Wie schützt Ihr Euch gegen Zecken??
Hallo!
Ich hatte gestern mal wieder 3 Biester am Körper. Die waren auch noch außergewöhnlich klein.
Wie schützt Ihr Euch davor?
Gruß
Klaus
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Hallo!
Ich hatte gestern mal wieder 3 Biester am Körper. Die waren auch noch außergewöhnlich klein.
Wie schützt Ihr Euch davor?
Gruß
Klaus
Hallo Klaus
Ich persönlich mache es so: hellere Kleidung, damit man diese Viecher besser sieht, dann unbedingt Socken über Hosen! Schuhe und unterer Teil der Jeans mit Autan oder sonst einem Mückenmittel einsprayen. Während dem Pilzesammeln ab und zu ein Kontrollblick auf Kleidung. Zuhause sofort unter die Dusche. Wenn Du die Möglichkeit hast oft die Kleider zu waschen, dann schmeiss die Wäsche sofort in die Waschmaschine. So können diese Viecher nicht mehr auf der Wäsche weiter krabbeln und Du hast nicht das Pech, dass sie dich am nächsten Tag doch noch erwischen.
Seit ich mich an diesen Vorsatz halte, habe ich null Zecken mehr.
Grüessli
trix
Hallo Klaus,
wir benutze Autan - gegen Zecken und Mücken -
und haben wenns ichs nicht vergessen habe noch nie eine Zecke gehabt.
Gruß
Tobi
Hallo!
Ich hatte gestern mal wieder 3 Biester am Körper. Die waren auch noch
außergewöhnlich klein.
Wie schützt Ihr Euch davor?
Gruß
Klaus
Hallo Klaus,
die Zecken scheinen mich nicht zu mögen, daher habe ich keine Probleme damit und treffe auch keine besonderen Vorsorgemassnahmen gegen Zecken,
viele Grüsse
Matthias
Hallo!
Ich hatte gestern mal wieder 3 Biester am Körper. Die waren auch noch
außergewöhnlich klein.
Wie schützt Ihr Euch davor?
Gruß
Klaus
Hallo Klaus,
Zecken fallen definitiv nicht von den Bäumen oder lassen sich von irgendwo her fallen. Sie sitzen im Gras, maximal kniehoch und heften sich an vorbeikommende Beine an. Dann machen sie sich auf dem Weg nach oben und suchen sich ein "warmes" Plätzchen; d.h häufig zwischen den Beinen, direkt auf die sekundären Geschlechtmerkmale oder achselnah.
Was hilft sind Socken, die man über die Hosenbeine zieht. Sieht zwar nicht toll aus aber hilft. Man kann hochkriechende Zecken mit der Hand einfach von der Hose wegwischen. Wenn man dazu noch ein langärmliges T-shirt anhat, ist die Gefahr eines Bisses sehr gering. ...am abend beim Duschen sollte man sich auf jeden Fall durchchecken.
Nach einigen unangenehmen Begegnungen bin ich die letzten Jahre zeckenfrei geblieben.
Wenn man Zecken innerhalb von 24 Stunden einigermassen sachgerecht entfernt (mit Pinzette und/oder Skarpell rauszieht, PS bzgl. drehen: Zecken haben kein Gewinde am Kopf; Öl oder Sonstiges ist auch nicht zu empfehlen)ist die Gefahr einer Borreliose fast null. Borreliose erkennt man übrigends in der Regel an kreisförmigen Entzündungsherden um die Bissstelle.
Die Borreliose sollte man übrigend nicht unterschätzen, ich kenne einige chronische Fälle mit sehr unangenehmen Auswirkungen.
Die Meningitisgefahr besteht überwiegend in den südlicheren Bereichen. Die Impfung ist aber etwas umstritten (Impfschäden vs. reelle Gefahr...nur ein Promillbereich der Infizierten erkrankt ernsthaft)
Gruß
Wolfgang
Hallo Klaus,
Ich hatte gestern mal wieder 3 Biester am Körper. Die waren auch noch
außergewöhnlich klein.
Wie schützt Ihr Euch davor?
Den geringsten Aufwand garantieren Gummistiefel! Ich möchte ja nicht unter Verdacht geraten für dieses (geniale) Schuhwerk Werbung zu machen, aber seit ich bei der Pilzpirsch ausschließlich Gummistiefel trage, hatte ich keine Zecken mehr. Hosenbeine in die hohen (Schienbeinhöhe oder Kniehöhe) Stiefel rein, dann eventuell noch eine Repellenzie auf die Arme auftragen, weil die Viecher gern an den Armen hochkrabbeln, wenn man im Unterholz rumgefuchtelt hat. Außerdem sind Gummistiefel so gut wie 'Wartungsfrei' und man brauch keine Angst haben, im Wald mal in ein feuchtes Etwas zu treten. Wer weiß, vielleicht sind es ja auch die dabei entstehenden Schweißfüße, die die Biester dann abhält
Grüßle
Juergen
Hallo Klaus,
ich trage ebenfalls möglichst Körperbedeckende Kleidung, inkl. hoher Schuhe.
Abends ist dann trotzdem immer eine Zecken-Kontrolle angesagt. Gerade bei unserern Kindern werden wir dabei häufig fündig...
Mit Creme, Spray o.ä. habe ich keine Erfahrung.
Beim herausziehen ist es so wie Wolfgang geschrieben hat: Drehen vermeiden, sondern gerade heraus.
Zeckenfreies sammeln und viele Grüße aus Elsen,
Uwe
Hallo Wolfgang,
leider kann ich Dir da nicht ganz recht geben. Eine Übertragung von Erregern kann bereits nach 12 Stunden erfolgen. Zudem ist eine Infektion mit Borrelien nicht immer mit einem Erythema migrans (=Wanderröte - heißt: der besagt rote Fleck, der sich in der Nähe der Einstichstelle bildet) verbunden. In einem guten Prozentsatz der Fälle (bezüglich genauer Angaben müßte ich lügen
) tritt kein roter Fleck auf, obwohl eine Infektion stattgefunden hat.
Wenn man gebissen wurde und die Zecke lange genug Zeit hatte, Speichel in die Einstichstelle zu injizieren, kann man die Zecke einfach an ein dafür ausgewiesenes Labor schicken und sie auf Borrelien testen lassen.
Will man sich selbst testen lassen, sollte man beachten, dass der Arzt, zu dem man geht, sich wirklich mit Borreliose auskennt. - Das ist nämlich nicht selbstverständlich, auch wenn das Thema so aktuell ist. - Und das Blut mittels entsprechend empfindlicher Tests untersuchen lässt. Diese Tests, nämlich der sogenannte "Western-Blot" und der "ELISA" sind nach derzeitigem Kenntnisstand als einzige in der Lage auch geringe Erregerkonzentrationen im Blut nachzuweisen. Andere (günstigere) Antikörpertests weisen eine Infektion erst bei massivem Erregerbefall nach.
Eine Infektion mit Borrelien verläuft übrigens von der Symptomatik so unspezifisch, das man sich zumindest am Ende der Saison einmal testen lassen sollte, auch wenn man der Meinung ist, dass es einem ja gut geht. In vielen Fällen sind die ersten Symptome grippeartig, wobei auch das nicht unbedingt sein muß. Spätfolgen wie z.B. Gelenkschmerzen treten oft erst Jahre später auf. Dann sind die Borrelien nur noch sehr schwer zu bekämpfen. Die besten Heilungschanchen bestehen tatsächlich direkt nach der Infektion. Daher geben einige Spezialisten sofort nach einem Zeckenbiß über ca. 6 Wochen Antibiotika; das Blut wird parallel getestet.
Eine Behandlung in späteren Stadien ist meist mit einer Infusionstherapie über mehrere Wochen mit Hammerpräparaten (Antibiotika) verbunden.
Ich bin in meinem persönlichen Umkreis viel mit Borreliose-Infizierten in Kontakt, von denen auch ein paar aufgrund der Spätfolgen arbeitsunfähig sind. Daher bin ich etwas stärker für das Thema sensibilisiert.
