Steinpilze nach Frost noch essbar?

Fulgor, (vor 2531 Tagen)

Erstmal einen lieben Gruß in die Runde.

Ich habe es bis jetzt so gehalten, dass ich nach den ersten Nachtfrösten das Sammeln eingestellt habe, da ich mir nicht sicher bin, ob z.B Steinpilze nach 2-3 mal leichten Nachfröste, d.h. z.B. -1 bis -3 Grad, also auch wiederholtem Auftauen, noch ohne Bedenken zu essen sind. Aber ist das wiklich so und wie handhabt ihr das? Woran erkenne ich ob der Steinpilz schon mal Frost bekommen hat?
Welche Zeichen muß man beachten?

Thomas

Re: Steinpilze nach Frost noch essbar?

UmUlmHerum, (vor 2530 Tagen) @ Fulgor

Erstmal einen lieben Gruß in die Runde.
Ich habe es bis jetzt so gehalten, dass ich nach den ersten Nachtfrösten das
Sammeln eingestellt habe, da ich mir nicht sicher bin, ob z.B Steinpilze
nach 2-3 mal leichten Nachfröste, d.h. z.B. -1 bis -3 Grad, also auch
wiederholtem Auftauen, noch ohne Bedenken zu essen sind. Aber ist das
wiklich so und wie handhabt ihr das? Woran erkenne ich ob der Steinpilz
schon mal Frost bekommen hat?
Welche Zeichen muß man beachten?
Thomas

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Hallo Thomas!

Anscheinend gibt es keine Meinung zu Deiner Frage!?!?
In Bezug auf Steinis kann ich auch nicht auf eigene Erfahrugen zurückgreifen – i.d.R. gibt´s hier so spät gar keine Steinis mehr. Aber ich vermute, es wird ähnlich sein wie bei Maronen und Champignons: Wenn sie innen "glasig" sind, nehme ich sie nicht mehr. Letztes Jahr hatte ich das mal hier anhand von Wiesen-Champingnons gezeigt: Beitrag 337598

Viele Grüße – Rika
P.S.: Lass´ die alten Steinis stehen und nimm´ lieber die jungen Austern. Die ersten habe ich dieses Jahr schon am 14.10. gesehen, die größten Hüte hatte um die 3 cm, aber das Meiste war radikal abgefressen – die Rehlein hatten sich schon bedient, sie sind wohl auch ganz wild auf Austern ;-)

Re: Steinpilze nach Frost noch essbar?

Fulgor, (vor 2527 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

Ja da hätte ich auch mehr Resonanz erwartet. Ist ja jetzt nicht ein Exotenthema. Danke für den Link. War dann am Do. 31.10 noch mal los und habe jede Menge knackige Steinpilze gefunden. Die waren vom Schnittbild und Konsistens ganz normal und haben super geschmeckt.

LG Thomas

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Hallo Thomas!
Anscheinend gibt es keine Meinung zu Deiner Frage!?!?
In Bezug auf Steinis kann ich auch nicht auf eigene Erfahrugen zurückgreifen
– i.d.R. gibt´s hier so spät gar keine Steinis mehr. Aber ich vermute, es
wird ähnlich sein wie bei Maronen und Champignons: Wenn sie innen
"glasig" sind, nehme ich sie nicht mehr. Letztes Jahr hatte ich
das mal hier anhand von Wiesen-Champingnons gezeigt:
Beitrag 337598
Viele Grüße – Rika
P.S.: Lass´ die alten Steinis stehen und nimm´ lieber die jungen Austern. Die
ersten habe ich dieses Jahr schon am 14.10. gesehen, die größten Hüte
hatte um die 3 cm, aber das Meiste war radikal abgefressen – die Rehlein
hatten sich schon bedient, sie sind wohl auch ganz wild auf Austern ;-)

Re: Steinpilze nach Frost noch essbar?

Marcel Weymann, (vor 2529 Tagen) @ Fulgor

Hallo Thomas,
ich war heute sammeln und zeige hier zuerst einen Hexenröhrling, den ich stehen gelassen habe.
Der sah zwar auch schon etwas eigenartig aus, aber der entscheidende Punkt war die Konsistenz: Leicht gummiartig.
Das dürfen Hexenröhrlinge bei mir nicht.
Es gab noch genügend knackige Exemplare sowohl von Hexenröhrlingen als auch von Steinpilzen.
Gruß,
Marcel

[image]

Re: Steinpilze nach Frost noch essbar?

