Agaritin -Panikmache oder ernstzunehmendes Risiko?

EricS ⌂, (vor 8471 Tagen)

Hallo zusammen,

ich habe heute von einer Publikation gelesen (im Journal 'Cancer Research'), in der über cancerogene Inhaltsstoffe von Zuchtchampignons berichtet wurde. So erkrankten in Tierversuchen Labormäuse bei Fütterung mit rohen Agaricus bisporus an Krebs, was auf das darin enthaltene Agaritin zurückgeführt wird.

Das ist ja einerseits besorgniserregend, doch fragt man sich, ob das Thema nicht auch etwas hochgepuscht wird. Schließlich werden Champignons ja schon seit anno dazumal als Speisepilze geschätzt und weltweit im Tonnenmaßstab verzehrt.

Kommen jetzt immer mehr "Speisepilze" auf den Index, weil bedenkliche Substanzen darin entdeckt werden? Weiß jemand von Euch, ob vielleicht auch schon Vergiftungen mit (echten) Zuchtchampignons, also nicht auf Verwechslung beruhend, bekannt sind? Steht der Zuchtchampignon bald in Gesellschaft mit dem ja erst seit kurzem als "Giftpilz" erkannten Grünling im Blickpunkt toxikologischen Interesses?

Rein historisch wäre die Entdeckung des A.bisporus als Giftpilz die Fortsetzung einer Liste in der auch einige berühmt-berüchtigte Namen zu finden sind:

Paxillus involutus: der Kahle Krempling wurde früher gern gegessen, bis er als Verursacher schwerer Vergiftungen entlarvt wurde. In Freiburg war er auch noch lange nach dieser Entdeckung noch auf dem Markt zu haben.

Gyromitra esculenta: der lat. Name sagt es schon. esculentus=eßbar. Die Frühjahrs-Lorchel war ebenfalls ein beliebter Speisepilz. Das darin enthaltene Gift Gyromitrin ist flüchtig und damit durch Abkochen der Pilze entfernbar. Dennoch wurden schwere Vergiftungen damit bekannt.

Tricholoma equestre: dem gerühmten Grünling wurden erst vor kurzem Vergiftungsfälle nachgewiesen. Mehr dazu z.B. bei der DGfM: http://dgfm-ev.de/www/de/aktuelles/gruenling1.php3

Lyophyllum connatum: der Weiße Rasling wurde ebenfalls gern gegessen - bis man das mutagen wirkende Lyophyllin darin nachweisen konnte.

Warten wir ab, was uns die Analytiker noch so liefern. Um einmal eine kleine Diskussion anzustoßen: Was denkt Ihr darüber?

Viele Grüße,

Eric

PS: Es kann gut sein, daß dieser Beitrag einige Unschärfen enthält. Wenn jemand mich da korrigieren kann, bin ich dankbar dafür.

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Re: Agaritin -Panikmache oder ernstzunehmendes Ris