Das soll auch keine Panikmache sein, sondern ein Aufruf zu verstärkter Vorsicht.
Ich selbst bin viel in Wald und Feld unterwegs und hatte dieses Jahr schon ein paar Zecken. Ich werde nicht bei jeder Zecke 6 Wochen Antibiotika einnehmen, sonst dürfte ich gar nicht mehr damit aufhören. Aber wenn die Zeckensaison vorbei ist, werde ich mich auf jeden Fall testen lassen. Denn es kann ja auch vorkommen, dass man eine kleine Zecke (z.B. eine Nymphe) gar nicht entdeckt...
Liebe Grüße,
Anke
- kein Text -
Hallo Wolfgang,
leider kann ich Dir da nicht ganz recht geben. Eine Übertragung von Erregern
kann bereits nach 12 Stunden erfolgen. Zudem ist eine Infektion mit
Borrelien nicht immer mit einem Erythema migrans (=Wanderröte - heißt: der
besagt rote Fleck, der sich in der Nähe der Einstichstelle bildet)
verbunden. In einem guten Prozentsatz der Fälle (bezüglich genauer Angaben
müßte ich lügen) tritt kein roter Fleck auf, obwohl eine Infektion
stattgefunden hat.
Wenn man gebissen wurde und die Zecke lange genug Zeit hatte, Speichel in die
Einstichstelle zu injizieren, kann man die Zecke einfach an ein dafür
ausgewiesenes Labor schicken und sie auf Borrelien testen lassen.
Will man sich selbst testen lassen, sollte man beachten, dass der Arzt, zu
dem man geht, sich wirklich mit Borreliose auskennt. - Das ist nämlich
nicht selbstverständlich, auch wenn das Thema so aktuell ist. - Und das
Blut mittels entsprechend empfindlicher Tests untersuchen lässt. Diese
Tests, nämlich der sogenannte "Western-Blot" und der
"ELISA" sind nach derzeitigem Kenntnisstand als einzige in der
Lage auch geringe Erregerkonzentrationen im Blut nachzuweisen. Andere
(günstigere) Antikörpertests weisen eine Infektion erst bei massivem
Erregerbefall nach.
Eine Infektion mit Borrelien verläuft übrigens von der Symptomatik so
unspezifisch, das man sich zumindest am Ende der Saison einmal testen
lassen sollte, auch wenn man der Meinung ist, dass es einem ja gut geht.
In vielen Fällen sind die ersten Symptome grippeartig, wobei auch das
nicht unbedingt sein muß. Spätfolgen wie z.B. Gelenkschmerzen treten oft
erst Jahre später auf. Dann sind die Borrelien nur noch sehr schwer zu
bekämpfen. Die besten Heilungschanchen bestehen tatsächlich direkt nach
der Infektion. Daher geben einige Spezialisten sofort nach einem Zeckenbiß
über ca. 6 Wochen Antibiotika; das Blut wird parallel getestet.
Eine Behandlung in späteren Stadien ist meist mit einer Infusionstherapie
über mehrere Wochen mit Hammerpräparaten (Antibiotika) verbunden.
Ich bin in meinem persönlichen Umkreis viel mit Borreliose-Infizierten in
Kontakt, von denen auch ein paar aufgrund der Spätfolgen arbeitsunfähig
sind. Daher bin ich etwas stärker für das Thema sensibilisiert.
Das soll auch keine Panikmache sein, sondern ein Aufruf zu verstärkter
Vorsicht.
Ich selbst bin viel in Wald und Feld unterwegs und hatte dieses Jahr schon
ein paar Zecken. Ich werde nicht bei jeder Zecke 6 Wochen Antibiotika
einnehmen, sonst dürfte ich gar nicht mehr damit aufhören. Aber wenn die
Zeckensaison vorbei ist, werde ich mich auf jeden Fall testen lassen. Denn
es kann ja auch vorkommen, dass man eine kleine Zecke (z.B. eine Nymphe)
gar nicht entdeckt...
Liebe Grüße,
Anke
Hallo Anke,
ich will zwar nicht klugsch.., aber noch ein paar Anmerkungen.
Bei den Symptomangaben hatte ich ja "in der Regel" erwähnt
, du hast natürlich recht, dass die Wanderröte nicht immer der Fall ist. Das mit den 24 h habe ich aus einer amerikanischen Veröffentlichung bzgl. lyme desease (=Borreliose), die dies statistisch evaluiert hat. ...hier geht es also um die Wahrscheinlichkeit...so gesehen ist dein Einwand bedingt berechtigt.
Die Infektionsrate bei Zecken hatte ich selber überprüft (habe mich als Biologe wissenschaftlich damit beschäftigt...nicht als Mediziner!), ca. 40 % der Zecken hatten einen positiven Befund auf Borrelien, bei einfangenden Wildmäusen war der Antikörpertest bei über 50% positiv (Region: Rheinland, Eifel, Siebengebirge, Westerwald)...ist aber schon was länger her.
PS.: Auch ELISA bzw. western blot sind Antikörpertests
, die sensitivste aber auch teuerste Methode ist ein PCR (Polymerase chain reaktion, hier wird auf DNA von borrellia burgdorferi getestet).
Über die Therapie dürftest du besser Bescheid wissen, das mit dem "Nichterkennen" durch die Ärzte war auch in meinen bekannten Fällen das größte Problem gewesen. Die Spät-Symptome gleichen in vielen Fällen der der Syphillis.
noch etwas: ich kenne eine Reihe von positiv getesten Leute, die die Infektion vermutlich ohne Spätfolgen überstanden haben, also bei einem positiven Befund nicht in Panik geraten....die normalen Test weisen nur die Anwesenheit von Antikörper nach, die man auch nach überstandener Infektion im Blut hat.
Wenn wir gerade bei den Risiken für Pilzsucher sind, sollten wir vieleicht als nächstes das Problem Fuchsbandwurm diskutieren
.
Gruß
wolfgang
Hallo Klaus,
die Zecken scheinen mich nicht zu mögen, daher habe ich keine Probleme damit
und treffe auch keine besonderen Vorsorgemassnahmen gegen Zecken,
viele Grüsse
Matthias
Hallo Matthias,
vielleicht liegt's am Namen
ich habe auch nie Probleme mit Zecken, obwohl ich im Sommer mit kurzen Radlerhosen und ärmellosen Shirts durch den Wald renne, weil ich ja mit dem Radl hinfahre.
Gruß
Hias
Hallo Anke,
Ich möchte noch ein paar Dinge anfügen:
In einem guten Prozentsatz der Fälle (bezüglich genauer Angaben
müßte ich lügen) tritt kein roter Fleck auf, obwohl eine Infektion
stattgefunden hat.
Hier in Mitteleuropa äußern sich 89% aller Infektionen mit Borrelia burgdorferi mit einem Erythema migrans und bleiben nich unentdeckt. Also hier Entwarnung! Eine voll ausgebildete Lyme-Borreliose (mit allem drum und dran; ECM, neurologische Erkrankung, ACA, Herzaffektionen und Gelenkserkrankungen) ist sehr selten!
Wenn man gebissen wurde und die Zecke lange genug Zeit hatte, Speichel in die
Einstichstelle zu injizieren, kann man die Zecke einfach an ein dafür
ausgewiesenes Labor schicken und sie auf Borrelien testen lassen.
? Was soll das bringen, ausser dass man womöglich erfährt, dass die Zecke Borrelien hatte
Ob der Gebissene erfolgreich infiziert wurde läßt sich somit nicht eruieren, da kann man doch gleich selbst zu Arzt gehen?
Will man sich selbst testen lassen, sollte man beachten, dass der Arzt, zu
dem man geht, sich wirklich mit Borreliose auskennt.
*g* Seit wann muss sich ein Internist 'auskennen'!? Der schickts einfach in ein Labor, und für die ist das Routine.
Eine Infektion mit Borrelien verläuft übrigens von der Symptomatik so
unspezifisch, das man sich zumindest am Ende der Saison einmal testen
lassen sollte, auch wenn man der Meinung ist, dass es einem ja gut geht.
