Re: Die gratigsporigen Plinthogali
Hallo Birgit und Markus,
Es waren drei Jahre
und vor zwei Tagen habe ich sie am selben Standort
wiedergefunden und obwohl ichs unten schon mal hingeschrieben habe nochmal
der Link zu dem Beitrag
Beitrag 83405 , der wohl
leider hier untergegangen ist.
Bin gestern erst aus dem Urlaub wiedergekommen und nachdem ich mit "seit ihrem letzten Besuch sind 10000 neue Mitteilungen eingetroffen" begrüßt wurde, habe mich entschieden alles zurückliegende der letzten 10 Tage zu ignorieren ....
Markus, meine bisherigen L. ruginosus-Funde
waren nie in der Hutmitte runzelig, sollte dieses Merkmal vorhanden sein?
Die Kerbung des Hutrandes war für mich bisher mit den geflügelten SPoren
(es fehlt eigentlich noch ein gerippter, der keine flügeligen Sporen hat
) ein Hauptbestimmungsmerkmal für L. ruginosus. Bei meinen bisher zwei
gesicherten Kollektionen von demselben Fundort hatten ca. 70% den
gerippten Hutrand.
Ich kann in Markus' beiden Bildern von ruginosus und subruginosus eigentlich außer der Hutrandausprägung keinerlei Unterschiede entdecken und vermute fast (tschuldige bitte, Markus) dass es dasselbe ist. Kann ich natürlich nur von zwei Bilder her bequem sagen, Markus wird shcon seine Gründe haben und sicherlich auch argumentieren.
Tja nach dieser Argumentation wäre mein im anderen Beitrag beschribene Pilz
wohl eher Lactarius subruginosus? Wenn die Hutrippung bei L. ruginosus ein
Merkmal wäre, das vielleicht nicht immer vorkommt, dann wird die
Abgrenzung zu L. ruginosus aber fast unmöglich, oder gibts noch ein
anderes sicheres Unterscheidungsmerkmal, das ich übersehen habe? Wolkige
Färbung habe ich bei meinen L. ruginosus-Funden eben auch geshen s.
nochmal dort
Beitrag 83405 .
Auch Heilmann-Clausen et al. bilden ruginosus etwas fleckig ab und schreiben das auch in der Beschreibung. Übrigens steht dort auch der Hinweis, dass ruginsous den dunkelsten Sporenstaub der ganzen Gruppe haben soll. Auch bei Lactarien sollte man nicht versäumen, ein Abwurfpräparat zu machen, auch wenn's nicht so wichtig sein mag wie bei Täublingen (oder vielleicht eines Tages doch?!). Diese Autoren erwähnen subruginosus nur in der Diskussion bei pterosporus als dessen Doppelgänger, nur mit Kokosgeruch und etwas niedrigerem SPorenornament. Sie erkennen die Eigenständigkeit nicht an, schreiben aber auch nicht explizit etwas von Synonymie ....
Der Lactarius-Band von BASSO hilft nicht viel weiter, dort ist z.B. L. ruginosus unser heutiger L. romagnesii. Damit ist auch nicht klar, was der dort ausführlich beschriebene L. subruginosus meint. Abgebildet ist ein Pilz der auffallend eng stehende Lamellen hat, der Hut ist der von azonites aber mehr bräunlich als dieser.
Die Originalbeschriebung von subruginosus sagt, dass der Hutrand "glatt (kaum gerippt)" sei, die Oberfläche "leicht längsrunzelig", der Geruch "schwach (in Richtung L. glyciosmus)" und das Sporenpulver "nach ROMAGNESI IIIb" entspricht.
Also nicht unbedingt die Rede von auffallendem Kokosgeruch und auch der Hutrand darf wohl leicht gerippt sein dann und wann.
Fragt sich, welche Variabilität man dem stark entscheidenden Merkmal "Hutrand gerippt - Hutrand glatt" zugestehen darf, wie entscheidend Sporenstaubfarbtöne in dieser Gruppe sind und auch die genaue Farbe der Fleischverfärbung (und Dauer bis zur Verfärbung!) ist meines Erachtens noch nicht genug untersucht. Azonies und subruginosus scheinen sich nur durch die Höhe des Sporenornamentes zu unterscheiden, subruginosus und ruginosus nur durch die Hutrandrippung. Hmmmm.....
beste Grüße,
Andreas
und vor zwei Tagen habe ich sie am selben Standort