genial: Pilzmyzel als Fleischersatz

Verlierer, (vor 914 Tagen)

Hab gestern das erste mal davon gelesen, dass aktuell mehrere Startups versuchen, das Pilzmyzel selbst als Proteinquelle zu nutzen.

Genial! Da könnte ich also aus meine wertlosen Kubikmeter Sägemehl direkt in Nahrung umwandeln.

Ich versteh nur noch nicht, wie man das Myzel erntet.
Kann das Sägemehl zu 100% umgewandelt werden und man erhält nach 5-10 Tagen Eiweis-Teig ?

Einige von Euch züchten doch schon Austernpilze.

Was bleibt denn da vom Sägemehl/Stroh übrig ?

"bei Keen 4 Greens das Pilzmyzel selbst das Endprodukt: Es wächst in einer Nährlösung unter kontrollierter Luft- und Wärmezufuhr heran. Biomasse-Fermentation nennen Experten den Vorgang."

https://www.wiwo.de/erfolg/gruender/food-tech-fleisch-aus-pilzen-geht-das-auch-als-mass...

Ich träume ja immer noch von agri pv auf meiner zweiten Wiese (bei Ulm): www.4ina.de

PV wäre zwar priveligiert weil neben Bahn, aber wenn ich noch Gewächshausfolie drunter spanne, müsste ich dafür priveligierter Landwirt sein :-(

Drum hab ich schon öfter darüber nachgedacht, unter PV-Modulen Pilze zu züchten. Die brauchen ja nur Luft und Wärme.
Aber das Myzel dazu zu bringen, Fruchtkörper zu bilden, scheint mir nicht ganz so einfach.

Sägemehl "verschimmeln" zu lassen hingegen kann man doch mit hoher Luftfeuchtigkeit und 20+°C gar nicht verbocken :-)

Das geniale ist halt, das Sägemehl (Lingin) so gar nicht für Lebensmittel oder Biogas verwertbar ist.

Die Fruchtkörper sind doch eher lukrativ. Wobei das Kilo Champignions aus Polen auch nur unter 4 €/kg kostet.

Pilzmyzel müsste wirklich das absolut billigste Nahrungsmittel sein.

Und mir www.ketovegan.de geht es doch immer nur um die Nährwerte.

Wäre schön wenn hier jemand der Erfahrung mit Pilzzucht hat nun Ideen hätte, wie wir das Myzel "ernten" könnten.
Denke nicht dass man das auswaschen kann. Aber vielleicht bleibt wirklich nach 10 Tagen nichts als Pilzmyzel übrig..

https://prozesstechnik.industrie.de/news-food/fleischersatz-aus-pilzmyzel/

https://biooekonomie.de/nachrichten/neues-aus-der-biooekonomie/infinite-roots-frisches-...

das Roland
Ideen immer zu mir :-)
Ausreden woanders hin :-(

Re: genial: Pilzmyzel als Fleischersatz

krötenhocker, (vor 914 Tagen) @ Verlierer

Soylent Green lässt grüßen..., dachte ich beim lesen.
Also, du brauchst Bioreaktoren, keim-(sporen-)freies Substrat, den passenden Basidiomyceten (vielleicht Austernseitling) zum impfen und die technische Möglichkeit, aus der Suppe das Mycel kontinuierlich zu extrahieren. Also viel Energie und viel Wasser und die Möglichkeit, dies in einem kontstanten Umlaufprozess zu verarbeiten.
Ich mache etwas ähnliches im Komposter. Da hilft mir aber der Rest der Natur. Und es kommt Kompost bei raus, kein verwertbares Mycel, da auch dieses sich zersetzt.
Weißfäulepilze zersetzen Lignin im Holz. Den Rest zersetzen andere Pilze und Mikroben. Deshalb wird das nur mit Sägemehl nicht zu essbarem Mycel führen.
Aber zu Kompost!
Mit dem kann man prma Gemüse und Obst erzeugen...

c

Hab gestern das erste mal davon gelesen, dass aktuell mehrere Startups
versuchen, das Pilzmyzel selbst als Proteinquelle zu nutzen.
Genial! Da könnte ich also aus meine wertlosen Kubikmeter Sägemehl direkt in
Nahrung umwandeln.
Ich versteh nur noch nicht, wie man das Myzel erntet.
Kann das Sägemehl zu 100% umgewandelt werden und man erhält nach 5-10 Tagen
Eiweis-Teig ?
Einige von Euch züchten doch schon Austernpilze.
Was bleibt denn da vom Sägemehl/Stroh übrig ?
"bei Keen 4 Greens das Pilzmyzel selbst das Endprodukt: Es wächst in
einer Nährlösung unter kontrollierter Luft- und Wärmezufuhr heran.
Biomasse-Fermentation nennen Experten den Vorgang."