Oh je! Da wäre das Quartalsbudget sämtlicher Hausärzte auf einen Schlag aufgebraucht, wenn plötzlich Heerscharen von hysterischen Hypochondern sich auf Borrelien testen lassen würden. Bitte dies mit einem großen Schmunzeln zu lesen
Ich bin gar nicht dafür, hier eine Panik loszutreten. Die Lyme-Borreliose ist eine seltene Erkankung! Ich kenne in meinem Kreis sicherlich ein haufen Leute, die sich in Wäldern rumtummeln - ich hatte in meinem ganzen Umfeld und in meinem ganzen Leben nur einmal von einer Borreliose gehört, und die zog sich eine Freundin im Urlaub zu (Griechenland). Die Wanderröte war so ausgeprägt und mit Fieber begleitet, dass sie regelrecht flach lag.
Ich bin in meinem persönlichen Umkreis viel mit Borreliose-Infizierten in
Kontakt, von denen auch ein paar aufgrund der Spätfolgen arbeitsunfähig
sind.
Bist Du Mikrobiologin oder Medinzinerin in einem Borreliose-Zentrum
Natürlich tut Sensibilisierung Not, auch wenn man dabei den 'Gruselfaktor' bemühen muss und mal ein kleines Portrait dieser Erkrankung zeichnet, aber bitte nicht gleich nach jedem Waldspaziergang zur Doxicyclin-Packung greifen, da brauchen wir ja dann gar nicht mehr aus dem Haus gehen.
Grüßle
Juergen
Tips für Zeckenträger:
Im Rahmen der allabendlichen Körperpflege auf die kleinen Biester achten
und sofort entfernen (mit einer 'guten' Pinzette anheben - nicht quetschen-, bis sie rausploppt
, oder besser noch mit einer Kanüle oder desinfizierten Nadel 'aushebeln'. Je schneller man die Zecke entfernt umso unwahrscheinlicher eine eventuelle Infektion!
Hallo,
Es legt nicht am Namen, sondern nur am Anfangsbuchstaben "M". Denn ich habe auch keine Schwierigkeiten mit Zecken.
Beste Grüße,
Marco
Hallo Matthias,
vielleicht liegt's am Namen
ich habe auch nie Probleme mit Zecken, obwohl ich im Sommer mit kurzen
Radlerhosen und ärmellosen Shirts durch den Wald renne, weil ich ja mit
dem Radl hinfahre.
Gruß
Hias
Hallo Jürgen,
Ich möchte noch ein paar Dinge anfügen: Hier in Mitteleuropa äußern sich 89%
aller Infektionen mit Borrelia burgdorferi mit einem Erythema migrans und
bleiben nich unentdeckt. Also hier Entwarnung!
Woher hast Du diese Prozentzahl? Ich nehme an, sie entstammt einer würzburger Studie von ´92? Oder hast Du noch eine andere Quelle?
Ich war mir eigentlich sicher, dass die Prozentzahl deutlich geringer ist. Wobei ich die Quelle gerade nicht mehr nennen kann. (Sehr unwissenschaftlich, ich weiß...) Da müßte ich nochmal nachforschen.
Eine voll ausgebildete
Lyme-Borreliose (mit allem drum und dran; ECM, neurologische Erkrankung,
ACA, Herzaffektionen und Gelenkserkrankungen) ist sehr selten!
Wie kommst Du zu dieser Aussage? Ich kann in meinem Bekanntenkreis auf Anhieb 10 Leute aufzählen, die sich mit Lyme-Borreliose infiziert haben. Fünf davon sind erkrankt, drei davon sehr schwer, da es bei ihnen erst sehr spät erkannt wurde. Oft erfährt man von so etwas auch nur auf Nachfrage oder durch Ansprechen des Themas. Ich würde das auch nicht jedem auf die Nase binden.
Zudem wird eine Beteiligung von Borrelien an diversen Erkrankungen in unterschiedlichen Bereichen vermutet. Viele Erkrankte wissen überhaupt nicht, dass sie Borreliose haben, da kein Arzt auf die Idee gekommen ist, sie aufgrund ihrer Symptome darauf zu testen. Die Dunkelziffer ist daher sehr hoch.
Wie kannst Du dann sagen sie wäre selten?
? Was soll das bringen, ausser dass man womöglich erfährt, dass die Zecke
Borrelien hatteOb der Gebissene erfolgreich infiziert wurde läßt sich
somit nicht eruieren, da kann man doch gleich selbst zu Arzt gehen?
Ich habe es nur als Möglichkeit angegeben. Ansonsten hast Du recht.
*g* Seit wann muss sich ein Internist 'auskennen'!? Der schickts einfach in
ein Labor, und für die ist das Routine.
Es kommt darauf an, was der Arzt bei dem Labor in Auftrag gibt. Das ist nämlich eine Kostenfrage. Zudem ist nicht jedes Labor gleich dazu befähigt. Es gibt einige Labors, die sich darauf spezialisiert haben und dahin muß der Arzt die Probe erst schicken.
Etliche Hausärzte werden bei einem Zeckenstich nicht nach den heutigen Erkenntnissen reagieren, weil sie sich nicht entsprechend fortgebildet haben. (eigene Erfahrung) Daher habe ich ein paar Schlagworte in meine Äußerungen eingebaut, damit man zumindest mit etwas Vorwissen auftreten kann.
Oh je! Da wäre das Quartalsbudget sämtlicher Hausärzte auf einen Schlag
aufgebraucht, wenn plötzlich Heerscharen von hysterischen Hypochondern
sich auf Borrelien testen lassen würden. Bitte dies mit einem großen
Schmunzeln zu lesen
Schmunzeln kann ich, aber nur kurz. Sowohl mein Mann als auch meine Mutter waren nach einem Zeckenstich beim Arzt und wurden positiv getestet. Mein Mann hat sich die Zecke sogar im Ausland - einem wohlgemerkt angeblich noch relativ Borreliose-freiem Land - zugezogen. Wenn ich bei beiden nicht auf den Arztbesuch gedrängt hätte, wären sie gar nicht erst hingegangen und hätten vielleicht erst in 10 Jahren etwas davon gemerkt.
Das Quartalsbudget ist mir hinsichtlich meiner Gesundheit eigentlich ziemlich egal.
Ich bin gar nicht dafür, hier eine Panik loszutreten.
Das hatte ich auch nicht vor und habe es am Ende meines Thread versucht deutlich zu machen.
Die Lyme-Borreliose ist eine seltene Erkankung! Ich kenne in
meinem Kreis sicherlich ein haufen Leute, die sich in Wäldern rumtummeln -
ich hatte in meinem ganzen Umfeld und in meinem ganzen Leben nur einmal
von einer Borreliose gehört, und die zog sich eine Freundin im Urlaub zu
(Griechenland). Die Wanderröte war so ausgeprägt und mit Fieber begleitet,
dass sie regelrecht flach lag.
Wie ich bereits sagte sind die Symptome ausgesprochen unspezifisch und können bei jeder Person anders ausfallen. Zum Rest: siehe oben.
Bist Du Mikrobiologin oder Medinzinerin in einem Borreliose-Zentrum
Ich habe Milchwirtschaftliche Lebensmitteltechnologie studiert und arbeite in einem Mikrobiologie-Labor. Etwas Vorwissen durch eine veterinärmedizinische Ausbildung fließt da auch noch hinein. 
Über Lyme-Borreliose habe ich mich allerdings in erster Linie privat informiert.
Natürlich tut Sensibilisierung Not, auch wenn man dabei den 'Gruselfaktor'
bemühen muss und mal ein kleines Portrait dieser Erkrankung zeichnet, aber
bitte nicht gleich nach jedem Waldspaziergang zur Doxicyclin-Packung
greifen, da brauchen wir ja dann gar nicht mehr aus dem Haus gehen.
Ich denke, dass ein wenig Gruselfaktor nicht schadet, da die Erkrankung immernoch zu sehr unterschätzt wird. Ich bin sonst alles andere als Hypochonder, aber wenn man sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt, wird man automatisch vorsichtiger.
Liebe Grüße,
Anke
Hallo Wolfgang,
ich will zwar nicht klugsch.., aber noch ein paar Anmerkungen.
