zu L. duriusculum fm. robostum
Hallo Jürgen, hallo alle,
ich gehe mit Jürgen konform bezüglich der Bestimmung. Ich habe Leccinum duriusculum fm. robustum mehrfach in Südfrankreich gefunden - jeweils mit sehr deutlichem Netz. Bei mir in der Gegend hingegen find eich Leccinum duriusculum so gut wie gar nicht (geschweige denn die fm. robustum). Was mir auffiel, war die deutliche Tendenz der Huthaut, grob aufzureißen und große Areolen zu bilden. Das bilden L & E auch ab. Allerdings ist/war es in Südfrankreich auch recht heiß und die Fruchtkörper standen offen. Inwieweit das Merkmal was taugt, weiß ich also nicht.
Grüße
Christoph
wofür habe ich da nun 2 MB investiert, oder? Nun ja, ich kann ja schließlich
nicht ALLES selber finden...
Ich zitiere aus der Leccinum-Monographie von LANNOY & ESTADES (1995), S.
116, für Leccinum duriusculum fo. robustum : "Stipe ... avec un
réseau généralement spectaculaire [!!], profondement sculpté vers le haut,
formé de rides épaisses et longues à peine colorées"
Abb. bei MARCHAND 1970, Tafel 184 (junge Pilze)
Ich habe duriusculum in dieser ausgeprägt netzigen Form noch nicht
gefunden. Es gibt aber in der Gattung Vergleichsbeispiele, z. B. das
pseudo-réseau bei Leccinum variicolor .
Nur um nicht missverstanden zu werden: Ich lege mich nur nach dem Foto nicht
auf L. duriusculum fest. Mich hat nur gewundert, dass die Art - schon
wegen des einzigen in Frage kommenden Begleitbaums Pappel, der vor allem
für den Gallenröhrling ziemlich abwegig ist - überhaupt nicht in die
Überlegungen einbezogen wurde. So simpel nach dem Motto "hat ein Netz
-> kann nur Steinpilz oder Gallenröhrling sein" geht es aber auch
nicht.
Grüße, Jürgen