Marcel Weymann, (vor 2529 Tagen) @ Marcel Weymann

Hallo Thomas,
und hier noch was zum Gruseln.
Ich glaube aber eher weniger daran, dass der Frost da Schuld war.
Die Flüssigkeit in den Pilzen ist ja kein Wasser, sondern Wasser mit gelösten Stoffen.
Die friert bei leichten Frösten nicht so leicht ein.
Letztes Jahr hatte ich einen Erdritterling, der als einziger noch nicht gefrostet war, während alles andere drumherum bretthart gefroren war.
Der eigene Frostschutz ist da wohl auch noch artabhängig.
Gruß,
Marcel

[image]

Re: Steinpilze nach Frost noch essbar?

Fulgor, (vor 2527 Tagen) @ Marcel Weymann

Hallo Marcel

Danke für deine Ausführungen zum Flockie. So halte ich es auch, sobald die Konsistenz nicht stimmt bleibt es im Wald. Gerade bei Flockies bin ich mir immer etwas unsicher und nehme nur junge, dunkelhütige, mit dem Steinpilz ähnlich, also nicht dünnstielige, Examplare mit. Diese Wochen fiel das auch nicht schwer, da ich kiloweise Flockies im Wald stehen lassen mußte, um nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Echter Wahnsinn was hier die letzten 3 Wochen los war.

LG Thomas

Hallo Thomas,
ich war heute sammeln und zeige hier zuerst einen Hexenröhrling, den ich
stehen gelassen habe.
Der sah zwar auch schon etwas eigenartig aus, aber der entscheidende Punkt
war die Konsistenz: Leicht gummiartig.
Das dürfen Hexenröhrlinge bei mir nicht.
Es gab noch genügend knackige Exemplare sowohl von Hexenröhrlingen als auch
von Steinpilzen.
Gruß,
Marcel

Re: Steinpilze nach Frost noch essbar?

Wilfried E., (vor 2523 Tagen) @ Fulgor

Erstmal einen lieben Gruß in die Runde.
Ich habe es bis jetzt so gehalten, dass ich nach den ersten Nachtfrösten das
Sammeln eingestellt habe, da ich mir nicht sicher bin, ob z.B Steinpilze
nach 2-3 mal leichten Nachfröste, d.h. z.B. -1 bis -3 Grad, also auch
wiederholtem Auftauen, noch ohne Bedenken zu essen sind. Aber ist das
wiklich so und wie handhabt ihr das? Woran erkenne ich ob der Steinpilz
schon mal Frost bekommen hat?
Welche Zeichen muß man beachten?
Thomas

Ich hatte dieses Jahr Riesenchampignons eingefroren. Nach dem Auftauen hatte ich lauter Brühe im Beutel und total latschige Pilze. Das sah so unappetitlich aus, dass ich sie entsorgt habe. Offenbar platzen -wie bei Erdbeeren- die Zellmembranen und vorhandenes Wasser tritt aus. Obwohl der Pilz einen ziemlich trockenen Eindruck vor dem Einfrieren machte, ist noch ziemlich viel Wasser im Gewebe. Meine Lehre daraus: Wenn man Pilze einfriert, dann im gefrorenen Zustand verarbeiten.

Re: Steinpilze nach Frost noch essbar?

Fulgor, (vor 2522 Tagen) @ Wilfried E.

Guten Abend

Das ist genau der Punkt beim Verarbeiten von frisch eingefrorenen Pilzen. Seit Jahren friere ich meinen Jahresbedarf portioniert ein. Bei Bedarf dann gefroren in die Pfanne. Schmecken wie frisch. Mich interessiert besonders woran man schon einmal oder mehrmals eingefrorene Pilze im Wald erkennen kann, insbesondere bei Steinpilzen. Ist schon komisch das es dazu so wenig Antworten gibt, sollte doch ein "allgemeines" Problem sein.

LG auch in die Runde

Thomas

Re: Steinpilze nach Frost noch essbar?