Bei den Symptomangaben hatte ich ja "in der Regel" erwähnt, du
hast natürlich recht, dass die Wanderröte nicht immer der Fall ist. Das
mit den 24 h habe ich aus einer amerikanischen Veröffentlichung bzgl. lyme
desease (=Borreliose), die dies statistisch evaluiert hat. ...hier geht es
also um die Wahrscheinlichkeit...so gesehen ist dein Einwand bedingt
berechtigt.
Ja, Du hast natürlich recht. Das ist eher ein von...bis-Wert. Aber wenn sich die Gelehrten über 12 oder 24 Stunden streiten, gehe ich lieber erstmal von 12 Stunden aus, das halte ich für gesünder. 
Die Infektionsrate bei Zecken hatte ich selber überprüft (habe mich als
Biologe wissenschaftlich damit beschäftigt...nicht als Mediziner!), ca. 40
% der Zecken hatten einen positiven Befund auf Borrelien, bei einfangenden
Wildmäusen war der Antikörpertest bei über 50% positiv (Region: Rheinland,
Eifel, Siebengebirge, Westerwald)...ist aber schon was länger her.
PS.: Auch ELISA bzw. western blot sind Antikörpertests
Ist schon klar, ich meinte damit, dass es ausreichend sensible Antikörpertests sind und es auch schlechtere Testmöglichkeiten gibt.
, die sensitivste
aber auch teuerste Methode ist ein PCR (Polymerase chain reaktion, hier
wird auf DNA von borrellia burgdorferi getestet).
Dass die PCR sehr sensitiv ist, ist klar. Mein Kenntnisstand ist, dass die beiden immunologischen Methoden bevorzugt angewandt werden. Das liegt ja vielleicht auch daran, dass dabei Antikörper nachgewiesen werden und sich damit im Untersuchungsmaterial keine Erreger befinden müssen.
Über die Therapie dürftest du besser Bescheid wissen, das mit dem
"Nichterkennen" durch die Ärzte war auch in meinen bekannten
Fällen das größte Problem gewesen. Die Spät-Symptome gleichen in vielen
Fällen der der Syphillis.
noch etwas: ich kenne eine Reihe von positiv getesten Leute, die die
Infektion vermutlich ohne Spätfolgen überstanden haben, also bei einem
positiven Befund nicht in Panik geraten....die normalen Test weisen nur
die Anwesenheit von Antikörper nach, die man auch nach überstandener
Infektion im Blut hat.
Das ist richtig. Allerdings (...ach, ich will ja eigentlich keine Panik machen...*rolleyes*) kann in Folge einer Immunsuppression dennoch irgendwann eine Symptomatik auftreten. Borrelien sind sehr hartnäckig. Auch Patienten die eine Weile negativ getestet wurden, können später wieder positiv werden. 
Wenn wir gerade bei den Risiken für Pilzsucher sind, sollten wir vieleicht
als nächstes das Problem Fuchsbandwurm diskutieren.
Gutes Thema!!!

Liebe Grüße,
Anke
Wenn wir gerade bei den Risiken für Pilzsucher sind, sollten wir vieleicht
als nächstes das Problem Fuchsbandwurm diskutieren.
Hallo Wolfgang,
dann musst du auch vor den Risiken von Freilandgemüse warnen da Füchse sich ja überall rumtreiben (auch in Großstädten), die Ansteckungsrate ist im Vergleich zu 80 Millionene Einwohner so gering, aber irgendwie muss ma ja die "bösen Pilz- und Beerensammler" aus dem Wald fernhalten,
viele Grüsse
Matthias
Hallo,
Wenn wir gerade bei den Risiken für Pilzsucher sind, sollten wir vieleicht
als nächstes das Problem Fuchsbandwurm diskutieren.
Das wäre schnell erledigt: es ist keines.
beste Grüße,
Andreas
Ich hatte bisher keinerlei Probleme mit Zecken.
Ich trage meist Militärhosen, welche ich entsprechend Im Wanderstiefel unten zugeschnürt habe. Außerdem benutzen wir ein Mittel namens Zanzarin. Eine Lotion mit natürlichen Inhaltsstoffen, welche wirklich übel riecht und offensichtlich die Zecken in die Flucht schlägt. ;o)
Gruß
Markus
Hallo!
Ich hatte gestern mal wieder 3 Biester am Körper. Die waren auch noch
außergewöhnlich klein.
Wie schützt Ihr Euch davor?
Gruß
Klaus
- kein Text -
Hallo,
Das wäre schnell erledigt: es ist keines.
beste Grüße,
Andreas
...da würde ich massiv widersprechen. In einigen Regionen -insbesondere in Süddeutschland- ist der Fuchsbandwurm weit verbreitet.
Von dem Genuss von Wild-Beeren würde ich in diesen Regionen definitiv abraten, ebenso sollte die Risikogruppe Jäger regelmäßig getestet werden.
Für Pilzsucher ist ein Risiko durch Geschmacksproben vorhanden, ..und mindestens so hoch wie vom Blitz getroffen zu werden oder von einem Meteroiten erschlagen zu werden.
)
mal ernsthaft: bei zunehmend schlechter werdenden Leberwerten sollte man als regelmäßiger Waldspaziergänger diese Möglichkeit mit einbeziehen. Mehr nicht, also keine Panik.
Gruß
Wolfgang
In Bezug auf Pilzsucher denke ich auch, dass es keins ist, da die Pilze ja wohl in der Regel ausreichend erhitzt werden, bevor sie verzehrt werden. In Sachen Wildobst in Bodennähe bzw. eventuell (Wild-)Gemüse läge da wohl schon eher ein Problem.
Soweit ich weiß, sind die bisher infizierten Personen in erster Linie Jäger, die sich an Fuchsbälgen infiziert haben. Dennoch habe ich großen Respekt vor dem Viech. Schließlich merkt man es erst, wenn es zu spät ist. Das heißt Lebertransplantation oder die Radieschen von unten.
Jedes Jahr sammle ich im Frühjahr Bärlauch, um daraus Pesto zu machen. Das habe ich mir bisher nicht nehmen lassen gleichwohl ich die Blätter unter fließendem Wasser penibel abreibe. Ein Sauarbeit ist das, aber so habe ich (denke ich mir jedenfalls) eine gewisse Sicherheit. (Naja...)
Liebe Grüße,
Anke
Hallo,
Das wäre schnell erledigt: es ist keines.
beste Grüße,
Andreas
Hallo Anke,
Vorab; ich finds ja schon gut, wenn hier ein Kundiger etwas über Borreliose veröffentlicht, und da will ich Dir herzlichst Danken dafür. Da in Deinem Umfeld wohl eine Art 'Hotspot' zu existieren scheint, was die Erkrankung Borreliose anbetrifft, klingt natürlich jeder Hinweis auf Statistik wie ein schlechter Witz
Trotzdem mal ein paar Zahlen. Borreliose hat eine Inzidenz von etwa 16-20 (in Deutschland, pro 100000) - nehmen wir ruhig das Doppelte an, also 40. Dann hat Borreliose die Häufigkeit von Tuberkulose! Ich würde mal meinen, dass Lyme-Borreliose ganz allgemein eher zu den selteneren Infektionserkrankungen zählt (obwohl die Tuberkulose in den letzten 10 Jahren zugenommen hat - wegen Zuwanderung und auch Impfmüdigkeit). Wenn man jetzt noch die Verschiedenen Stadien mit abnehmender Inzidenz einberechnet: Erythema migrans, neurologische Erkrankungen, chronische Hauterkrankung, Herzaffektionen, Gelenkserkrankungen, dann dürfte wohl klar sein, dass die Lyme-Borreliose in ihrer schlimmen Endausprägung noch seltener ist ... und ich spreche hier natürlich nicht von Deinem Umfeld. Wenn man jetzt noch bedenkt, wie viele Zeckenbisse es im Jahr hier gibt ...
