Pilze in der Presse, autsch!

pilzmel ⌂, (vor 7710 Tagen)

Hallo Pilzfreunde,
wenn in der Tagespresse längere Artikel über Pilze erscheinen, dann ist Spätsommer. Danach kann man den Kalender stellen. Und genau so kann man sich auf den Käse verlassen, der da verzapft wird. Nun sind ja Journalisten zweifelsohne nicht Fachleute für alles, aber es würde vielleicht schon viel helfen, wenn man genauer zuhört. Zwischen dem, was gesagt wurde (in der Regel von einem Pilzberater), und dem, was man liest, liegen oft Klüfte.
Stets gibt es auch ein Bild dazu, auf dem jemand Pilze präsentiert. Meist, weil hübsch, Fliegenpilze. Diesmal (in s/w) sind es laut Unterschrift "ein Kahler Krempling und ein Weißer Gift-Trichterling". Was immer das für ein Trichterling sein soll. Es sind aber vier Pilze zu sehen, was sich durch gründliches Zählen unschwer nachweisen läßt.
Ein erfreulicher Fortschritt ist immerhin zu würdigen: Es wird von Pilzarten gesprochen. Normaler Weise wird hier der aus der Kulturpflanzensystematik stammende Begriff Sorte benützt. Zwei Zeilen weiter aber die Aussage, "manche dieser Arten haben bis zu 180 Untersorten." Wohin paßt diese Zahl? Grübel... Aber die Untersorte ist nicht zu toppen! Diese Kategorie ist eine glatte Neuschöpfung.
Im Originalgespräch, welches ich erahne, wurde darauf hingewiesen, man solle Pilze aus Gründen der Bestimmung komplett entnehmen, also mit der Stielbasis. Ich vermute mal, hier gab es einen Hinweis auf Knollenblätterpilze. Was wird im Text daraus. Na das hier: "Der Hut, also der obere Teil des Knollengewächses reiche nicht aus." Die Bulboceae als neue Kreation.
Tipp für den Transport: "Durch das Zerfallen der Pilze können durch mangelhafte Luftzufuhr so genannte 'unechte' Vergiftungen entstehen." Interessante Kausalkette! Klingt irgendwie nach Halbwertszeit.
Natürlich wurde auch hinterfragt, wo man am besten Pilze sammeln könne. Antwort: "Besondere Regionen für Pilzsammler kann B. nicht empfehlen. 'Finden kann man sie überall', erklärt er. Manche eher an Laubhölzern, andere wiederum auf Wiesen und Feldern." Eine Wiese als Region, auch was Neues. Aber natürlich kann man auf einer solchen hin und wieder Pilzsammler finden. Auf Feldern weniger, an Laubhölzern habe ich Glücklicher noch keine gesehen!
Beste Grüße! Pilzmel

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Re: Pilze in der Presse, autsch!

Andreas ⌂, (vor 7710 Tagen) @ pilzmel

Hallo Andreas,

hübscher Bericht. Schade dass nicht genauer erklärt wird wieviele Untersorten nun die Knollengewächse haben .....

Antwort: "Besondere Regionen für Pilzsammler kann B. nicht
empfehlen. 'Finden kann man sie überall', erklärt er. Manche eher an
Laubhölzern, andere wiederum auf Wiesen und Feldern." Eine Wiese als
Region , auch was Neues. Aber natürlich kann man auf einer solchen hin
und wieder Pilzsammler finden. Auf Feldern weniger, an Laubhölzern habe
ich Glücklicher noch keine gesehen!

Nein? Ich finde da öfters welche, die suchen meist nach Mollisien:

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beste Grüße,
Andreas

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Also doch!

pilzmel ⌂, (vor 7709 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,
die Untergattung Aufbaumende Pilzsucher gibt es also doch! Bist du aber sicher, daß selbige nicht nach dem diametralen Gegenteil von Mollisia fahnden?
Beste Grüße! Andreas

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1a Fliegenpilze

phragmobasidie, (vor 7710 Tagen) @ pilzmel

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jeder außer dem Autor
vielleicht wars ja auch gut gemeint und die Denkfähigkeit
des Durchschnittslesers sollte mit einem Wort wie "Wulstling" oder "Knollenblätterpilz" nicht überstrapaziert werden.

Grüße
phragmobasidie

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... nur ungenießbar dieser Knolli ;-(( ...

Blausprödler, (vor 7710 Tagen) @ phragmobasidie

... die Verstorbenen hatten das bestimmt auch gedacht!

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Aha, Fliegenblätterpilz!

pilzmel ⌂, (vor 7709 Tagen) @ phragmobasidie

- kein Text -

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Da müsse mer halt jedes Jahr durch!

Piwo, (vor 7710 Tagen) @ pilzmel

- kein Text -