Harald Andres Schmid, (vor 8471 Tagen) @ EricS

hallo,
Ich denke, mehr noch als in anderen Wissenschaften ist die Mykologie ein Gebiet, wo der Stand des Wissens gleichbedeutend ist mit dem aktuellen Stand des Irrtums.
Dazu kommt, dass unser Fachgebiet eng verzahnt ist mit den Bereichen Ernährung und Gesundheit.
Dort verhält es sich ähnlich.
Das macht alles noch schlimmer.
Ein Arzt hat in seiner Ausbildung ca. 2 Tage Ausbildung über Ernährung.
Kommentar überflüssig.
Ein hochkomplexes Thema.
Da schiessen denn alle möglichen Gesundheitslehren ins Kraut, die sich mit Ernährung befassen.
Wenn man genau hinschaut, widersprechen sie sich alle (Trennkost, 5-Elemente-Theorie, etc. sowie die Ernährungsregeln der Schulmedizin).
Das öffnet Tor und Tür für unendliche Formen des Sektierertums in der Ernährungsforschung.
Was letzlich giftig ist, lässt sich am besten mit dem alten "auf die Dosis kommt es an" abtun.
Aber es ist komplizierter.
Und brutal: sich auf den momentanen Stand des Irrtums verlassen zu müssen, und zu hoffen, mit heiler Haut davonzukommen.
Ein Beispiel aus einem anderen Gebiet:
Ich bin nebenbei Langstreckenläufer.
Bis jetzt galt die Regel, um beim Marathon nach km 30 nicht tot zusammenzubrechen:
Trinken, was das zeug hält unterwegs, wie ein Kamel möglichst, auch wenn man noch keinen Durst verspürt, vor allem bei einem kräftigen, muskulösen 1.92-Mann wie mir.
Alle haben es beherzigt.
Jetzt hat es Tote gegeben beim Boston-Marathon.
Wasservergiftung!!!
Kein Witz!!!
Das kannte man noch nicht, wirklich nicht! Letale Wasserdosen!
Des Rätsels Lösung:
Wenn man genug Salz verloren hat, wirkt Wasser tödlich.
Gut: Wir werden uns auf den Stand des Irrtums verlassen müssen und den Schutzengel dabei zu haben, schadet auch nichts...
Gruss, Harald Andres

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Re: Agaritin -Panikmache oder ernstzunehmendes Ris

Gerd-A, (vor 8471 Tagen) @ EricS

Hallo Eric,

Zitat:

Ich habe heute von einer Publikation gelesen (im Journal 'Cancer Research'),
in der über cancerogene Inhaltsstoffe von Zuchtchampignons berichtet
wurde. So erkrankten in Tierversuchen Labormäuse bei Fütterung mit rohen
Agaricus bisporus an Krebs, was auf das darin enthaltene Agaritin
zurückgeführt wird.

Antwort:
Nicht das Agaritin ist das Problem, sondern einige Derivate, die durch chemischen oder biologischen Abbau des Agaritins entstehen.

Welchen Schluss man daraus für sich persönlich ziehen sollte, sei jedem selbst überlassen.
---> Zumindestens sollte man prüfen, ob man in Zukunft auch auf den Rohgenuss von Champignons (z. B. Reinschnippseln in Salat) verzichten sollte.
---> Denn, es sollte eigentlich bekannt sein, das fast alle - auch ausgezeichnetet Speisepilze - meist gastrointestinal wirkende oder blutzersetzende Gifte enthalten, die durch Erhitzung zerstört werden.

Liebe Grüße Gerd

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Und, damit sich jeder selbst ein Bild machen kann:

Nachfolgend ein Auszug, den H. Clémencon in "TOXIKOLOGISCHE LITERATUR-RÜCKSCHAU:. AGARITIN, MYCOLOGIA HELVETICA, VoL2 No2, pp.267—275 (1987)" zusammengestellt hat, wobei ich die Literaturzitate () entfernt habe:

"Seit einem Jahrzehnt bemühen sich Chemiker und Krebsforscher festzustellen, ob das im Kulturchampignon Agaricus bisporus enthaltene Hydrazinderivat "Agaritin" mutagen oder gar krebserregend ist. Mit Hilfe des Dokumentationsdienstes UNIDOC der Universitätsbibliothek Lausanne wurden 24 Publikationen zu diesem Thema erfasst, von denen 20 zur Auswertung für die vorliegende Rückschau geeignet waren.

Der CHEMIE des Agaritins sind 6 Arbeiten gewidmet ().
Mit dem NACHWEIS des Agaritins befassen sich die Veröffentlichungen Nr. .... Es geht daraus hervor ...
Der TOXIKOLOGIE widmen sich neun Veröffentlichungen, ...

