Blasser Rötling, Schlehenrötling

Volker, (vor 8529 Tagen)

Entoloma sepium (Noullelet-Dassier)Richon & Roze
Blasser Rötling, Schlehenrötling
Auf dem Schulgartengelände im Rasen unter Prunus domestica in
großer Anzahl gefunden, hier ein paar Bilder:

[image]

[image]

Die rötliche Färbung ergibt sich durch ausfallendes Sporenpulver.

[image]

Lamellen:
cremfarben, älter mit rosa Schein,(wie hier abgebildet) vom Sporenpulver!

Nähere Informationen zum Fund findet ihr unter Pilzverein "Heinrich Sternberg" Rehna

Eintrag gesperrt

Warum ohne DGfM ?

Oktober, (vor 8528 Tagen) @ Volker

Hallo Volker,

erstmal finde ich Eure Seite ganz gut gelungen.

Wenn ich das aber richtig verstanden habe, ist Euer neu gegründeter Pilzverein "Heinrich Sternberg" außerhalb der DGfM organisiert.
Stellt sich mir die Frage warum?
Die Position der DGfM, zur Durchsetzung vieler längst fälligen Forderungen und einheitlicher Regelungen wird dadurch leider nicht gestärkt.

Gruß
Oktober

Eintrag gesperrt

Re: Warum ohne DGfM ?

gunter, (vor 8528 Tagen) @ Oktober

Hallo Oktober,

vielleicht kann ich dir sagen, warum die DGfM bei vielen ehemaligen Pilzberatern der Region Brandenburg nicht den nötigen Zulauf findet:

- die nach außen dringenden internen Auseinandersetzungen im Verein werden
öfter wahrgenommen als die eigentlichen fachl. Interessen.
- die Bürokratie ist zT.wichtiger als die gesetzten Interessen
Bsp.: vor zwei Jahren wurde eine Bekannte hier in Brandenburg der
Sachkundigenprüfung unterzogen. Sie bestand diese Prüfung. Es waren ein
Referent der DGfM, und zwei weitere kompetente Fachleute alsPrüfer anwesend.
Die bestandene Prüfung wurde nicht anerkannt und mußte im Folgejahr
wiederholt werden. Grund: die Prüfung wurde (möglicherweise) nicht fristgemäß
vorher angemeldet. -Welch ein Vergehen ! Diese Prüfung fand am Rande einer
myk. Veranstaltung teil. Ca. 40 teilnehmende "Pilzler" waren
zutiefst "erstaunt", um es nett auszudrücken.
Ich selbst hatte bei meinem Eintritt in die DGfM gemeinsam mit anderen
Unterlagen eine Kopie meines "Pilzberaterausweises" mit eingesandt. Eine
Bestätigung als Sachkundiger bekam ich nicht, da besagte Kopie von mir
angeblich nicht geschickt worden ist. Jedenfalls ist sie verschwunden. Macht
nichts, unverbindlich beraten kann ich auch ohne aktuellen Zettel,
-entschuldigung natürlich Ausweis. Zur Zeit sind wir hier in Brandenburg auch
dabei einen mykolog. Verein zu bilden ob mit oder ohne DGfM weiß ich nicht.
Wenn mit, dann hoffe ich, das ich genug positive Erfahrungen mache um meine
Einstellung zu ändern.

Tschüß Gunter

Eintrag gesperrt

Richtigstellung - statt Gerüchte

Peter, (vor 8528 Tagen) @ gunter

Hallo Gunter und all die anderen,

solche Äußerungen verwundern mich doch immer wieder.

1) Die internen Auseinandersetzungen im Verein existieren wohl am ehesten in den Köpfen derer, die nicht im Verein sind und so etwas gerne "hineinreden" möchten. Wer beispielsweise die letzten Mitgliederversammlungen besucht hat, weiß, wie hier konstruktiv gearbeitet wird.

2) Wenn eine Pilzsachverständigenprüfung nicht vorher schriftlich bei der DGfM angemeldet und von der DGfM genehmigt wird, kann diese auch im Nachhinein nicht von der DGfM anerkannt werden (siehe Prüfungsordnung für Pilzsachverständige der DGfM). Dies ist nicht zuletzt eine Form von Qualitätssicherung.
Die Schuld für diese von den Prüfern verursachten Fehler der DGfM zu geben, ist wohl nicht korrekt.

3) Der Fall deines anscheinend verlorenengegangenen "Pilzberaterausweises" ist mir unbekannt (muss wohl schon einige Jahre her sein). Kann auch nicht ganz nachvollziehen, warum du da nicht nachgehakt hast oder eine andere Kopie schicktest.
Ich biete aber selbstverständlich an, den Fall zu prüfen. Meine Adresse findest du in der Z.Mykol.

