Re: Dachpilzfrage
Hallo zusammen,
diese Gruppe isz tatsächlich sehr heikel und ich habe mir auch schon oft die Zähne daran ausgebissen! Relativ gut erkennbar ist P. phlebophorus mit seinem runzeligen Hut; oft in Massen wachsend und doch relativ gross werdend. Dagegen ist P. nanus eher klein und nicht runzelig, meist nur 2-3 wachsende Exemplare.
(P. griseopus: Stiel auf deutlich graufarbenem Grund jung gänzlich weissflockig, Pleurozystiden auffallend voluminös; nach Meusers)
Was etwas heikel ist: nach meinen Beobachtungen (und auch von M. Meusers) können einige Arten auch dunkle Lamellenschneiden ausbilden! Ich vermute, z.B., dass die Abb. in Grosspilze Bad.-Württg. bei P. luctuosus ein P. phlebophorus mit dunklen Schneiden sein könnte!
Ob die Mikrokerkmale so konstant sind, wie wir das gerne hätten: da bin ich mir auch nicht so sicher!
Daher dürfte es auch fast unmöglich sein, einen klaren Schlüssel anzufertigen: Entweder man fasst alles zusammen, was ähnlich ist, oder man trennt konsequent, sicher beides keine Lösungen! Etwas mühe habe ich mit einigen Arten der Cervinus- Gruppe (P. pouzerianus etc.): Wenn nach Schnallenanteilen gefragt wird, wird's endgültig etwas mühsam! (S. Diskussion Grossp. Bad.Württ. Band 4, Seite 267)
Aber trotzdem machen die Dachpilze immer viel Spass, auch wenn es des öftern mir einm ? endet...
Mit Grüssen, Markus