Für Kunst- und Pilzfreunde (50% off-topic)

Rainer_aus_AC, (vor 7735 Tagen)

Hallo zusammen,

passend zur Ferienzeit heute mal ein Freizeit-Tipp für alle Kunst-, Natur- (und Pilz-)Interessierten aus der Nordhälfte
Deutschlands:

Das Kröller-Müller-Museum bei Arnheim (NL), das mitten in dem Nationalpark Hoge Veluwe liegt. Hier die Web-Sites:
www.kmm.nl
www.hogeveluwe.nl

Wir waren Anfang der Woche da und wirklich begeistert. Das KMM liegt wie gesagt mitten in dem Nationalpark(Heide-Landeschaft).
Im Eintrittspreis inbegriffen sind Fahrräder, die man an den Parkeingängen bekommen kann und mit denen man dann gemächlich
durch die wunderschöne Landschaft zum Museum radeln kann.

Das Museum selbst bietet u.a. viele sehr bekannte Gemälde von van Gogh, Monet, Picasso, Mondrian und vielen
anderen Künstlern. Direkt daneben liegt ein sehr schöner, weitläufiger Skulpturenpark.

Und jetzt das Highlight (sonst würde ich das ja auch nicht im PilzePilze-Forum erwähnen ;-):
In den Skulpturenpark sprossen nur so die Pilze - diverse Röhrlinge, Täublinge, etc. pp.!!!

Abpflücken ist natürlich verboten (wie meines Wissens überall in Holland) ...

Bei diesen Pilzen habe ich noch ein Bestimmungsproblem ;-):

[image]

Also, wie gesagt, für alle, die gerne mal einen schönen Tagesausflug machen wollen: Aus meiner Sicht eine Super-Sache.

Liebe Grüße,
Rainer.

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Bemerkenswerter Fund

Werner2, (vor 7735 Tagen) @ Rainer_aus_AC

Hallo,
.
bei den großen FK handelt es sich vermutlich um
Bovista plumbea-monstrosus (Ernsting) Maar; vermutlich
aus der Wüste Gobi um 1961 zusammen mit Kamelhaarfliesmatten
eingeschleppt.
.
Sehr selten. Wird meistens für einen kugeligen Findling gehalten.
An der ca. 60 cm breiten rundlichen Öffnung der Peridie und den
körnigen, ca. 2 mm großen Sporen sollte man ihn aber erkennen.
.
Vereinzelte Funde übrigens auch im Felsenmeer vom Odenwald in Hessen, wo
es durch rollende FK bei starkem Wind immer wieder zu Unfällen mit Touristen
kommt.
.
Gruß Werner :-)

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Danke Werner, ...

Rainer_aus_AC, (vor 7735 Tagen) @ Werner2

... damit wäre dieses Rätsel vermutlich auch gelöst. Das ist genau das, was ich an diesem Forum so schätze - man bekommt blitzschnell die Antwort auch auf schwierigste Fragen.

Natürlich habe ich (heimlich, deshalb bitte nicht weitersagen) einen Fruchtkörper mitgenommen und ein Exzikkat (schreibt man das so?)
angefertigt. Wenn Du möchtest, schicke ich Dir das gerne mal für mikroskopische Untersuchungen zu. Voraussetzung wäre allerdings eine Beteiligung an den Versandkosten ... ;-)

Viele Grüße,
Rainer.

Hallo,
.
bei den großen FK handelt es sich vermutlich um
Bovista plumbea-monstrosus (Ernsting) Maar; vermutlich
aus der Wüste Gobi um 1961 zusammen mit Kamelhaarfliesmatten
eingeschleppt.
.
Sehr selten. Wird meistens für einen kugeligen Findling gehalten.
An der ca. 60 cm breiten rundlichen Öffnung der Peridie und den
körnigen, ca. 2 mm großen Sporen sollte man ihn aber erkennen.
.
Vereinzelte Funde übrigens auch im Felsenmeer vom Odenwald in Hessen, wo
es durch rollende FK bei starkem Wind immer wieder zu Unfällen mit Touristen
kommt.
.
Gruß Werner :-)

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Muss dich leider korrigieren

Jürgen, (vor 7735 Tagen) @ Werner2

Hallo Werner,

der Name Bovista plumbea-monstrosus (müsste korrekt "plumbeo-monstrosa") ist übrigens nomenklatorisch ungültig, da Trinomen als Artbezeichnungen nicht zulässig sind.

Bisher unpublizierte DNA-Untersuchungen haben außerdem gezeigt, dass die Vliesmatten nicht aus Kamel-, sondern aus Yakhaaren gefertigt waren. Die Art soll in Europa übrigens zuerst in Südtirol (Umgebung von Schloss Juval) nachgewiesen worden sein... Die enorme Größe der Fruchtkörper ist als Anpassung an das extrem kontinentale Wüstenklima zu deuten, weshalb das üppige Wachstum im ozeanisch geprägten Holland durchaus erklärungsbedürftig wäre.

Hochinteressant sind auch deine Fundangaben aus Hessen, die geographisch genau zwischen Südtirol und Holland vermitteln.

Grüße, Jürgen