Tollen Kalkbu... 4. Sprödblättler Hilfe erwünscht

Christoph G, (vor 7742 Tagen)

Jetzt wirs schon schwieriger.. dieser Milchling war aspektbildend und müßte eigentlich L. fulvisiimus sein oder?

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Tja und dann die Täublinge, der hier geht noch sollte R. foetens sein:

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Und der ist mit ihm verwandt, ich schwanke zwichen R. grata dem Mandeltäubling und R. pectinata dem milden Kammtäubling. Geruch nicht unähnlich fotens, aber nicht so unangenehm, ist durchaus ne Mandelkomponente drin, aber nicht extrem. geschmack eher unangenehm aber nicht scharf:

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Hier komm ich gar nicht weiter: Brennend scharfer Weissporer, klein und sehr zerbrechlich mit schwammigem brüchigen Stiel und säuerlichem Obstgeruch. Die Hutfarbe kommt im Bild gut rüber, und ist mit mehr orangerosa mit gelbockerlichen Flecken deutlich verschieden von den typisch roten emetica/mairei Farben, die ich gestern auch verbreitet gefunden hab. Ist auch ohne sporen ein tip drin?

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LG Christoph

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klasse bilder

Janni, (vor 7742 Tagen) @ Christoph G

immer wieder herrlich deine bilder!!!
gruss janni

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Re: Tollen Kalkbu... 4. Sprödblättler Hilfe erwüns

Markus Wilhelm ⌂, (vor 7742 Tagen) @ Christoph G

Hallo Christoph,
ich versuche, etwas gescheites zu antworten...

Jetzt wirs schon schwieriger.. dieser Milchling war aspektbildend und müßte
eigentlich L. fulvisiimus sein oder?

Der Pilz scheint recht gross zu sein, es könnte auch L. rubrocinctus sein (Rotgegürtelter Milchling) Ist bei uns sehr selten, aber in etwas höheren Lagen ist er manchmal Massenhaft zu finden; ein Buchenbegleiter.


Tja und dann die Täublinge, der hier geht noch sollte R. foetens sein:

Gut möglich, immer noch auf die Lamellenschneiden achten: wenn gepünktelt, ist es der Morsetäubling, Russula illota

Und der ist mit ihm verwandt, ich schwanke zwichen R. grata dem
Mandeltäubling und R. pectinata dem milden Kammtäubling. Geruch nicht
unähnlich fotens, aber nicht so unangenehm, ist durchaus ne
Mandelkomponente drin, aber nicht extrem. geschmack eher unangenehm aber
nicht scharf:

Da müsste man auch die Mikrodaten genau anschauen!

Hier komm ich gar nicht weiter: Brennend scharfer Weissporer, klein und sehr
zerbrechlich mit schwammigem brüchigen Stiel und säuerlichem Obstgeruch.
Die Hutfarbe kommt im Bild gut rüber, und ist mit mehr orangerosa mit
gelbockerlichen Flecken deutlich verschieden von den typisch roten
emetica/mairei Farben, die ich gestern auch verbreitet gefunden hab. :Ist auch ohne sporen ein tip drin?

Auch hier: ohne die Farbe des Sporenpulver geht gar nix!
viele Grüsse, Markus

LG Christoph

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Re: Tollen Kalkbu... 4. Sprödblättler Hilfe erwüns

Christoph G, (vor 7742 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo Markus,

Hallo Christoph,
ich versuche, etwas gescheites zu antworten...
Der Pilz scheint recht gross zu sein, es könnte auch L. rubrocinctus sein
(Rotgegürtelter Milchling) Ist bei uns sehr selten, aber in etwas höheren
Lagen ist er manchmal Massenhaft zu finden; ein Buchenbegleiter.
Gut möglich, immer noch auf die Lamellenschneiden achten: wenn gepünktelt,
ist es der Morsetäubling, Russula illota
Da müsste man auch die Mikrodaten genau anschauen!
Auch hier: ohne die Farbe des Sporenpulver geht gar nix!

Sporenpulverfarbe ist weiss, aber das wird auch nix nützen...?

viele Grüsse, Markus

Vielen Dank und LG Christoph

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Re: Tollen Kalkbu... 4. Sprödblättler Hilfe erwüns

Markus Wilhelm ⌂, (vor 7741 Tagen) @ Christoph G

Na ja,
wenn die Sporenfarbe weiss ist, könnte es schon etwas in der Nähe der Speitäublinge sein, oder auch in Richtung R. persicina, aber da müsste man systematisch rangehen (und kommt dann auch oft nicht weiter...)

Grüsse Markus

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Re: Tollen Kalkbu... 4. Sprödblättler Hilfe erwüns

interhias ⌂, (vor 7741 Tagen) @ Christoph G

Jetzt wirs schon schwieriger.. dieser Milchling war aspektbildend und müßte
eigentlich L. fulvisiimus sein oder?

Hallo Christoph!

Ich war heute auch auf einen kurzen Sprung im Kalkbuchenwald an der Isar und habe ähnliche Milchlinge gefunden. Ich denke, bei meinen handelt es sich um L. rubrocinctus, Fotos und Beschreibung liefere ich später nach.

Gruß
Hias

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Lactarius rubrocinctus (3 Fotos)

interhias ⌂, (vor 7741 Tagen) @ Christoph G

Jetzt wirs schon schwieriger.. dieser Milchling war aspektbildend und müßte
eigentlich L. fulvisiimus sein oder?