Grüßle
Juergen
*Die Inzidenzen stammen vom Robert-Koch-Institut (2004)
*Die Prozentzahl im vorherigen Beitrag bezog sich, wie Du richtig vermutetest von einer Würzburger Studie
p.s.: Echinococcose (Fuchsbandwurminfektion) hat eine Inzidenz (Europaweit) von 0,02 (pro 100000) - deshalb ist eine Diskussion darüber eigentlich so gut wie sinnlos
Soweit ich weiß, sind die bisher infizierten Personen in erster Linie Jäger,
die sich an Fuchsbälgen infiziert haben. ....
Soweit ich mal gehört hab, siond es vor allem Landwirte, die die Eier mit ihren Maschinen aufwirbeln....
Aber macht ja nicht unbedingt einen Unterschied, viele sind´s trotzdem nicht.
VG, Tanja
Hallo Jürgen,
Ich weiß nicht woher du deine Zahlen hast, aber Borreliose ist schon deutlich häufiger. Vielleicht hast du dich in einer oder zwei Nullen vertan? 10 Leute kann ich dir auch ohne Probleme aufzählen und zwar allein aus Umfeld Jena und ohne die örtliche Selbsthilfegruppe. Von Panik halte ich trotzdem nicht allzuviel.
VG, Tanja
Hallo Jürgen,
das Robert-Koch-Institut ist eine äußert seriöse Quelle. Dennoch wage ich zu sagen, dass diese Zahlen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht realistisch sind. Die Inzidenzen (Inzidenz = Anzahl der Neuerkrankungen in einem bestimmten Zeitraum - für alle nicht-Eingeweihten
) beruhen auf nachweislich positive Befunde. Wenn ich jedoch betrachte, in wieweit die Kenntnisse der Bevölkerung über Borreliose überhaupt gehen, gehe ich von einer immensen Dunkelziffer aus.
Wer geht denn zum Arzt und sagt "Bitte testen Sie mich auf Borreliose". Und welcher Arzt fragt bei grippeartigen Symptomen oder Gelenksschmerzen gleich nach Zeckenbissen oder ordnet eine Borreliosetest an?
Die hohe Anzahl der Erkrankungen in meinem Umfeld ergibt sich einfach durch die hohe Anzahl medizinisch gebildeter Personen (Ärzte, Tierärzte u.a.) und durch die hohe Sensibilierung durch bereits erkrankte Personen. Wie mag dann die Rate bei weniger gut informierten Personen sein? Gehe ich in einen x-beliebigen Ort auf dem Land oder auch in die Stadt und spreche eine x-beliebige Person auf das Thema Borreliose an, hat sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit noch nichts oder nur sehr wenig davon gehört.
Borreliose gibt es schon sehr lange. Die Durchseuchung der Zecken hat in den letzten Jahrzehnten nur sehr stark zugenommen.
Die Unspezifität der Symtome lässt einen Arzt nicht gleich an Borreliose denken. Da wird erstmal Rheuma oder ähnliches behandelt...
Alle drei schwer erkrankten Fälle meines Umfeldes haben eine richtige Odyssee von Arzt zu Arzt hinter sich. Jeder diagnostizierte etwas anderes, bis irgendjemand mal auf die Idee kam, es könnten ja Borrelien sein.
Zudem kommen die vielen Erkrankungen, bei denen eine Beteiligung von Borrelien vermutet wird...
Warten wir mal ab, wie sich die Inzidenz in den nächsten Jahren entwickelt.
Liebe Grüße,
Anke
Vorab; ich finds ja schon gut, wenn hier ein Kundiger etwas über Borreliose
veröffentlicht, und da will ich Dir herzlichst Danken dafür. Da in Deinem
Umfeld wohl eine Art 'Hotspot' zu existieren scheint, was die Erkrankung
Borreliose anbetrifft, klingt natürlich jeder Hinweis auf Statistik wie
ein schlechter WitzTrotzdem mal ein paar Zahlen. Borreliose hat eine
Inzidenz von etwa 16-20 (in Deutschland, pro 100000) - nehmen wir ruhig
das Doppelte an, also 40. Dann hat Borreliose die Häufigkeit von
Tuberkulose! Ich würde mal meinen, dass Lyme-Borreliose ganz allgemein
eher zu den selteneren Infektionserkrankungen zählt (obwohl die
Tuberkulose in den letzten 10 Jahren zugenommen hat - wegen Zuwanderung
und auch Impfmüdigkeit). Wenn man jetzt noch die Verschiedenen Stadien mit
abnehmender Inzidenz einberechnet: Erythema migrans, neurologische
Erkrankungen, chronische Hauterkrankung, Herzaffektionen,
Gelenkserkrankungen, dann dürfte wohl klar sein, dass die Lyme-Borreliose
in ihrer schlimmen Endausprägung noch seltener ist ... und ich spreche
hier natürlich nicht von Deinem Umfeld. Wenn man jetzt noch bedenkt, wie
viele Zeckenbisse es im Jahr hier gibt ...
Grüßle
Juergen
*Die Inzidenzen stammen vom Robert-Koch-Institut (2004)
*Die Prozentzahl im vorherigen Beitrag bezog sich, wie Du richtig vermutetest
von einer Würzburger Studie
p.s.: Echinococcose (Fuchsbandwurminfektion) hat eine Inzidenz (Europaweit)
von 0,02 (pro 100000) - deshalb ist eine Diskussion darüber eigentlich so
gut wie sinnlos
Hallo Tanja,
Ich weiß nicht woher du deine Zahlen hast, aber Borreliose ist schon deutlich
häufiger. Vielleicht hast du dich in einer oder zwei Nullen vertan?
Ich hab nochmal nachgeguckt - im Eifer der Diskussion kann man schon mal unbewusst übertreiben
; die Zahlen sind korrekt (ich hab sie auch noch verdoppelt
. Das ist eben der Fluch und auch das unmenschliche an der Statistik, dass wir mit unseren subjektiven Erfahrungen da rangehen. Wenn Du 10 Leute kennst (lass es auch 20 oder 30 sein), die im Umfeld Jena Borreliose hatten/haben, dann liegt das immer noch innerhalb der Indzidenz, selbst dann, wenn sie alle im gleichen Jahr erkrankt sind. Inzidenz bezeichnet die Zahl der Neuerkrankten pro Zeiteinheit und Gesamtbevölkerung (meisten auf Jahr und 100000 berechnet). Die Statistik verzeichnet auch keine Hotspots. Warum kennst Du z.B. (nehme ich jetzt mal ganz frech an
keine 10 Tuberkulosekranken in Deinem Umfeld (bedenke, die sind wahrscheinlich häufiger als Borreliosekranke)? Das könnte daran liegen, dass Du Dich mit Deinem Bekanntenkreis in einer anderen sozialen Schicht bewegst, als in der, wo Tuberkulose ein ernsthaftes Thema ist. Das sind eben subjektive Wahrnehmungen, die einem immer wieder zwischenreinfunken. Ich war auch nicht gefeit davon, wie man in meinem ersten Beitrag sieht
Nur weil ich nur einen Fall von Borreliose kenne, könnte die Erkrankung doch häufiger sein, als ich sie empfinde.
Grüßle
Juergen
Hallo Anke,
Wer geht denn zum Arzt und sagt "Bitte testen Sie mich auf
Borreliose". Und welcher Arzt fragt bei grippeartigen Symptomen oder
Gelenksschmerzen gleich nach Zeckenbissen oder ordnet eine Borreliosetest
an?
Kann ich gut verstehen, und ich will nicht bestreiten, dass da vieles im Argen liegt.
Die hohe Anzahl der Erkrankungen in meinem Umfeld ergibt sich einfach durch
die hohe Anzahl medizinisch gebildeter Personen (Ärzte, Tierärzte u.a.)
und durch die hohe Sensibilierung durch bereits erkrankte Personen.
Das könnte natürlich eine gut nachzuvollziehende Erklärung für Deinen 'Hotspot' sein.
Wie
mag dann die Rate bei weniger gut informierten Personen sein? Gehe ich in
einen x-beliebigen Ort auf dem Land oder auch in die Stadt und spreche
eine x-beliebige Person auf das Thema Borreliose an, hat sie mit sehr
hoher Wahrscheinlichkeit noch nichts oder nur sehr wenig davon gehört.