Es geht daraus hervor, dass das Agaritin selbst nicht oder nur sehr schwach krebserregend ist (), wohl aber einige seiner Derivate, die durch chemischen oder biologischen Abbau des Agaritins entstehen (). Agaricus bisporus besitzt ein Enzym, das diesen Abbau im lebenden Pilz beschleunigt (), so dass die Pilze in verschiedenen Graden krebserzeugend sein können. Durch den Abbau des Agaritins wird die Mutagenität (im Bakterientest) um das 8-l6fache gesteigert (), die Krebserzeugung (bei Mäusen) um das 2-6fache ().

Die HANDELSPILZE wurden in frischer, gefrorener, getrockneter und in Büchsen eingemachter Form untersucht (). Es folgt aus diesen Untersuchungen, dass junge Pilze mehr Agaritin enthalten als alte (), die frühen Ernten eines Kulturansatzes weniger als die späten Ernten (), und dass auf synthetischem Kompost gewachsene Champignons stärker agaritinhaltig sind als die auf natürlichem Kompost gewachsenen (). Der Agaritingehalt der Frischpilze wird als 400-700 mg/kg (), 94-629 mg/kg () und 330-1730 mg/kg () angegeben.
Im Kühlschrank verlieren die Frischpilze in einer Woche 2-47% () oder bis 68% () ihres Agaritins. Eine andere Analyse zeigte, dass sie nur noch 0,33 mg/kg enthalten (). Büchsenpilze enthalten 87% weniger Agaritin als Frischpilze (), aber immerhin noch 1-55 mg/kg (), während der Saft in der Büchse 3-103 mg/l Agaritin enthält (). Nach Abbrühen enthalten die Pilze nur noch 1/3 () bis 2/3 () oder gar nur 5% () ihres Agaritins. Trockenpilze enthalten die höchsten Werte, nämlich 2,11-6,9 g/kg. Aufbewahren, Gefrieren und Abbrühen reduzieren zwar den Agaritingehalt, aber da dessen Abbauprodukte krebserzeugend sind, bedeutet das unter Umständen eine Erhöhung der Krebsgefahr, besonders dann, wenn lebende Pilze, die ja ein Abbau- Enzym enthalten () längere Zeit gelagert werden.

Die VERBREITUNG des Agaritins bei verschiedenen Pilzarten wurde 3 mal untersucht (). In 43 essbaren Pilzen der Gattungen Agrocybe, Amanita, Armillaria, Boletus, Calocybe, Cantharellus, Clitopilus, Coprinus, Craterellus, Flammulina, Hirneola, Hydnuin, Hygrophorus, Kuehneroinyces, Lactarius, Langermannia, Leccinum, Lentinus, Lepista, Leucoagaricus, Lycoperdon, Macrolepiota, Marasmius, Morchella, Pleurotus, Russula, Sarcodon, Stropharia, Suillus, Tricholoma, Tuber, Volvariella und Xerocomus wurde kein Agaritin festgestellt, wohl aber in 11 Agaricus-Arten, nämlich A. arvensis, augustus, bisporus, bitorquis, campester, edulis, excellens, macrosporus, niveolutescens, perrarus, silvicola, subperonatus und vaporarius (.). Nur 5 Agaricus-Arten, die aber aus andern Gründen für die industrielle Kultur kaum in Frage kommen, enthalten nicht mehr feststellbare Mengen oder gar kein Agaritin, nämlich A. haemorrhoidarius, langei, meleagris, silvaticus und xanthoderma ()."

Es folgen Kurzfassungen der 20 ausgewerteten Publikationen.

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Re: Agaritin -Panikmache oder ernstzunehmendes Ris

Thomas Pruß, (vor 8470 Tagen) @ EricS

Moin Eric,
Bei der Auswertung solcher Untersuchung und der Interpretation ist immer Vorsicht angebracht.

