Nur 3 kleine M.s., aber dafür...

ajuga, (vor 8545 Tagen)

Nur drei kleine Mitrophoras habe ich heute auf einer meiner letzten Morchel-Erkundungen (Erkundungen, weil ich auch gleichzeitig immer noch nach geeigneten Stellen Suche - Vorbereitungen für die nächste Saison eben...) gefunden.

Eigentlich habe ich eine gute Esculenta-Stelle besucht, aber trotz geeigneten Wetters in den letzten Tagen, ist hier wohl nichts mehr zu holen.

Dann habe ich eine riesige Rindenmulchstelle im Wald entdeckt. Die Stelle ist wohl vor ein paar Jahren gerodet/abgeholzt worden und der Holz- und Rindenabfall wurde scheinbar dort liegengelassen. Der Mulch ist teilweise bis zu 20 cm dick und an vielen Stellen dicht bewachsen. Es handelt sich um eine Strafraum-große (!!) Fläche in einem Tal. An den Hängen Fichten, Eschen und Kiefern. Bachauf- und abwärts junge Eschenwälder. Ich denke, dies dürfte eine perfekte Spitzmorchelstelle sein. In der Nähe befinden sich auf jedenfall Stellen, an denen ich immerhin schon semiliberas und esculentas gefunden habe! Diese Stelle habe ich vorher aus irgendwelchen Gründen nie beachtet bzw. ist sie mir nie aufgefallen. Im nächsten Frühjahr weiß ich dann, ob die Stelle wirklich gegeignet ist...

Während die Morchelfruchtkörper eher durch Abwesenheit glänzten, gab es in der Pflanzenwelt mehr zu sehen - nämlich die ersten prächtigen Orchideen. Die eine habe ich jetzt im Nachhinein mit dem "Rothmaler" und einem Bild im Kopf als Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea) bestimmt. Sicher bin ich aber nicht wirklich. Zur Gattung Orchis hat sie aber bestimmt gehört...

ajuga

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Re: Nur 3 kleine M.s., aber dafür...

Heinz Ebert ⌂, (vor 8544 Tagen) @ ajuga

Hallo Ajuga,
wenn die Rindenmulchstelle wirklich schon ein paar Jahre alt ist, dann wirst du keine Morcheln mehr finden, die erscheinen nämlich nur im ersten Jahr nach dem Ausbringen des Rindenmulches. Niemand weiß bisher, warum das so ist. Für meine Begriffe ein prima Thema für eine Diplomarbeit, wie wärs?
Beste Grüße aus der Vulkaneifel, Heinz Ebert

Nur drei kleine Mitrophoras habe ich heute auf einer meiner letzten
Morchel-Erkundungen (Erkundungen, weil ich auch gleichzeitig immer noch
nach geeigneten Stellen Suche - Vorbereitungen für die nächste Saison
eben...) gefunden.
Eigentlich habe ich eine gute Esculenta-Stelle besucht, aber trotz geeigneten
Wetters in den letzten Tagen, ist hier wohl nichts mehr zu holen.
Dann habe ich eine riesige Rindenmulchstelle im Wald entdeckt. Die Stelle ist
wohl vor ein paar Jahren gerodet/abgeholzt worden und der Holz- und
Rindenabfall wurde scheinbar dort liegengelassen. Der Mulch ist teilweise
bis zu 20 cm dick und an vielen Stellen dicht bewachsen. Es handelt sich
um eine Strafraum-große (!!) Fläche in einem Tal. An den Hängen Fichten,
Eschen und Kiefern. Bachauf- und abwärts junge Eschenwälder. Ich denke,
dies dürfte eine perfekte Spitzmorchelstelle sein. In der Nähe befinden
sich auf jedenfall Stellen, an denen ich immerhin schon semiliberas und
esculentas gefunden habe! Diese Stelle habe ich vorher aus irgendwelchen
Gründen nie beachtet bzw. ist sie mir nie aufgefallen. Im nächsten
Frühjahr weiß ich dann, ob die Stelle wirklich gegeignet ist...
Während die Morchelfruchtkörper eher durch Abwesenheit glänzten, gab es in
der Pflanzenwelt mehr zu sehen - nämlich die ersten prächtigen Orchideen.
Die eine habe ich jetzt im Nachhinein mit dem "Rothmaler" und
einem Bild im Kopf als Purpur-Knabenkraut (Orchis purpurea) bestimmt.
Sicher bin ich aber nicht wirklich. Zur Gattung Orchis hat sie aber
bestimmt gehört...
ajuga

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Mulcheln

ajuga, (vor 8543 Tagen) @ Heinz Ebert

Hallo!

Ich denke, dass es draußen in der Natur möglicherweise etwas anders laufen könnte, als im heimischen Garten. Die Art des Mulches, der Untergrund und die Schichtdicke unterscheiden sich ja nicht unerheblich.

Das Diplomarbeits-Thema würde ich bestimmt nehmen. Nur muss mir noch jemand einen betreuenden Professor herzaubern. Hier in Jena sieht es nicht gut aus...

ajuga

Hallo Ajuga,
wenn die Rindenmulchstelle wirklich schon ein paar Jahre alt ist, dann wirst
du keine Morcheln mehr finden, die erscheinen nämlich nur im ersten Jahr
nach dem Ausbringen des Rindenmulches. Niemand weiß bisher, warum das so
ist. Für meine Begriffe ein prima Thema für eine Diplomarbeit, wie wärs?
Beste Grüße aus der Vulkaneifel, Heinz Ebert