Re: Buckeltramete (!) - u.a.
Huhu Rika,
Auch UmUlmHerum ist Situation ungewöhnlich schlecht – ich kann mich nicht
daran erinnern, jemals schon so wenig Frk./Arten um diese Jahreszeit
gehabt zu haben. Auch seltsam: es gibt keine Röhrlinge! Nicht mal Rotfüße
oder Pfefferröhrlinge.
Bei mir (nicht über Kalk) ist das Artenspektrum ziemlich skurril, aber insgesamt mehr als befriedigend, wo immer es nicht in den letzten 14 Tagen ausgetrocknet ist. Röhrlinge ganz wenige, vieles fehlt ganz, dafür kommen schon seit Ende August Schleierlinge, seit zehn Tagen Nebelkappen (!), seit drei Tagen Honiggelber Hallimasch.
Reichlich wie selten wachsen Rotgelbe Stoppelpilze und Pfifferlinge (Samt- und Amethyst) und auch viele Stockschwämmchen (und Gifthäublinge).
Entweder ist das Myzel in den nassen Monaten verfault oder die Pilze stecken
ihre ganze Energie gerade ins Myzel, um die Trockenschäden der letzten
Jahre auszugleichen? Keine Ahnung, schon sehr merkwürdig.
Glaube ich beides nicht. Verfault schon gar nicht. Die Myzelien sterben m.E. allenfalls mit dem Baumtod, nicht an der Oberbodentrockenheit. Mein Eindruck ist, dass a) viele Arten komplett verwirrt sind vom Witterungsverlauf und b) die Bedingungen insgesamt dieses Jahr tatsächlich so günstig sind nach dem feuchten Frühjahr und Sommer, dass viele konkurrenzschwache Arten (gerade Röhrlinge) keine Chance haben.
In die Glaskugel geschaut, erwarte ich nach der jüngsten Trockenheit in meiner nordbadischen Ecke einen kräftigen Steinpilzschub nach dem nächsten Landregen, indem die Steinis ihre Konkurrenzschwäche durch Geschwindigkeit kompensieren.
LG Coco
Anbei ein "Lichtblick" von gestern, wuchs in einem feuchten
nordseitigen Graben - Mycena acicula.
Viele Grüße – Rika