1. Welche Mengen mussten die Mäuse über welchen Zeitraum fressen?
Wenn sie ausschließlich oder überwiegend Champignons zu fressen bekamen, dann ist das Ergebnis schon vom Versuchsaufbau her falsch. Hier gilt in der Tat die Erkenntnis des Theoprastus Bombastus von Hohenheim, genannt „Paracelsus“: „Die Menge macht, dass es ein Gift ist“.
Das ist so ein ähnliches Experiment wie das, wo Mäuse nur Schokolade bekamen und anschließend an Krebs erkrankten. Schlagzeile: „Schokolade macht Krebs!“

2. Labormäuse sind keine Menschen. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass beide Säugetiere sind (und dass einige Menschen genau so süß aussehen wie die Mäuse, weshalb man ihnen den passenden Kosenamen verpasst ;-)). Das bedeutet, dass etliche Stoffwechselprozesse anders ablaufen, dass der Bestand an Enzymen ein anderer ist usw. Was Mäuse tötet, kann der Mensch locker wegstecken. Entweder, weil er beim Genuss eines fraglichen Stoffen niemals in die Nähe der LD-50-Menge kommt (s. 1), oder weil er im Verdauungssystem ein „Enzymbesteck“ besitzt, dass schädliche Stoffe in Nahrungsmitteln unschädlich zerlegt. Es gilt hier also zu prüfen, ob der menschliche Organismus mit Agaritin einfach „kurzen Prozess“ machen kann. Man muss bedenken, dass Mäuse Nagetiere sind, die eigentlich ein ganz anderes Nahrungsspektrum haben als „Allesfresser“ wie Menschen oder Schweine. Wenn, dann hätte man die Untersuchungen mit Schweinen durchführen müssen, deren Verdauungssystem dem des Menschen fast (sic!) identisch ist.

3. Wie groß war die Population, wieviele Mäuse waren erkrankt: Gab’s in dem Artikel eine Statistik, die irgendwas über die Signifikanz der Ergebnisse aussagt?

4. Das Ergebnis dieser Untersuchung zeigt, dass der Genuss von Champignons bei Mäusen Krebs erzeugen kann – und sonst nichts! So gesehen ist diese Untersuchung ein Witz und die Verschleuderung von Forschungsgeldern. Jede Diplomarbeit ist anspruchsvoller!

Fazit für mich: Hier wird mal wieder Panik geschürt, und ich wette, dass die BILD- Zeitung das Ergebnis in 60- Punkt-Lettern, fett, ins Sommerloch wirft.

Grüsslis
Thomas

LD 50 = Letale Dosis 50%. Diejenige Menge an Stoff, die bei 50% der Testtiere zum Tode führt.

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Problem

EricS ⌂, (vor 8470 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas,

habe den Artikel (noch) nicht geprüft. Es ist auch nur eine Studie, die zeigt, daß im Zucht-Champignon problematische Verbindungen (zumindest für Mäuse) vorliegen. Ich denke, auf eine Projektion auf menschliche Verhältnisse wurde verzichtet. Ich muß mal zusehen, daß ich den Beitrag über die Fernleihe einer Universitätsbücherei bekomme.

Es geht mir vielmehr darum, daß mit solchen Dingen (Du sagst "Bild-Zeitung") unvorsichtigerweise Panik geschürt wird. Es ist klar, daß "Dosis sola fecit venenum", doch wollte ich wissen, wie Ihr als überwiegend begeisterte Pilzkonsumenten (s. http://pilzepilze.de/cgi-bin/pollera/pollera.cgi?act=view&poll=essen ) zu diesem Thema steht.

Es gibt in Analogie dazu einen ganz köstlichen Aprilscherz, der einmal in einer Zeitung erschienen ist, mit dem Titel (riesige Buchstaben): SKANDAL! ETHANOL IM BIER! Darin wurde ausgemalt, daß man im Bier eine gar nicht ungefährliche Substanz gefunden habe und hat ein paar Eigenschaften absoluten Ethanols angehängt ("..in höherer Dosierung sogar tödlich...").

