Re: Rotporiger Röhrling, aber welcher?
Steckbrief: Grösse und Hutfarbe analog ausgewachsenem B. satanas. Keine
Spuren von rot auf der Hutoberseite gesehen (wie satanas). Röhren
leuchtend blutrot, auf Druck blauend. Röhrenboden gelb. Stiel derb, keulig
(nicht knollig wie satanas, vermutlich ganzer Stiel rot (die Stielbasis
fehlte). Stielbekleidung ohne Netz, ähnlich erythropus. Fleisch im ganzen
Fruchtkörper auffallend leuchtend gelb, nicht stark blauend.
salü fridu,
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die experten sind nicht aus der deckung zu locken, also wird trick 22 angewandt: ein laie meldet sich zu wort. wetten, dass darauf noch was folgt?
dein rotporer ist seltsam und hochinteressant. ich halte es für sinnvoll, bei den findern nachzuhaken, um vielleicht doch noch exsikkat und fotos auftreiben, den fundort beobachten lassen sowie eine amylonprobe und einen längsschnitt durch den fruchtkörper machen zu können. oder ist letzteres geschehen?
mit den genannten merkmalen führt sicher kein schlüssel zu einer "klassischen" art, schon alleine, weil das stielnetz fehlt, obwohl sich der stiel rot darstellt.
versuche doch, noch exaktere aussagen über die beschaffenheit der huthaut und das blauen zu machen. welche teile der trama haben wie stark geblaut, welche nicht? hat die stieltrama überhaupt geblaut? wie war die grundfarbe des "rot punktierten" stiels?
aus meiner sicht eines boleten-anfängers bleiben nur zwei möglichkeiten:
1. b. lupinus, wenn die stieltrama in allen (vorhandenen) teilen geblaut hat. die rote stieloberfläche sollte da kein gegenargument sein, denn b. lupinus ist öfters am stiel zumindest rot überhaucht. die amylonreaktion wäre negativ.
2. b. rhodoxanthus, wenn die huttrama blaut, die stielbasis aber nicht bzw. nur ganz oben. amylon = leicht positiv.
leider hinterlassen beide thesen noch kopfschmerzen...
ciao coco