Servus Christoph,

hier nun die Fotos des Rotgegürtelten Runzelmilchlings (L. rubrocinctus), den ich heute im Buchenwald an der Isar ziemlich häufig gesehen habe.
Er scheint L. fulvissimus recht ähnlich zu sein. Vor einem Monat hatte ich ihn schon einmal gefunden und im Forum anzeigt. Über die Bestimmung als L. rubrocinctus war ich mir damals nicht sicher, weil Milch und Trama mild schmeckten, in der Literatur aber als bitter bis scharf beschrieben ist.
Des Rätsels Lösung: bei älteren Exemplaren ist die Milch spärlich und der Geschmack ist eindeutig mild. Heute habe ich ein etwas jüngeres Exemplar mit reichlich Milch verkostet: zunächst wieder mild, aber dann bitter und anhaltend scharf.
Auf den Fotos sieht man schön den für die Art typischen, aber nicht immer deutlich ausgeprägten rotbrauen Gürtel unterhalb des Lamellenansatzes:

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Beschreibung:
Hut: ca. 4,5 bis 6,5 cm Durchmesser, dunkel rötlich-braun bis fuchsig-braun, Oberfläche matt und etwas runzelig, stellenweise mit dunkel-rotbraunen Flecken; Stiel 5 cm lang, bis 1,8 cm breit, am Lamellenansatz mit einer rotbräunlichen Zone (Gürtel), zylindrisch, voll, fleischfarben, stellenweise mit rotbraunen Flecken; Lamellen: dicht stehend, gerade angewachsen, bis leicht herablaufend, beige bis hell fleischfarben; Fleisch: weißlich bis cremefarben; Geschmack (älteres Exemplar) mild, nicht unangenehm; Geruch: pilzig, nicht nach Maggi; Milch: weiß, zunächst mild, dann deutlich bitter und anhaltend scharf (bei älteren Exemplaren kaum mehr wahrnehmbar); Sporenpulver: cremefarben; Bestimmung: Der Schlüssel in PBW führt zu L. rubrocinctus.

L. fulvissimus kenne ich nicht, ist aber wohl schmächtiger als rubrocinctus und hat keinen roten Gürtel um den Hals.

Beste Grüße
Hias

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Re: Lactarius rubrocinctus (3 Fotos)

Christoph G, (vor 7741 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,

ich hatte auch L. rubrocinctus in Erwägung gezogen, aber der rote Gürtel an der stiespitze war nirgens vorhanden. Alle meine exemplare und das waren gestern sicher 30 - 40 waren schön fuchsig orange, und deine Bilder zeigen teilweise wie auch andere Abbildungen z.B. in Großpilze BW dunkler rötliche Töne. Weiter scheint rubrocinctus nur in höheren Lagen häufiger zu sein, und ich beweg mich im Übergangsbereich collin/ submontan. Viele dank für die Vergleichsbilder, dank denen ich jetzt noch etwas sicherer bin hier den "gemeineren" fulvissimus gefunden zu haben.

LG Christoph

Servus Christoph,
hier nun die Fotos des Rotgegürtelten Runzelmilchlings (L. rubrocinctus), den
ich heute im Buchenwald an der Isar ziemlich häufig gesehen habe.
Er scheint L. fulvissimus recht ähnlich zu sein. Vor einem Monat hatte ich
ihn schon einmal gefunden und im Forum anzeigt. Über die Bestimmung als L.
rubrocinctus war ich mir damals nicht sicher, weil Milch und Trama mild
schmeckten, in der Literatur aber als bitter bis scharf beschrieben ist.
Des Rätsels Lösung: bei älteren Exemplaren ist die Milch spärlich und der
Geschmack ist eindeutig mild. Heute habe ich ein etwas jüngeres Exemplar
mit reichlich Milch verkostet: zunächst wieder mild, aber dann bitter und
anhaltend scharf.
Auf den Fotos sieht man schön den für die Art typischen, aber nicht immer
deutlich ausgeprägten rotbrauen Gürtel unterhalb des Lamellenansatzes:


Beschreibung: Hut: ca. 4,5 bis 6,5 cm Durchmesser, dunkel rötlich-braun bis
fuchsig-braun, Oberfläche matt und etwas runzelig, stellenweise mit
dunkel-rotbraunen Flecken; Stiel 5 cm lang, bis 1,8 cm breit, am
Lamellenansatz mit einer rotbräunlichen Zone (Gürtel), zylindrisch, voll,
fleischfarben, stellenweise mit rotbraunen Flecken; Lamellen: dicht
stehend, gerade angewachsen, bis leicht herablaufend, beige bis hell
fleischfarben; Fleisch: weißlich bis cremefarben; Geschmack (älteres
Exemplar) mild, nicht unangenehm; Geruch: pilzig, nicht nach Maggi; Milch:
weiß, zunächst mild, dann deutlich bitter und anhaltend scharf (bei
älteren Exemplaren kaum mehr wahrnehmbar); Sporenpulver: cremefarben;
Bestimmung: Der Schlüssel in PBW führt zu L. rubrocinctus.
L. fulvissimus kenne ich nicht, ist aber wohl schmächtiger als rubrocinctus
und hat keinen roten Gürtel um den Hals.
Beste Grüße
Hias