Reaktion der Leserschaft: Wütende und beängstigte Anrufe bei Brauereien. Stagnation des Absatzes um mehrere Prozent. Einige Brauereien luden sogar zum kostenlosen Probieren ihrer (garantiert ethanolfreien) Erzeugnisse.

Wollen wir mal hoffen, daß uns Pilzliebhabern solche Possen erspart bleiben ;-))

Viele Grüße,

Eric

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Re: Kahler Krempling

Helmut, (vor 8470 Tagen) @ EricS

Servus Eric,

ein "Unschärfe" ist die Erwähnung des Kahlen Kremplings. Es gibt weiterhin viele Menschen, die ihn ohne Gefahr verzehren. Er hat keinen "giftigen" Inhaltsstoff, sondern neigt mehr als andere Arten zur Bildung von Antikörpern und damit zu Allergien beim Menschen. Diese Allergien können im Extremfall zum Tod führen (anaphylaktischer Schock). Wer den Kahlen Krempling als essbar bezeichnet, könnte sich juristisch in Teufels Küche bringen. Deshalb: Immer davon abraten.

Es gibt auch Menschen, die auf Steinpilze allergisch reagieren. Bei Butterpilzen wird sogar eine häufigere Unverträglichkeit beobachtet.

Gruß

Helmut

Hallo zusammen,
ich habe heute von einer Publikation gelesen (im Journal 'Cancer Research'),
in der über cancerogene Inhaltsstoffe von Zuchtchampignons berichtet
wurde. So erkrankten in Tierversuchen Labormäuse bei Fütterung mit rohen
Agaricus bisporus an Krebs, was auf das darin enthaltene Agaritin
zurückgeführt wird.
Das ist ja einerseits besorgniserregend, doch fragt man sich, ob das Thema
nicht auch etwas hochgepuscht wird. Schließlich werden Champignons ja
schon seit anno dazumal als Speisepilze geschätzt und weltweit im
Tonnenmaßstab verzehrt.
Kommen jetzt immer mehr "Speisepilze" auf den Index, weil
bedenkliche Substanzen darin entdeckt werden? Weiß jemand von Euch, ob
vielleicht auch schon Vergiftungen mit (echten) Zuchtchampignons, also
nicht auf Verwechslung beruhend, bekannt sind? Steht der Zuchtchampignon
bald in Gesellschaft mit dem ja erst seit kurzem als "Giftpilz"
erkannten Grünling im Blickpunkt toxikologischen Interesses?
Rein historisch wäre die Entdeckung des A.bisporus als Giftpilz die
Fortsetzung einer Liste in der auch einige berühmt-berüchtigte Namen zu
finden sind: Paxillus involutus: der Kahle Krempling wurde früher gern
gegessen, bis er als Verursacher schwerer Vergiftungen entlarvt wurde. In
Freiburg war er auch noch lange nach dieser Entdeckung noch auf dem Markt
zu haben.
Gyromitra esculenta: der lat. Name sagt es schon. esculentus=eßbar. Die
Frühjahrs-Lorchel war ebenfalls ein beliebter Speisepilz. Das darin
enthaltene Gift Gyromitrin ist flüchtig und damit durch Abkochen der Pilze
entfernbar. Dennoch wurden schwere Vergiftungen damit bekannt.
Tricholoma equestre: dem gerühmten Grünling wurden erst vor kurzem
Vergiftungsfälle nachgewiesen. Mehr dazu z.B. bei der DGfM:
http://dgfm-ev.de/www/de/aktuelles/gruenling1.php3
Lyophyllum connatum: der Weiße Rasling wurde ebenfalls gern gegessen - bis
man das mutagen wirkende Lyophyllin darin nachweisen konnte.
Warten wir ab, was uns die Analytiker noch so liefern. Um einmal eine kleine
Diskussion anzustoßen: Was denkt Ihr darüber?
Viele Grüße,
Eric
PS: Es kann gut sein, daß dieser Beitrag einige Unschärfen enthält. Wenn
jemand mich da korrigieren kann, bin ich dankbar dafür.