Re: Beinahe OT: Geschmack Eichhase?
Soweit ich mich erinnern kann, ist Rudis Frau z.B. begeistert vom Eichhasen
(Lieblingspilz?) und ich glaube auch schon anderweitig gehört zu haben, dass
er
sehr gut sein soll. Also, was ist denn nun richtig?
Das ist sicherlich Geschmackssache. Fakt ist jedoch, dass er nur wenig Eigengeschmack hat. Er dürfte für Leute interessant sein, die seine Quantität und Konsistenz schätzen - ein praller Bauch. Im frischen Zustand bricht er leicht, fasert wenig. Putzen ist aufwendig, aber nicht unmöglich. Zumindest nicht so schlimm wie bei der krausen Glucke. Von kräftigen Sossen ist abzuraten, sonst verkommt der Eichhase vollends zum blossen Füllstoff. Wetten, dass bei einer Blindverkosten keiner mehr unterscheiden könnte, ob er Eichhase oder zerbrochene Lasagneblätter in der Sosse gegessen hat? Trocknen habe ich letztes Jahr probiert, lohnt sich meiner Ansicht nach nicht.
Wer Eigenaroma bei Pilzen schätzt (das sind die Pfifferling- Steinpilz- Morchel- Champigon- Hallimasch- Brätling etc. Liebhaber) wird beim Eichhasen keine neuen Erlebnisse machen. Wie gesagt: Ein nette Kuriosität, essbar, aber keine kulinarische Aufregung wert. Ich freu mich kulinarisch mehr auf die Pfifferlinge, die hoffentlich bald kommen, wie auf Eichhasenfunde.