Borreliose gibt es schon sehr lange. Die Durchseuchung der Zecken hat in den
letzten Jahrzehnten nur sehr stark zugenommen.
Die Unspezifität der Symtome lässt einen Arzt nicht gleich an Borreliose
denken. Da wird erstmal Rheuma oder ähnliches behandelt...
Alle drei schwer erkrankten Fälle meines Umfeldes haben eine richtige Odyssee
von Arzt zu Arzt hinter sich. Jeder diagnostizierte etwas anderes, bis
irgendjemand mal auf die Idee kam, es könnten ja Borrelien sein.
Zudem kommen die vielen Erkrankungen, bei denen eine Beteiligung von
Borrelien vermutet wird...
Warten wir mal ab, wie sich die Inzidenz in den nächsten Jahren entwickelt.
Kassandraruf?
Grüßle
Juergen
Hallo,
meinem Kenntnisstand nach gibt es keine besonders gefährdete Personengruppe.
Die wenigen tatsächlich bekannt gewordenen Fälle (3? 4? 5?) dürften sich in frühester Kindheit infiziert haben, es liegt der Verdacht nahe dass es bereits im Krabbelalter war.
Eine tatsächliche Infizierung durch Fuchsbälger (Jäger) oder überhaupt von erwachsenen Personen ist mir nicht bekannt. Bitte belehrt mich eines besseren wenn es inzwischen tatsächlich so einen Fall (oder gar mehrere?) gibt.
Jedenfalls ist es richtig, dass auf Beeren, Pilzen oder ähnlichem immer wieder Fuchsbandwurmeier nachgewiesen werden - aber immer tote, nie lebende! Die Eier sind nämlich sehr lichtempfindlich und dürften nach wenigen Stunden bereits abgestorben sein.
Zudem markiert der Fuchs mit seinem Kot seine Reviergrenzen, wozu vor allem Steine und Baumstümpfe benutzt werden. Pilze sind da aufgrund ihrer Kurzlebigkeit kaum geeignete "Grenzpflöcke", Himbeeren zu stachelig zum reinkacken und Heidelbeeren zu klein ....
Ich persönlich halte irgendeine Gefahr, sich mit Fuchsbandwurm zu infizieren für praktisch nicht existent.
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas,
ich kann dir nur zustimmen und denke das jeder der Pilze mit der Hinterlassenschaft eines Fuchses obendrauf kaum zu Speisezweckem sammelt, das gleiche mit dem Licht gilt ja auch für Tollwuterreger,
viele Grüsse
Matthias
Hallo Andreas,
ja, es gibt Fälle von Jägern, die sich an den Bälgern infiziert haben. Die Eier sitzen auch im Pelz und beim Abbalgen kann der Staub eingeatmet werden.
Über die Lichtempfindlichkeit der Eier war ich bisher nicht informiert.
Eine nette Seite über den Fuchsbandwurm ist folgende:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fuchsbandwurm
Man beachte auch die unten genannten Links.
Liebe Grüße,
Anke
Hallo Jürgen,
Ich möchte noch ein paar Dinge anfügen: Hier in Mitteleuropa äußern sich 89%
aller Infektionen mit Borrelia burgdorferi mit einem Erythema migrans und
bleiben nich unentdeckt. Also hier Entwarnung! Eine voll ausgebildete
Lyme-Borreliose (mit allem drum und dran; ECM, neurologische Erkrankung,
ACA, Herzaffektionen und Gelenkserkrankungen) ist sehr selten!
naja, das hilft dem direkt Betroffenen auch nicht weiter. Einmal hatte ich das Erythema migrans klassisch und einmal nicht. Als ichs nicht hatte, hab ich dafür extremes Fieber bekommen mit SCHüttelfrost und allen SChikanen und wurde erst nach dem heftigen Fieberschub von 1 Woche mit Antibiotika behandelt, weil die Hausarztvertretung mir nicht glauben wollte und den einfachen Antikörpertest in diesem frühen Stadium durchführte, der dann natürlich negativ war. Alsd der Hausarzt dann wieder da war, bekam ich auch Antibiotika und wurde einige Wochen später auch positiv getestet. Meine Mutter hatte letztlich auch eine Wanderröte und wurde wieder direkt getestet, Resultat negativ und ich glaub nicht, daß es bei ihr der fürh ansprechende Test war, sie hat dann Gott sei Dank doch ANtibiotika genommen (sie hatte schon 1980 rum eine unbehandelte Borreliose....). Soviel nur dazu, daß die Hausärzte inzwischen Bescheid wissen und daß Borreliose eine seltene Krankheit ist (Wars nicht im Kraichgau wo einer der Borreliosespezialisten eine Reihenunterscuheung in der Bevölkerung gemacht hat und bei 30%!! der Untersuchten Borrelioseantikörper fand?). Im zweiten Fall als ich die klassische Wanderröte hatte fühlte ich mich kein bißchen krank, nahm aber auch gleich ANtibiotika und hab mich nicht testen lassen, weil ichs als unnötig empfand.
Ich geh aber trotzdem in den Wald, hatte dieses Jahr bestimmt schon wieder 5 zecken, aber vermutlich keine Borreliose, da ich die Biester auch immer ziemlich schnell entdecke. Zeckenbisse müssen einfach über eine längere Zeit beobachtet werden und man muß sie auch im Gedächtnis haben, falls rätselhafte Beschwerden auftauchen.
Grüße
Birgit
Hallo Andreas,
ja, es gibt Fälle von Jägern, die sich an den Bälgern infiziert haben. Die
Eier sitzen auch im Pelz und beim Abbalgen kann der Staub eingeatmet
werden.
Über die Lichtempfindlichkeit der Eier war ich bisher nicht informiert.
Eine nette Seite über den Fuchsbandwurm ist folgende:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fuchsbandwurm
Man beachte auch die unten genannten Links.
Liebe Grüße,
Anke
Hallo Anke,
ich muss doch noch mal nachhaken. Was meinst Du mit "infiziert"? Wurde bei diesen Leuten tatsächlich ein Fuchsbandwurm nachgewiesen, oder wurden Eier im Körper nachgewiesen, oder wie wurde die Infektion diagnostiziert? Bei schätzungsweise 20 Jahren Entwicklungsdauer des Bandwurms muss das ja wohl irgendwie vorher festgestellt worden sein, aber wie?
beste Grüße,
Andreas
Hallo Andreas,
ich muss doch noch mal nachhaken. Was meinst Du mit "infiziert"?
Wurde bei diesen Leuten tatsächlich ein Fuchsbandwurm nachgewiesen, oder
wurden Eier im Körper nachgewiesen, oder wie wurde die Infektion
diagnostiziert? Bei schätzungsweise 20 Jahren Entwicklungsdauer des
Bandwurms muss das ja wohl irgendwie vorher festgestellt worden sein, aber
wie?
Der Mensch infiziert sich durch die orale Aufnahme der Wurmeier. Die Eier setzen sich in der Regel in der Leber ab (in selteneren Fällen auch in Lunge und Gehirn!), und erst dort beginnt dann ein mehr oder weniger komplexes Wechselspiel zwischen Immunabwehr im Wirtskörper und Entwicklung der Parasitenlarve, das sich über Jahre und Jahrzehnte erstrecken kann, bevor die ersten Symptome auftauchen. Es gibt zwei verschiedene Fuchsbandwürmer:
Bei der zystischen Echinokokkose (Echinococcus granulosus) entsteht aus dem Ei/Larvenstadium eine flüssigkeitsgefüllte Zyste, die Kindskopfgröße erreichen kann. Die klinische Erscheinung entspricht der eines Tumors, und ist von der Lage der Zyste abhängig (Leber, Lunge, Gehirn). Symptome können folgende sein: Druckgefühl im Oberbauch, Ikterus, Thoraxschmerzen, Husten mit Auswurf, Lähmungen, Erblindung. Therapie; operative Entfernung der Zyste und/oder Chemotherapie.
