Was könnte das sei?

Schwammerl-Laie, (vor 1084 Tagen)

Wie mein Name schon sagt bin ich ein mykologischer Ignorant, der um Hilfe bittet.

Jetzt steht plötzlich Mitte Oktober in meinem "Rasen" ein Pilz, den ich nicht einordnen kann kann.

Hutdurchmesser ca. 15 cm, Standort im Bayerischen Wald, 50 m vom Waldrand entfernt, was könnte das sein?

Ich bedanke mich im voraus für eure Mithilfe.

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Re: Was könnte das sei?

Schwammerl-Laie, (vor 1084 Tagen) @ Schwammerl-Laie

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Re: Was könnte das sei?

Krötenhocker, (vor 1083 Tagen) @ Schwammerl-Laie

Wie mein Name schon sagt bin ich ein mykologischer Ignorant, der um Hilfe
bittet.
Jetzt steht plötzlich Mitte Oktober in meinem "Rasen" ein Pilz, den
ich nicht einordnen kann kann.
Hutdurchmesser ca. 15 cm, Standort im Bayerischen Wald, 50 m vom Waldrand
entfernt, was könnte das sein?
Ich bedanke mich im voraus für eure Mithilfe.

Hallo,

ich stelle mal Megacollybia platyphylla zur Diskussion.

VG, Jens

Re: Was könnte das sei?

UmUlmHerum, (vor 1083 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo,
ich stelle mal Megacollybia platyphylla zur Diskussion.
VG, Jens

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Hallo miteinander!

Wenn es einer der Breitblättrigen Rüblige ist – was ich mir gut vorstellen kann, allerdings irritiert mich der Fundort "Wiese" ein wenig (vielleicht mit vergrabenem Holz?), dann schaut mal die dunklen Lamellenschneiden an! In diesem Fall könnte/sollte es Megacollybia marginata sein. Näheres unter https://forum.pilze-bayern.de/index.php/topic,1918.0.html?PHPSESSID=8b1e69cc8d5288367f3...

Viele Grüße – Rika

Re: Was könnte das sei?

Krötenhocker, (vor 1083 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

vielen Dank für den Link. Das es da noch eine neue Art geben könnte, war mir nicht bekannt Falls der einzige Unterschied die mal mehr, mal weniger gefärbte Lamellenschneide ist, bleibe ich beim Artrang skeptisch. Ich hab Megacollybia mal so mal gefunden. Zum Holz: Da reicht es ja, wenn mal ein Baum in der Wiese gestanden hat und die Wurzeln verrotten. Durch den Effekt kann ich im Sommer bei uns den Panzerrasling in der Wiese ernten und jetzt kommt er wieder als "Frost"-Rasling heraus..

VG, Jens

Re: Was könnte das sei?

UmUlmHerum, (vor 1082 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Rika,
vielen Dank für den Link. Das es da noch eine neue Art geben könnte, war mir
nicht bekannt Falls der einzige Unterschied die mal mehr, mal weniger
gefärbte Lamellenschneide ist, bleibe ich beim Artrang skeptisch. Ich hab
Megacollybia mal so mal gefunden. Zum Holz: Da reicht es ja, wenn mal ein
Baum in der Wiese gestanden hat und die Wurzeln verrotten. Durch den
Effekt kann ich im Sommer bei uns den Panzerrasling in der Wiese ernten
und jetzt kommt er wieder als "Frost"-Rasling heraus..
VG, Jens

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Hallo Jens,

der Artrang ist genetisch abgesichert. Unsicher ist nur, ob morphologisch mit den schwarzen Lamellenschneiden und event. den dunkleren Hüten als zuverlässige Merkmale unterschieden werden kann. Daher hatte Christoph ja dazu aufgefordert, von solchen Kollektionen Belege für genetische Überprüfung zu sammeln/trocknen. Wenn Du die öfter hast, kannst Du ja mal bei Christoph nachfragen, ob er oder jemand anders noch Exsikkate dafür sucht. Ich selbst finde immer nur weißschneidige Exemplare.

Hier noch mal der Link: https://forum.pilze-bayern.de/index.php/topic,1918.0.html?PHPSESSID=8b1e69cc8d5288367f3...
Zitat aus diesem verlinken Thread (Forum der BMG, Christph Hahn):
Würden, sagen wir mal 100 Kollektionen (50 mit und 50 ohne gefärbte Schneiden, davon jeweils sagen wir mal 25 mit und 25 ohne dunkelbraunen Hut) sequenziert werden, wären das ca. 3000 Euro. Danach wäre dieses Problem geklärt, da eine Korrelation zwischen Trennmerkmalen und DNA-Sequenz festgestellt würde oder es würde sich zeigen, dass wirklich nichts außer der Sequenzierung greift, das Problem also nicht gelöst werden kann.