https://www.wiwo.de/erfolg/gruender/food-tech-fleisch-aus-pilzen-geht-das-auch-als-mass...
Ich träume ja immer noch von agri pv auf meiner zweiten Wiese (bei Ulm):
www.4ina.de
PV wäre zwar priveligiert weil neben Bahn, aber wenn ich noch
Gewächshausfolie drunter spanne, müsste ich dafür priveligierter Landwirt
sein :-(
Drum hab ich schon öfter darüber nachgedacht, unter PV-Modulen Pilze zu
züchten. Die brauchen ja nur Luft und Wärme.
Aber das Myzel dazu zu bringen, Fruchtkörper zu bilden, scheint mir nicht
ganz so einfach.
Sägemehl "verschimmeln" zu lassen hingegen kann man doch mit hoher
Luftfeuchtigkeit und 20+°C gar nicht verbocken :-)
Das geniale ist halt, das Sägemehl (Lingin) so gar nicht für Lebensmittel
oder Biogas verwertbar ist.
Die Fruchtkörper sind doch eher lukrativ. Wobei das Kilo Champignions aus
Polen auch nur unter 4 €/kg kostet.
Pilzmyzel müsste wirklich das absolut billigste Nahrungsmittel sein.
Und mir www.ketovegan.de geht es doch immer nur um die Nährwerte.
Wäre schön wenn hier jemand der Erfahrung mit Pilzzucht hat nun Ideen hätte,
wie wir das Myzel "ernten" könnten.
Denke nicht dass man das auswaschen kann. Aber vielleicht bleibt wirklich
nach 10 Tagen nichts als Pilzmyzel übrig..
https://prozesstechnik.industrie.de/news-food/fleischersatz-aus-pilzmyzel/

https://biooekonomie.de/nachrichten/neues-aus-der-biooekonomie/infinite-roots-frisches-...
das Roland
Ideen immer zu mir :-)
Ausreden woanders hin :-(

Re: genial: Pilzmyzel als Fleischersatz

Verlierer, (vor 901 Tagen) @ Verlierer

(sorry krötenhocker, Deine Antwort war nicht hilfreich, sorry.)

Heute gab es Beitrag von weitere Myzel-zu-Fleischersatz Firma Kynda: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/fleischersatz-diese-altern...

Da gibt es sogar Foto von der Extraktion: "Die Nährlösung mit dem Pilzwurzelgeflecht wird nach dem Fermentieren abgeseiht."

Dann wird also wirklich alle Biomasse (wohl auch nur 100% Sägemehl) zu Myzel, dass dann einfach durch "Kaffefilter" abgelasse wird.

Kynda verwendet einen Speisepilz aus der Gruppe der Schlauchpilze. Den Namen möchte Schnabel nicht verraten. „Der große Vorteil: Unser Pilzstamm braucht keine EU-Zulassung als neuartiges Lebensmittel (Novel Food).“ Denn er wurde vor der EU-Verordnung 1997 bereits regelmäßig in Europa verzehrt.

Wikipedia: die Schlauchpilze stellen mit Morcheln (Morchella) und Trüffeln (Tuber) die beiden kulinarisch herausragendsten Pilz-Delikatessen.

Seitlinge scheinen CO2 zu brauchen :-/

„Statt teure große Bioreaktoren zu kaufen, hat unser Team kapitaleffizient selbst welche aus preiswerteren Bierbraukesseln entwickelt“

Das sind im Grunde nur große Kochtöpfe: https://brauen.de/maischen-und-laeutern/braukessel-brautoepfe/?p=1

Das Myzel scheint so wenig Sauerstoff zu brauchen, dass man wohl nicht Luft durchblubbern muss.

„So sind wir endlich in der Lage, mit den stark subventionierten Fleischproduzenten zu konkurrieren.“ Nasstexturat aus Erbsenprotein kostet vier bis fünf Euro das Kilo im Großhandel. Kynda kann laut Schnabel schon jetzt für deutlich unter einem Euro produzieren.

Ich befürchte halt, dass wenn Myzel-Patties im Discounter angekommen sind wird sich der Preis dann doch am Fleisch orientieren :-(
Ich ärger mich immer noch, dass der Tofu von 1,79€ (400g) auf 2,19€ hochgesetzt wurde und da einfach belassen wird. Der Sojadrink ist von 1,15€ wieder auf 0,95€ auf Vor-Inflation runter und der Sojajogurt (400g) gar von 1,99€ nicht nur auf 1,39€, sondern aktuell auf 0,89€ herab.

Aber Tofu bleibt bei 2,19€ weil die Leute das teurere Zeug kaufen sollen :-(

Meine beste Altersversorgung hab ich ja gefunden als ich die Nährwerte von Brennnesseln erfahren hab. Lecker ist die aber nicht. (Zu Tofu passt sie übrigens gut.)
Aus Sägemehl mit einem "Kochtopf" Fleischersatz machen zu können wäre mir durchaus wichtig..

Also Ideen zu mir

Re: genial: Pilzmyzel als Fleischersatz

Krötenhocker, (vor 901 Tagen) @ Verlierer

Du scheinst auf simpelste Werbung hereinzufallen. Also, wenn du dumm untergehen willst, werde ich dich vom Verlieren nicht abhalten!