewundert, dass er schon "da"
ist, obwohl wir in meinen Jagdgebieten noch keine Steinis, keine
Täublinge, keine Scheidenstreiflinge haben:

Ebenso den Sklerotien-Porling (Polyporus tuberaster):

(14) Die nächsten beiden Bilder gehören natürlich zusammen, und Ihr werdet
den Pilz wahrscheinlich erkennen:

Hier gibt‘s nur den Namen des Käfers nachzutragen: Anisotoma humeralis, Behaarter Schulterfleck-Schwammkugelkäfer:

(15) Hier könnte man allenfalls die Gattungen erraten, unreife Myxos = in
diesem Fall keine Chance, aber sicherlich eine Stemonitis
(Fadenstäubchen). Die Hintergrund-Becherchen würde ich mal Mollisia
zuordnen – inzwischen finde ich es doch schade, dass ich davon nix
mitgenommen habe. Der Käfer unter dem Myxo-Eierhaufen ist wohl ein
Pilzkäfer – aber welcher?

Das hier ist der Kronen-Rost oder Faulbaum-Rostpilz (Puccinia coronata):

(16) Hier mein erster Versuch mit parasitären Phytomyceten ... auf Faulbaum
dürfte diese häufige Art wohl ohne größeren Aufwand/Literatur zu benamsen
sein!?
Das Kitz hatte ich bei der letzten Fotostrecke vergessen, lag im anderen
Ordner und ist vom 24.5.19 – ungewöhnlich kräftig gefärbt:

Viele Grüße – Rika