Viele Grüße – Rika

Re: Was könnt das sei? Evt. Megacollybia marginata

UmUlmHerum, (vor 1082 Tagen) @ UmUlmHerum

Nur der Vollständigkeit halber:
Ich habe den vermuteten Namen Megacollybia marginata in den Betreff gesetzt, damit man diese Anfrage + Diskussion später besser wiederfindet (hatte ich vorhin bei meiner Antwort vergessen).
Gute Nacht + viel Regen – Rika

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Hallo Jens,
der Artrang ist genetisch abgesichert. Unsicher ist nur, ob morphologisch mit
den schwarzen Lamellenschneiden und event. den dunkleren Hüten als
zuverlässige Merkmale unterschieden werden kann. Daher hatte Christoph ja
dazu aufgefordert, von solchen Kollektionen Belege für genetische
Überprüfung zu sammeln/trocknen. Wenn Du die öfter hast, kannst Du ja mal
bei Christoph nachfragen, ob er oder jemand anders noch Exsikkate dafür
sucht. Ich selbst finde immer nur weißschneidige Exemplare.
Hier noch mal der Link:
https://forum.pilze-bayern.de/index.php/topic,1918.0.html?PHPSESSID=8b1e69cc8d5288367f3...
Zitat aus diesem verlinken Thread (Forum der BMG, Christph Hahn): Würden,
sagen wir mal 100 Kollektionen (50 mit und 50 ohne gefärbte Schneiden,
davon jeweils sagen wir mal 25 mit und 25 ohne dunkelbraunen Hut)
sequenziert werden, wären das ca. 3000 Euro. Danach wäre dieses Problem
geklärt, da eine Korrelation zwischen Trennmerkmalen und DNA-Sequenz
festgestellt würde oder es würde sich zeigen, dass wirklich nichts außer
der Sequenzierung greift, das Problem also nicht gelöst werden kann.

Viele Grüße – Rika

Re: Was könnte das sei?

Krötenhocker, (vor 1081 Tagen) @ UmUlmHerum

Hallo Rika,

Natürlich kann man sagen, dass die Genetik alleine einen Artrang rechtfertigt.
Aber dann können wir die bisherige Taxonomie auch schreddern. Sie muß uns doch auch weiterhin die Möglichkeit geben, Arten zu erschlüsseln, ohne jedesmal einen Gentest machen zu müssen, denn sonst würden viele der "neuen" Arten gar nicht mehr "im Feld" ansprechbar sein. Und damit auch nicht mehr in roten Listen oder ähnlichem überwacht werden können. Wir haben heutzutage die Möglichkeit, genetisch ziemlich genau zu differnzieren. Für mich bleibt aber die Frage, was uns das wirklich "im Feld" bringt. Aus meiner Sicht trennen sich gerade die genetische und die morphologische Taxonomie ohne viel Rücksicht aufeinander zu nehemen und ohne daß die Mykologie und deren Fachverbände neue Regeln für den Umgang in der Taxonomie mit den neuen Erkenntnissen in der Mykologie der "Großpilze" geschaffen hat. So steht jede nicht zusätzlich morphologisch abgesicherte Art doch automatisch auf der Roten Liste und ist vom Aussterben bedroht.

Aus Wikipedia zum Artbefgriff (https://de.wikipedia.org/wiki/Art_(Biologie):

"Historisch wie auch aktuell spielen zwei Ansätze von Artkonzepten eine wichtige Rolle:

auf der Grundlage einer angenommenen Fortpflanzungsgemeinschaft (biologischer Artbegriff)

auf Grund der Annahme einer Gruppe von Individuen mit charakteristischen gemeinsamen Artmerkmalen, mithilfe derer die Zugehörigkeit zu einer Art klar abgrenzbar sein soll und die anhand äußerer (morphologischer Artbegriff) oder erblicher Merkmale bestimmt werden."

Da fällt aus meiner Sicht bisher die Artanerkunng nur anhand von Genetik raus.

VG, Jens

Re: Was könnte das sei?

Krötenhocker, (vor 1081 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo nochmal,

der letze zitierte Teilsatz scheint mich Lügen zu strafen!
Egal, sinnvoll bleibt es aus meiner Sicht weiterhin nicht, die Taxonomiekonzepte über eine Kamm zu scheren.

VG, Jens