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anmerkung zu blende und beugung

coco, (vor 7770 Tagen) @ Der Juergen

hallo!

die
"Blende 8" (Also 1/8tel)läßt die halbe Lichtmenge durch als die
Blende 4 (1/4tel) - immer Bezogen auf die fotographische Fläche
(Filmfenster, CCD-CHip).

kleine korrektur von mir: die blendenzahlen haben mit brüchen wie 1/8 nichts zu tun. bei blende 8 kommt auch nicht die hälfte der lichtmenge von blende 4 an, sondern nur ein viertel.
beim auf- oder abblenden wird eine kreisfläche vergrössert bzw. verkleinert. um einen kreis in seiner fläche zu verdoppeln, muss man seinen durchmesser mit der wurzel aus 2 multiplizieren, das ist ein faktor von etwa 1,4. um die kreisfläche zu vervierfachen, muss der durchmesser mit 2 x wurzel aus 2 multipliziert werden, also mit 2.
aus dieser physikalischen gegebenheit ergibt sich die von objektiven bekannte blendenreihe 1 - 1,2 - 1,4 - 1,7 - 2 - 2,8 - 4 - 5,6 - 8 - 11 - 16 - 22 - 32 - 45 - 64 - 90 usw.
ein schritt bedeutet "mal wurzel aus 2" und halbiert die lichtmenge, zwei schritte entsprechen "mal 2" und vierteln sie.

was das problem der beugungsunschärfe angeht, so tritt diese bei objektiven von digitalkameras tatsächlich schon bei grösseren blenden auf, als im analogen kleinbild. bei nicht makro-optimierten digitallinsen wird die an abbildungsfehlern relativ ärmste "kritische blende" meist schon bei einer abblendung von 1 - 2 stufen erreicht, also z.b. schon bei blende 5,6 statt bei z.b. 11 im analogbereich. ich habe digital schon oft beugungsunschärfen bereits bei blende 8 erlebt.

beste grüsse

coco

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