Funde von heute - Gattung Auricularia

Hagen Graebner, (vor 8317 Tagen)

Wollte eigentlich nur mit meinen Jungs zum Spielplatz und bin dort ein bisschen durchs Gebüsch (Auwaldrudiment, regelmäßig überschwemmt) gelaufen.
Nachdem ich aber 3 große liegende Laubholzstämme mit tollem Bewuchs gesehen habe, bin ich doch noch mal zurück und hab die Kamera geholt:
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Einen habe ich mitgenommen und zuhause meinen Verdacht bestätigt. Es müßte der Gezonte Ohrlappenpilz, Auricularia mesenterica, sein. Relativ dick, lapprig, oben samtig, Bild paßte auch.
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Und wenn ich die Kamera schon mal dabei hatte, konnte ich auch gleich noch den Stamm mit Judasohren fotographieren, paßte von der Gattung so schön.
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Ansonsten gab es noch den Spaltblättling, Samtfußrüblinge von der allerwinzigsten Sorte, einen Becherling, den ich nicht rausbekommen habe, bisschen was resupinates an einem Stamm, was ich gleich noch mal probiere und sogar was mittelgroßes, weißes, mit Hut und Stiel, den ich aber mangels Transportmöglichkeit gelassen habe, wo er war. Auf einem Ast war noch was kleines, weißes, ohrförmiges, mit brauner, lamellenloser Unterseite, das der Pappel-Rindenbecherschwamm gewesen sein könnte. Der ist im Gerhardt praktischerweise auf der gleichen Seite wie die beiden Ohren. Oder kann man den leicht mit irgendwas verwechseln?
Für nur mal kurz zum Spielplatz fand ich das ganz gut.

Guten Rutsch allerseits

Hagen

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Re: Funde von heute - Gattung Auricularia

Kazuya, (vor 8316 Tagen) @ Hagen Graebner

hallo,

sieht so aus, als ob du alles richtig gemacht hast. Die ersten beiden Bilder zeigen mit hoher Wahrscheinlichkeit Auricularia mesenterica, leider ist die Unterseite nicht ganz so gut zu sehen, aber auf Grund der Dicke der Fk. kannn man Arten wie Trametes versicolor oder sogar Chondrostereum purpureum sicherlich ausschließen, die bisweilen ähnlich aussehen, aber Poren (T. versicolor) bzw. violette Farbtöne (C. purpureum) aufweisen.

Mich würde in dieser Hinsicht der Becherling interessieren, wenn du ihn noch beschreiben kannst. Zu dieser Jahreszeit gibts nämlich da nicht mhr ganz so viele, und das Substrat sollte hier unbedingt beachtet werden.

Auriculariopsis ampla kommt deiner Beschreibung sehr nahe, plane demnächst darüber einen Beitrag zu schreiben (Muschelinge usw.). Der ist von oben gesehen weißlich oder schmutzigweißlich und nahezu glatt bis etwas rau, die Unterseite ist karamellfarben und etwas runzelig, aber eben ohne Lamellen. Der Fk. wird bis 20 mm breit, er kann problemlos eintrocknen und nach Feuchtigkeit wieder aufleben, ähnlich dem Judasohr. Beide Arten sind aber überhaupt nicht verwandt, auch wenn der deutsche wie der lat. Name irreführend sind.

Beste Grüße,
Kazuya

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Re: Funde von heute - Gattung Auricularia

Piwo, (vor 8316 Tagen) @ Kazuya

hallo,
sieht so aus, als ob du alles richtig gemacht hast. Die ersten beiden Bilder
zeigen mit hoher Wahrscheinlichkeit Auricularia mesenterica, leider ist
die Unterseite nicht ganz so gut zu sehen, aber auf Grund der Dicke der
Fk. kannn man Arten wie Trametes versicolor oder sogar Chondrostereum
purpureum sicherlich ausschließen, die bisweilen ähnlich aussehen, aber
Poren (T. versicolor) bzw. violette Farbtöne (C. purpureum) aufweisen.

hallo Hagen.

ob du alles richtig gemacht hast, weiß ich nicht, da nicht von allen Pilzen Bilder vorliegen. Aber Auricularia mesenterica ist auf Bild 3, das wohl einen Ausschnitt von den Bildern 1 und 2 darstellt, 100%ig zu erkennen und nicht nur mit hoher Wahrscheinlichkeit und auch ohne Blabla.

Herzliche Grüße und alles Gute im neuen Jahr
Piwo

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Re: Funde von heute - Gattung Auricularia

Hagen Graebner, (vor 8316 Tagen) @ Kazuya

hallo,
sieht so aus, als ob du alles richtig gemacht hast.

Danke, dass habe ich gebraucht. Bilder von der Unterseite habe ich, sind aber bissel unscharf, wenn Du willst, schicke ich sie Dir per mail. Ich will auch den Server von Bleem nicht total vollmüllen (btw: Hast Du eine Begrenzung? Hab schon ein schlechtes Gewissen.)

Violett kann ich nicht erkennen, auch nicht an den Exemplar, was ich hier noch habe, das liegt aber nun schon einen Tag.

Mich würde in dieser Hinsicht der Becherling interessieren, wenn du ihn noch
beschreiben kannst. Zu dieser Jahreszeit gibts nämlich da nicht mhr ganz
so viele, und das Substrat sollte hier unbedingt beachtet werden.

Substrat war ein Stumpf, ich vermute Pappel, kann aber auch Eiche nicht ganz ausschließen, da stehen beide rum, und die Rinde war schon ziemlich hinüber.
Hier die Fotos die ich gemacht habe:

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Auriculariopsis ampla kommt deiner Beschreibung sehr nahe, plane demnächst
darüber einen Beitrag zu schreiben (Muschelinge usw.). Der ist von oben
gesehen weißlich oder schmutzigweißlich und nahezu glatt bis etwas rau,
die Unterseite ist karamellfarben und etwas runzelig, aber eben ohne
Lamellen. Der Fk. wird bis 20 mm breit, er kann problemlos eintrocknen und
nach Feuchtigkeit wieder aufleben, ähnlich dem Judasohr. Beide Arten sind
aber überhaupt nicht verwandt, auch wenn der deutsche wie der lat. Name
irreführend sind.

Ich nehm nächstens mal so ein Ding mit heim, hab sie bisher immer als für mich zu hoch liegen gelassen.

Beste Grüße,
Kazuya

Danke für die Mühe

Hagen

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Re: Funde von heute - Gattung Auricularia

Piwo, (vor 8316 Tagen) @ Hagen Graebner

Hallo Hagen,

bei deinem Becherling geht ohne Mikroskopieren nichts, höchstens unbewiesene Vermutungen.

Herzliche Grüße
Piwo