Aktuell: Vergiftung mit Weißem Knollenblätterpilz
Dreiköpfige Familie nach Verzehr giftiger Pilze in Lebensgefahr
Kleinsaubernitz. Eine dreiköpfige Familie aus Rostock befindet sich nach dem Verzehr hochgiftiger Knollenblätterpilze in akuter Lebensgefahr. Die drei waren am Sonntag mit dem Hubschrauber von Bautzen nach Berlin in die Charite gebracht worden, teilte die Polizei in Görlitz heute mit. Die Familie hatte am Sonnabend in einem Wald bei Kleinsaubernitz (Kreis Bautzen) Pilze gesammelt und anschließend gegessen. Die Knollenblätterpilze hielten sie für Champignons.
Bei der Familie handelt es sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei um einen 46 Jahre alten Mann, seine Lebensgefährtin und einen 18 Jahre alten Jugendlichen, vermutlich sein Sohn. Die drei machten Urlaub am Olbasee. Am Montagmittag lagen sie nach Angaben einer Charite-Sprecherin immer noch auf der Intensivstation.
Nachdem die drei die Pilze am Sonnabendabend zubereitet und verzehrt hatten, klagten sie in der folgenden Nacht über Unwohlsein, starke Übelkeit und Brechreiz. Am Sonntagmorgen begaben sie sich dann in das Klinikum nach Bautzen. Den mitgebrachten Pilz identifizierte ein Experte als hochgiftigen weißen Knollenblätterpilz, der dem Champignon ähnelt.
dpa
Quelle: Leipziger Volkszeitung