Peter Reil
Schriftführer der DGfM

PS: Die DGfM kann nichts dafür, wenn einzelne Mitglieder Fehler machen. Dies kann nie ganz ausgeschlossen werden. Aber ich bitte zu bedenken: Nur Mitglieder die arbeiten, können auch auch Fehler machen.

Eintrag gesperrt

Re: Warum ohne DGfM ?

Christoph ⌂, (vor 8527 Tagen) @ gunter

Hallo Günther,

natürlich hat jeder Verein/Arbeitsgruppe etc. das Recht, sich unabhängig von der DGfM zu organisieren. Und wenn viele Brandenburger (ich weiß ja nicht, für wie viele du redest) die DGfM außen vor lassen wollen, so ist auch das ihr gutes Recht. Selbstverständlich.

Ich frage mich auf der anderen Seite genau wie Oktober nur nach dem Warum und dem Sinn. Auch diesen muss man nicht klarstellen, man kann ja machen was man will. Wir sind schließlich ein freies Land und die DGfM ist keine "Zwangsorganisation", der man beitreten muss, um Pilze bestimmen zu können.
Eine starke Dachorganisation kann aber viel mehr Lobbyarbeit für Umweltschutz und Pilze betreiben als viele kleine lokale Grüppchen. Und die DGfM hat nunmal eine lange Tradition in Deutschland. Es gibt in vielen Verbänden persönliche Animositäten oder einzelne schwarze Schafe oder sonstwas, was einem stören mag. Man sollte sich aber sicher auch fragen, was man auf Dauer erreichen möchte. Interessen kann man meist nur in der Gemeinschaft durchsetzen, im Naturschutz schon dreimal.

Zur Pilzsachverständigenausbildung: Die DGfM versucht seit vielen Jahren die Qualität der Ausbildung und Prüfung auf einem hohen Niveau zu halten. Ich bin auch der Meinung, dass dies gelungen ist. Leider will unser Staat die Prüfung trotzdem nicht anerkennen. Die DGfM kämpft aber schon seit Jahren genau darum. Und eine staatliche Abnerkennung würde viele Möglichkeiten für die einzelnen Pilzsachverständigen ergeben. Damit das aber erreicht werden kann, ist ein wenig Bürokratie nötig. Es muss feste Richtlinien geben, also eine Prüfungsordnung. Und die muss strikt eingehalten werden, sonst könnte man zu Recht sagen, dass da Willkür mit dabei ist. Jedenfalls wäre mit vielen Ausnahmen und Augen Zudrücken eine staatliche Anerkennung in sehr weite Entfernung gerückt. Die Prüfung muss rechtzeitig angemeldet werden, so steht's in den Statuten. Das ist auch eine Art der Kontrolle. Ich will jetzt nicht Beispiele aufzählen, was passieren würde, wenn man nicht vorher anmelden müsste, wenn man das negativ ausnutzen will. Es gibt aber solche Möglichkeiten.

Dass ihr die Prüfung mit bestem Vorsatz und Glauben gestellt habt, glaube ich natürlich und steht auch nicht zur Diskussion. Für die Prüflinge ist es natürlich mehr als nervig, wenn ihre bestandene Prüfung nicht anerkannt wird.

Aber warum der DGfM die Schuld dafür geben? Wieviel arbeit ist es, Peter Reil einen Brief oder eine mail zu schicken, in der man vorher den geplanten Termin und den zugehörigen Kurs ankündigt? 5 Minuten? Plus Weg zur Post bei klassicher Vorgehensweise. Warum war das den Organisatoren zu viel? Ich würde mich als Prüfling über die Prüfer ärgern.

Es wöre schade, wenn überall eigene Süppchen gekocht werden würden. Vielleicht gibt es ja immer noch eine Möglichkeit, wieder zusammen zu kommen. Wenn ihr das nicht wollt, ist es natürliche euer Recht und eure Enrtscheidung.

Ihr könnt Kritik und Diskussion aber auch gerne "in der Höhle des Löwen", sprich im DGfM-Forum direkt äußern bzw. weiterführen. Ich bin sicher, dass es zu einer konstruktiven Diskussion käme. Falls ihr das wollt: unter www.dgfm-ev.de/phorum kann man jederzeit auch die DGfM kritisieren ;-) Dass die Form gewahrt bleiben muss ist hierbei natürlich selbstverständlich.