Schlimmer ist die sogenannte alveoläre Echinokokkose (Echinococcus multilocularis). Der Mensch nimmt das Ei oral auf, und meistens setzt sich das Ei in der Leber ab. Im Gegensatz zu E. granulosus bildet sich jedoch keine geschlossene Zyste, sondern eine Larve, die wie ein maligner Tumor infiltrativ wächst. Das Keimepithel bildet Sprossen, die das Lebergewebe durchsetzen. Wegen ihrer zerstörerischen Potenz ist die alveoläre Echinokokkose eine außerordentlich gefährliche Infektion, vor allem, weil sie in der Regel entdeckt wird, wenn die Gewebszerstörung schon weit fortgeschritten ist. Auch hier wird chirurgische Entfernung der Wurmlarve empfohlen, was aber nie vollständig gelingt. Es schließt sich dann eine Chemotherapie an.
Quelle: Lehrbuch der medizinischen Mikrobiologie 7. Auflage, H. Brandis, H.J.Eggers, W.Köhler, G.Pulverer.
Grüßle
Juergen
Hallo Birgit,
naja, das hilft dem direkt Betroffenen auch nicht weiter.
Statistik hat natürlich keinen therapeutischen Effekt und wird von Betroffenen eh meist als schlechter Witz angesehen, is mir scho klar
Dennoch macht mich Dein Erfahrungsbericht nachdenklich, vor allem der hohe Durchseuchungsgrad in Deiner Region. Was mir Mut macht ist Dein Mut, trotzdem unbekümmert in den Wald zu gehen.
Lieben Gruß
und a guats Nächtle
Juergen
Hallo Andreas,
den Ausführungen von Jürgen ist eigentlich kaum etwas hinzuzufügen. Nur dass Echinococcus granulosus gemeinhin als Hundebandwurm bezeichnet wird, weil seine Entwicklung über den Hund-Schaf-Zyklus verläuft. Das heißt, das Schafe (aber auch andere Warmblüter) in der Regel als Zwischenwirte dienen und Hunde (oder andere als Endwirte.
Die Entwicklung des Echinococcus multilocularis verläuft dagegen über den Fuchs-Nagetier-Zyklus. Wobei als Zwischenwirt in erster Linie Mäuse auftreten.
Der Nachweis der Infektion erfolgt über einen Antikörper. Wobei bei den besagten Jägern meines Wissens erst in einem sehr späten Stadium Echinococcose diagnostiziert wurde. Da kann eventuell schon ein so großer Organschaden vorgelegen haben, dass die Erkrankung zunächst über bildgebende Verfahren (CT, Röntgen) erkannt worden ist.
Die Entwarnung, die ihr aufgrund der angeblichen Lichtempfindlichkeit der Eier gegeben habt, kann ich nicht bestätigen. Nach meinen Nachforschungen (Leider habe ich momentan kein richtiges Parasitologiebuch zur Hand, dafür aber ein sehr ausführliches Skript der Tierärztlichen Hochschule Hannover, das ich während meiner Ausbildung büffeln durfte
)ist der Erreger selbst bei Trockenheit und hohem Lichteinfall noch ein paar Stunden nach Absetzen durch den Endwirt infektiös, unter kühlen, schattigen Bedingungungen (wie das im Wald ja häufiger vorkommt) sogar bis zu mehrere Monate.
Schließlich infizieren sich auch die Zwischenwirte (Nager) über Früchte, Gräser, Pilze, etc. Wenn die Eier sofort nach dem Ausscheiden absterben würden, hätte der Wurm deutlich schlechtere Chancen seine Art zu erhalten
))
Hier noch ein paar informative Links:
http://www.vu-wien.ac.at/i116/echinococcus_multilocularis/index.htm
http://www.landkreis-oldenburg.de/downloads/53_fuchsbandwurm.pdf
http://www.vis.unispital.ch/german/PatientenUndBesucher/LeberGallenwege/Gutartige+Leber...
http://www.vis.usz.ch/german/PatientenUndBesucher/LeberGallenwege/Gutartige+Lebertumore...
Liebe Grüße,
Anke
Ach ja: Die Eier werden übrigens nicht nur direkt durch den Kot abgesetzt, sondern sitzen auch im Fell der Füchse (besagte Infektionsquelle für Jäger). Beim Durchstreifen von Gebüsch können diese Eier abgestreift werden.
Liebe Grüße,
Anke
Noch ne frage, ist man dagegen nicht so wie geimpft wenn mans mal hatte, geheilt wurde und antikörper nachgewiesen werden können? Antikörper sind ja dazu da im Fall das mann es wieder bekommt sofort auf die Bakterien loszugehen oder hab ich da was im Biountericht verpennt?
Greetz Stefan der gestern unter der Dusche auch schon wieder so ein Zecken Biest rumkrabelnd endeckte
Hallo Wolfgang,
dann musst du auch vor den Risiken von Freilandgemüse warnen da Füchse sich
ja überall rumtreiben (auch in Großstädten), die Ansteckungsrate ist im
Vergleich zu 80 Millionene Einwohner so gering, aber irgendwie muss ma ja
die "bösen Pilz- und Beerensammler" aus dem Wald fernhalten,
viele Grüsse
Matthias
hallo matthias! du schreibst mir aus der seele. jedes jahr wird der fuchsbandwurm aufgewärmt, damit panikmacher mehr zum ernten haben.
felix
Also ich weiß nicht, was ihr unter Panikmache versteht. Für mich sind es einfach Informationen, die die Gesundheit schützen können. Ob ihr sie beachtet oder nicht, bleibt euch überlassen, aber andere sind vielleicht froh, wenn sie über Risiken besser Bescheid wissen bzw. sie besser einschätzen können. Bis vor ein paar Jahren wußte ich selbst nicht Bescheid und bin froh, dass ich jetzt mehr weiß. Denn die Informationen waren in den Medien zu den angesprochenen Themen bisher wahrlich dünn gesäht, wenn man nicht gerade danach suchte. Erst dieses Jahr ist mir eine verstärkte und halbwegs vernünftige Aufklärung in Zeitung, TV und Radio aufgefallen.
Und dass die "Panikmache" dazu dient, um im Wald selbst mehr ernten zu können oder die Leute aus dem Wald fernzuhalten ist ja wohl ein Scherz. Was anderes fällt mir dazu eigentlich nicht ein. Ansonsten solltet ihr euch mal mit ein paar Betroffenen unterhalten.
Grüße,
Anke
hallo matthias! du schreibst mir aus der seele. jedes jahr wird der
fuchsbandwurm aufgewärmt, damit panikmacher mehr zum ernten haben.
felix
Hallo Anke,
ich habe nie von "Panikmache" geredet, ich habe ja nur gesagt das ich die Reaktion auf den Fuchsbandwurm sehr überzogen halte, ich selbst gehe schon länger als 30 Jahre in die Pilze und kenne sehr viele Pilzler die zeitlich gesehen noch länger als ich in die Pilze gehen und da habe ich noch nie von einem Fall vom Fuchsbandwurm gehört. Es soll sich ja jeder über die Risiken informieren, aber da bitte nicht übertreiben,
viele Grüsse
Matthias
meinem Bekanntenkreis ist ein Fuchsbandwurm Betroffener eingefangen beim Pilzlen und lange von den Aerzten nicht erkannt!!!Der ist bei den Schüben die Ihn treffen ähnlich MS im Rollstuhl!!Grüesslis Hans
Ps es gibt im Leben nichts ohne Risiko sogar das Leben ist ein Risiko?
Hallo Anke,
ich habe nie von "Panikmache" geredet, ich habe ja nur gesagt das
ich die Reaktion auf den Fuchsbandwurm sehr überzogen halte, ich selbst
gehe schon länger als 30 Jahre in die Pilze und kenne sehr viele Pilzler
die zeitlich gesehen noch länger als ich in die Pilze gehen und da habe
ich noch nie von einem Fall vom Fuchsbandwurm gehört. Es soll sich ja
jeder über die Risiken informieren, aber da bitte nicht übertreiben,
viele Grüsse
Matthias
meinem Bekanntenkreis ist ein Fuchsbandwurm Betroffener eingefangen beim
Pilzlen und lange von den Aerzten nicht erkannt!!!Der ist bei den Schüben
die Ihn treffen ähnlich MS im Rollstuhl!!Grüesslis Hans
Ps es gibt im Leben nichts ohne Risiko sogar das Leben ist ein Risiko?