Michi, (vor 2521 Tagen) @ Fulgor

Guten Abend
Das ist genau der Punkt beim Verarbeiten von frisch eingefrorenen Pilzen.
Seit Jahren friere ich meinen Jahresbedarf portioniert ein. Bei Bedarf
dann gefroren in die Pfanne. Schmecken wie frisch. Mich interessiert
besonders woran man schon einmal oder mehrmals eingefrorene Pilze im Wald
erkennen kann, insbesondere bei Steinpilzen. Ist schon komisch das es dazu
so wenig Antworten gibt, sollte doch ein "allgemeines" Problem
sein.
LG auch in die Runde
Thomas

Hallo Fulgor,

Ich habe vorgestern noch einige Steinpilze gefunden. Bei uns friert es aber noch nicht. Allerdings kann ich mich an Funde bei moderaten Minustemperaturen erinnern und habe damals den Eindruck gehabt, dass die Pilze das vertragen haben. Lass Sie doch im Kühlschrank auftauen und prüfe wie sie aussehen. Wenn wie immer, wunderbar. Wenn nicht, entsorgen. Wie auch bei "alten" Pilzen lässt sich der Eiweißzersetzungsprozess feststellen. Wenn die Huthaut zum Beispiel bei Fingerdruck nicht wieder zurück geht, dann lassen. Den Zustand der Pilze muss man ohnehin prüfen, warum nicht auch bei gefrorenen.

Neben den Pilzen, die ja mehrmals, stark und lange eingefroren sein können wie z.B.: der Samtfussrübling oder Frostschnecklinge vertragen meiner Wahrnehmung nach auch auch andere Pilze niedrigere Temperaturen besser. Zum Beispiel sind auch Parasole an Morgenfrosttagen überraschend frisch. Letzten Endes fruchtet der Pilz ja nicht zu Temperaturen, die er gar nicht aushält. So zumindest meine Annahme. Ich selbst gehe jedenfalls immer nach Zustand. Ich weiss ja ohnehin nicht, wie kalt es gewesen ist. Für Zellplatzen reichen schon 0°.

Liebe Grüße
Michi

Re: Steinpilze nach Frost noch essbar?

Fulgor, (vor 2519 Tagen) @ Michi

Hallo Michi

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ja, eine wie von dir beschriebene Konsistenzprüfung ist immer angesagt und ungewöhnliche farbliche Veränderungen z.B. im Hut sind auch für mich ein klares Ausschlußkriterium. Bei moderaten Minustemperaturen konnte ich auch keine wesentlichen Veränderungen feststellen und habe die Steinpilze immer gut vertragen. Bei den anderen von dir genannten Pilzen kann ich nicht viel sagen, da ich sie nicht sammle. Bei dem Samtfussrübling kann ich allerdings bestätigen, dass der dem Frost nichts ausmacht. Ich freue mich schon jetzt auf mein obligatorisches Pilzomelett im Januar ;-)

Noch eine schöne Woche und einen LG in die Runde

Thomas

PS @ Rika

Leider kenne ich keine Stelle von Austern in meiner Nähe :-(

Hallo Fulgor,
Ich habe vorgestern noch einige Steinpilze gefunden. Bei uns friert es aber
noch nicht. Allerdings kann ich mich an Funde bei moderaten
Minustemperaturen erinnern und habe damals den Eindruck gehabt, dass die
Pilze das vertragen haben. Lass Sie doch im Kühlschrank auftauen und prüfe
wie sie aussehen. Wenn wie immer, wunderbar. Wenn nicht, entsorgen. Wie
auch bei "alten" Pilzen lässt sich der Eiweißzersetzungsprozess
feststellen. Wenn die Huthaut zum Beispiel bei Fingerdruck nicht wieder
zurück geht, dann lassen. Den Zustand der Pilze muss man ohnehin prüfen,
warum nicht auch bei gefrorenen.
Neben den Pilzen, die ja mehrmals, stark und lange eingefroren sein können
wie z.B.: der Samtfussrübling oder Frostschnecklinge vertragen meiner
Wahrnehmung nach auch auch andere Pilze niedrigere Temperaturen besser.
Zum Beispiel sind auch Parasole an Morgenfrosttagen überraschend frisch.
Letzten Endes fruchtet der Pilz ja nicht zu Temperaturen, die er gar nicht
aushält. So zumindest meine Annahme. Ich selbst gehe jedenfalls immer nach
Zustand. Ich weiss ja ohnehin nicht, wie kalt es gewesen ist. Für
Zellplatzen reichen schon 0°.
Liebe Grüße
Michi