Re: Lederstieltäubling im Gebirge? (2 Fotos)

Andreas ⌂, (vor 7711 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,

ich kann mir schon denken, warum Jochen den Pilz nicht als Lederstiel-Täubling anerkennen will, aber die farbliche Vielfalt des Hutes ist bei dieser Art unglaublich! Typisch kennt man ihn an violett und ockerlich gemischten Farben, ineinander verwaschen und vielleicht noch etwas olivlich dabei. Aber ich zitiere mal (in holpriger Übersetzung) aus dem SARNARI Band 2:
"[...] die Oberfläche gelegentlich an eine "Hühnerhaut" erinnernd, besonders gegen die Mitte, Huthaut schwer abziehbar, glatt und glänzend wenn feucht, dennoch nicht verschleimend, mit höchst variablen Farbtönen, z.B. mit einem relativ gleichmäßigen ockergelb das an R. ochroleuca erinnert, mit einer braunviolett gefleckten Mitte (relativ häufige Form), oder mit einem olivgrünen Ton (sehr selten), des weiteren etwas häufiger mit einem schönen satten und glänzenden purpurrot, düster weinrot, zu einem violettlila ausblassend, purpurviolett mir schwärzlicher Mitte wie bei den typischen Formen von R. atropurpurea, ein anderes Mal mit einem schönen rosaviolett, im Tone der R. firmula, oder auch braunviolett, braunocker, fast einheitlich oder auch verschiedenfarbig mit gelben Tönen oder grünen etc."

Ein scharfer Täubling in dieser Größe und mit so deutlich bräunender Stielbasis, da fällt mir nix anderes als viscida ein. Und vom Aussehen her passen die rein purpurroten ja auch in die Variationsbreite mit rein.

Ich denke schon dass Du recht hast mit Lederstiel-Täubling, aber ich denke auch dass Jochen ebenfalls seine Lederstieltäublinge richtig bestimmt hat. Die Art ist einfach extrem variabel, mindestens so sehr wie der Hainbuchen-Täubling der ein ganz ähnliches Farbspektrum aufweist.

beste Grüße,
Andreas

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