Und woher weißt Du bzw. er so genau wo er sich den eingefangen hat? Warum soll das gerade beim Pilzeln gewesen sein und nicht bei Nachbars Katze?`
beste Grüße,
Andreas
einmal zu wenig weit gedacht!Wollte aber eigentlich sagen für den Betroffenen ist es so oder so tragisch!Ich glaube Anke wollte das eigentlich auch betonen ob infizierte Zecke oder Fuchsbandwurm wenn die Krankheit ausbricht kann es tragisch werden?Aber so oder so jede gefährliche Krankheit ist tragisch.Aber Du hast recht schützen kann man sich nur bedingt wobei wir jetzt ins philosophieren kommen und und uns fragen müssen Krankheit ,Unfall ,Katastrophen können nie ausgeschlossen werden das Schicksal schlägt zu oder wenn wir Glück haben auch nicht?Das Leben ist halt Risiko!Bist Du mit mir einigermassen einig?Liebe Grüsse Hans
Und woher weißt Du bzw. er so genau wo er sich den eingefangen hat? Warum
soll das gerade beim Pilzeln gewesen sein und nicht bei Nachbars Katze?`
beste Grüße,
Andreas
meinem Bekanntenkreis ist ein Fuchsbandwurm Betroffener eingefangen beim
Pilzlen und lange von den Aerzten nicht erkannt!!!Der ist bei den Schüben
die Ihn treffen ähnlich MS im Rollstuhl!!Grüesslis Hans
Ps es gibt im Leben nichts ohne Risiko sogar das Leben ist ein Risiko?
....klingt mehr nach Borreliose als nach Fuchsbandwurm.
VG, Tanja
Hallo zusammen,
ich fühle mich hier ein wenig mißverstanden. Zumindest was das Ziel meiner Ausführungen angeht.
Das, was ich geschrieben habe (halte ich) für in keinster Weise übertrieben. Ich habe hier lediglich Fakten geschrieben, die man selbst nachlesen kann. Die Personen, die ich aus meinem Bekanntenkreis kenne, und die von Borreliose betroffen sind, wären von vielem verschont geblieben, wenn ihnen vorher mal jemand etwas über Infektionsherde, Diagnostik und Behandlung erzählt hätte. Sie haben für ihre Unwissenheit teuer bezahlt. Sie alle sind sich einig, dass sie nicht ausreichend aufgeklärt wurden.
Viele von Euch haben sich auch schon eingehend mit dem Thema beschäftigt, vielleicht mehr als ich. Die braucht das ganze nicht zu interessieren, weil sie bereits entsprechende Schlüsse gezogen und ihr Verhalten dementsprechend anpasst haben (oder nicht). Das liegt ja letztendlich an jedem einzelnen.
Es gibt aber viele, die bisher nur am Rande von Fuchsbandwurm und Borreliose gehört haben, im Wald munter Beeren/Pilze/Zecken sammeln und sich sagen "die kleinen Fuchsbandwürmer/Borrelien werden mich schon nicht beißen". Für die war das ganze gedacht.
Bei jeder "Panikmache" (Ich verwende dieses Wort trotzdem nochmal) bleibt letztendlich nur ein kleines Bißchen im Gedächtnis hängen. Wenn sich demnächst vielleicht jemand überlegt, ob er die Heidelbeeren gleich im Wald in den Mund steckt oder vielleicht doch lieber daraus Marmelade kocht, habe ich schon erreicht, was ich wollte.
Liebe Grüße,
Anke
einmal zu wenig weit gedacht!Wollte aber eigentlich sagen für den Betroffenen
ist es so oder so tragisch!Ich glaube Anke wollte das eigentlich auch
betonen ob infizierte Zecke oder Fuchsbandwurm wenn die Krankheit
ausbricht kann es tragisch werden?Aber so oder so jede gefährliche
Krankheit ist tragisch.Aber Du hast recht schützen kann man sich nur
bedingt wobei wir jetzt ins philosophieren kommen und und uns fragen
müssen Krankheit ,Unfall ,Katastrophen können nie ausgeschlossen werden
das Schicksal schlägt zu oder wenn wir Glück haben auch nicht?Das Leben
ist halt Risiko!Bist Du mit mir einigermassen einig?Liebe Grüsse Hans
allerdings nicht von solch offiziellen Stellen. Meine Ärztin, die das Thema sehr locker sieht vermutet, dass man sich bereits im Kindesalter durch ein Zeckenbiss gegen Borreliose, sowie gegen FSME imunisieren kann. Deshalb sieht sie das mit der Impfung der Kinder gegen FSME auch sehr locker. Da ich hier in BAWÜ wohne sehe ich das allerdings schon besorgter.
Fakt ist, dass eine Bekannte von uns Physiotherapeutin ist und eine größere Anzahl von Borreliosepatienten betreut, die zum großen Teil nicht einmal den Biss bemerkt hatten und auch keine typischen Symptome hatten und auch keine großen Waldläufer sind. Also eventl. die Zecken im Garten aufgeschnappt haben.
Das halte ich zwar auch sehr abenteuerlich, aber was bleibt mir übrig. Die Frau sieht nicht aus wie eine, die sich die Info aus den Fingern saugt. Also bekam ich auch einen kleinen Schreck.
Trotzdem gehen wir mit unserem Kind in den Wald. Leider gibt es hier wirklich Eltern, die sich nichteinmal mehr zum Lagerfeuerplatz trauen, der Zecken wegen. Diese Kinder werden meiner Meinung um einen wichtigen Teil ihrer Existenz betrogen. Und das ist der traurige Beweis, dass schon eine gewisse Panikmache im Spiel ist. Besonders von den Herstellern der Zeckensprays denke ich.
Danke nochmals für die ausführliche Beschreibung.
Gruß: Manu
Hallo Manu:
Trotzdem gehen wir mit unserem Kind in den Wald. Leider gibt es hier wirklich
Eltern, die sich nichteinmal mehr zum Lagerfeuerplatz trauen, der Zecken
wegen. Diese Kinder werden meiner Meinung um einen wichtigen Teil ihrer
Existenz betrogen. Und das ist der traurige Beweis, dass schon eine
gewisse Panikmache im Spiel ist. Besonders von den Herstellern der
Zeckensprays denke ich.
Panikmache besitzt nicht nur einen profitablen Nebeneffekt - wir wissen ja schon lange, vor allem aus den USA, dass man verängstigten und verunsicherten Menschen alles verkaufen kann - sondern es dient auch in gewissem Grade der 'Unterhaltung'. Sommerlöcher können damit ganz ohne größeren Aufwand gestopft werden
Der Rat von Anke, wegen des Fuchsbandwurmes, keine Waldfrüchte mehr zu naschen, ist eher schon Ausdruck einer Phobie!
Grüßle
Juergen
Ach ja: Die Eier werden übrigens nicht nur direkt durch den Kot abgesetzt,
sondern sitzen auch im Fell der Füchse (besagte Infektionsquelle für
Jäger). Beim Durchstreifen von Gebüsch können diese Eier abgestreift
werden.
Liebe Grüße,
Anke
Hallo Anke,
ja das mag sein, dass das auch passiert. Allerdings dürften auch Füchse nur wenige lebensfähige Eier im Fell mit sich rumschleppen, denn die Lichtempfindlichkeit ist (jedenfalls nach meinen Informationen) tatsächlich recht groß und damit die Lebensfähigkeit der Eier auf ein paar Stunden beschränkt.
Also ehrlich gesagt für mich persönlich scheint mir die Gefahr einer Fuchsbandwurminfektion durch ungewaschene Waldfrüchte auch weiterhin so nahe bei Null zu sein, dass ich auch meinen Kindern geschweige denn mir selbst das Beeren naschen ganz sicher nicht verbieten werde!
Aber natürlich muss das jeder für sich selbst entscheiden.
beste Grüße,
Andreas