Grüße
Christoph ;-)

Eintrag gesperrt

Re: Warum ohne DGfM ?

gunter, (vor 8526 Tagen) @ Christoph

Hallo Christoph,

ich wollte mir keineswegs das Recht zuerkennen generell für die Brandenburger (egal wie viele ) zu sprechen, ich habe nur mit einigen Beispielen versucht wiederzugeben was hier ankommt. Ich stelle auch keinesfalls die Ziele der DGfM in Frage, oder versuche negative Aspekte als vordergründig darzustellen. Doch leider finden solche eher Beachtung, und werden zugegebenermaßen auch entsprechend hochgeschaukelt. Zu der Voranmeldung der Prüfung möchte ich nur sagen, das ich ausgewählte !!! Referenten der DGfM - denn das ist nicht jeder,
durchaus für verantwortungsbewußt und kompetent genug halte um Prüfungen selbständig vorzunehmen und auch zu verantworten, ohne erschwerende bürokratische Hindernisse zumal sie diese Prüfungen üblicherweise nicht alleine vornehmen - was ich kritisch ansprechen will, ist das Bild das sich bei verschiedenen Situationen ergeben hat. Übrigens war sich der Referent sicher, ein Fax abgeschickt zu haben - vielleicht liegt es bei meiner Kopie des Pilzberaterausweises - aber im Ernst, hier hätte ich einfach im Sinne der Sache gehandelt und entschieden und damit gegen ein angekratztes Image und für den Prüfling, der hieran keinerlei Schuld trägt. Man kann sich das Leben auch selbst schwer machen. Der Hang zum bürokratischen Perfektionismus ist nicht immer der Menschen bzw. Mitgliederfreundlichste auch drückt sich hier ein mangelndes Vertrauen in die eigenen Referenten aus. Vielleicht sollten solche Dinge künftig flexibler und "im Sinne des Angeklagten" abgehandelt werden, das ist für mich eine Frage der gegenseitigen Achtung, denn letztendlich gebe ich Dir recht, sollte uns das gemeinsame Interesse an den Pilzen und auch an einer
zuverlässigen Pilzberatung eher einen als zersplittern.

Tschüß Gunter

Eintrag gesperrt

Re: Warum ohne DGfM ? - Sowie neue PSV-Richtlinien

Christoph ⌂, (vor 8526 Tagen) @ gunter

Hallo Gunter,

ich habe natürlich keine Ahnung von dem ganzen Sachverhalt. Ich biete dieses Jahr ja selber einen Kurs mit Prüfung an. Ich hatte denselben bei Peter Reil angemeldet und sofort eine Rückmeldung, sprich Eingangsbestätigung bekommen. Es war alles kein Problem.
Das Kind ist nun leider in den Brunnen gefallen, und Fragen wie "Was wäre gewesen, wenn man wegen mangelnder Rückmeldung noch mal nachgefragt hätte" erübrigen sich. Ihr/Du hast sicherlich im besten Sinne gehandelt. Ich kann nur hoffen, dass solche "dumm-gelaufen"-Fälle die Ausnahme bleiben. Es wäre ja auch schade, wenn aufgrund von bürokratischen Problemen die Pilze auf der Strecke bleiben.

Übrigens hat gestern aufgrund deines Beitrags jemand im DGfM eine Diskussion über die Richtlinien der Pilzsachverständigenausbildung/-prüfung im DGfM-Forum begonnen. Ich würde mich freuen, wenn hier viel Feedback käme. Schließlich betrifft das alle tätigen (indirekt) und auch alle noch werdenden Pilzberater.
Der Erstbeitrag ist unter http://www.dgfm-ev.de/phorum/read.php?f=1&i=268&t=268 zu finden.

Vielleicht sollten solche Dinge künftig
flexibler und "im Sinne des Angeklagten" abgehandelt werden, das
ist für mich eine Frage der gegenseitigen Achtung, denn letztendlich gebe
ich Dir recht, sollte uns das gemeinsame Interesse an den Pilzen und auch
an einer
zuverlässigen Pilzberatung eher einen als zersplittern.

Hier gebe ich dir natürlich Recht. Schließlich gilt der Spruch "Einigkeit macht stark" immer noch. Letztendes sind wir ohnehin schon durch das gemeinsame Hobby Pilze miteinander verbunden, sei es über dieses Forum, über lokale Pilzvereine oder Dachorganisationen. Hauptsache ist aber, dass man die Lust am Hobby nicht verliert. Denn das wäre sehr schade ;-)

Grüße
Christoph

Eintrag gesperrt

Etwas für die Umfrage der Woche?

Oktober, (vor 8526 Tagen) @ gunter

Der Konsenz aus den Beiträgen ist "Gemeinsamkeit macht stark".
Das sahen größere Interessengruppen wie DGB, DFB, DLRG, DRK etc. ebenfalls so und hatten auch entsprechenden Erfolg damit.
Es wäre doch interessant zu wissen, wie die Bereitschaft unter uns Pilzfreunden aussieht, sich innerhalb einer einzigen "Dachgesellschaft" DGfM zu organisieren.
:-)

Gruß
Oktober

Eintrag gesperrt

Kleines Missgeschick oder doch mehr .......

Peter, (vor 8525 Tagen) @ gunter

Hallo Gunter,

du stellst diese "danebengegangene" PSV-Prüfung als ein kleines Missgeschick dar, so nach dem Motto: "Das kann ja mal passieren." Dem muss ich entschieden widersprechen. Es handelt sich hierbei nicht um eine kleine Nachlässigkeit, sondern um einen groben Verstoß (bzw. mehrere).

Auf die Gefahr mich zu wiederholen, nur 4 der "Missgeschicke":

Wenn eine PSV-Prüfung durchgeführt werden soll, muss diese angemeldet werden. Dies unterblieb, bzw. kam eben nicht an. Ein Nachweis über ein abgeschicktes Fax konnte nicht erbracht werden. Den Nachweis, dass bei meinem Fax 100%ig nichts ankam konnte ich schriftlich vorweisen(!). (1. Fehler)

Bei einer angemeldeten Prüfung wird diese nach Prüfung durch die DGfM genehmigt und mitgeteilt. Es gab keine Mitteilung, da keine Anmeldung vorlag. Bereits da hätten sich die Prüfer melden müssen. (2. Fehler)

Bei einer PSV-Prüfung benennt der von der DGfM damit Beauftragte (momentan meine Person) die dreiköpfige Prüfungskommission(!) und teilt sie mit. Prüfer-Vorschläge können selbstverständlich gemacht werden, aber die Entscheidung obliegt der DGfM. Wie soll die DGfM Prüfer benennen, wenn sie nicht weiß, dass eine Prüfung stattfindet? (3. Fehler)

Wie kann man eine PSV-Prüfung durchführen, wenn man keinerlei vorherige Rückmeldung durch die DGfM hatte? (4. Fehler)

Ich weiß auch nicht, was daran übertrieben bürokratisch sein soll, wenn man lediglich formlos(!) schriftlich die Prüfung anmeldet und auf eine entsprechende Antwort wartet. Dies kann man wohl erwarten!

Eine unangemeldete PSV-Prüfung im Nachhinein anerkennen zu lassen, dies wird es bei der DGfM nie geben, das darf auch nicht sein. Der erreichte hohe Stand der Qualität bei den Pilzsachverständigen bei Ausbildung, Prüfung und Weiterbildung muss unbedingt erhalten bleiben.

Glücklicherweise sind das nur absolute Ausnahmefälle.

Freundliche Grüße

Peter Reil

PS: Es ärgert mich sehr, dass in diesem Fall viel erzählt wird, was absolut nicht der Wahrheit entspricht. Man sollte auch zu seinen Fehlern stehen können.

Die einzige, die mir wirklich leid tut, ist die Prüfungskandidatin, die in bestem Glauben ihre Prüfung ablegte. Sie kann absolut nichts dafür! Ich bin froh, dass zwischenzeitlich die Prüfung (ordnungsgemäß !) wiederholt wurde und sie bestanden hat.

Eintrag gesperrt

apropos Prüfungskommission

Birgit, (vor 8525 Tagen) @ Peter

Hallo Peter, hallo Gunter

Bei einer PSV-Prüfung benennt der von der DGfM damit Beauftragte (momentan
meine Person) die dreiköpfige Prüfungskommission(!) und teilt sie mit.
Prüfer-Vorschläge können selbstverständlich gemacht werden, aber die
Entscheidung obliegt der DGfM. Wie soll die DGfM Prüfer benennen, wenn sie
nicht weiß, dass eine Prüfung stattfindet? (3. Fehler)

hier liegt für mich noch ein sehr nachvollziehbarer Grund warum eine Pilzberaterprüfung angemeldet werden muß. Die Beisitzer müssen nämlich laut Richtlinien der DGFM keine besondere Qualifikation besitzen, sie werden vom Beauftragten der DGFM bestimmt. Dieser wird sicherlich darauf achten, daß auch bei den Beisitzern die nötige Qualifikation vorhanden ist. Wäre eine vorherige Anmeldung nicht nötig, sollten zumindestens in den Richtlinien auch Anforderungen an die Beisitzer schriftlich festgehalten sein.

herzliche Grüße

Birgit