Re: Wie schützt Ihr Euch gegen Zecken??
Hallo Wolfgang,
ich will zwar nicht klugsch.., aber noch ein paar Anmerkungen.
Bei den Symptomangaben hatte ich ja "in der Regel" erwähnt, du
hast natürlich recht, dass die Wanderröte nicht immer der Fall ist. Das
mit den 24 h habe ich aus einer amerikanischen Veröffentlichung bzgl. lyme
desease (=Borreliose), die dies statistisch evaluiert hat. ...hier geht es
also um die Wahrscheinlichkeit...so gesehen ist dein Einwand bedingt
berechtigt.
Ja, Du hast natürlich recht. Das ist eher ein von...bis-Wert. Aber wenn sich die Gelehrten über 12 oder 24 Stunden streiten, gehe ich lieber erstmal von 12 Stunden aus, das halte ich für gesünder. 
Die Infektionsrate bei Zecken hatte ich selber überprüft (habe mich als
Biologe wissenschaftlich damit beschäftigt...nicht als Mediziner!), ca. 40
% der Zecken hatten einen positiven Befund auf Borrelien, bei einfangenden
Wildmäusen war der Antikörpertest bei über 50% positiv (Region: Rheinland,
Eifel, Siebengebirge, Westerwald)...ist aber schon was länger her.
PS.: Auch ELISA bzw. western blot sind Antikörpertests
Ist schon klar, ich meinte damit, dass es ausreichend sensible Antikörpertests sind und es auch schlechtere Testmöglichkeiten gibt.
, die sensitivste
aber auch teuerste Methode ist ein PCR (Polymerase chain reaktion, hier
wird auf DNA von borrellia burgdorferi getestet).
Dass die PCR sehr sensitiv ist, ist klar. Mein Kenntnisstand ist, dass die beiden immunologischen Methoden bevorzugt angewandt werden. Das liegt ja vielleicht auch daran, dass dabei Antikörper nachgewiesen werden und sich damit im Untersuchungsmaterial keine Erreger befinden müssen.
Über die Therapie dürftest du besser Bescheid wissen, das mit dem
"Nichterkennen" durch die Ärzte war auch in meinen bekannten
Fällen das größte Problem gewesen. Die Spät-Symptome gleichen in vielen
Fällen der der Syphillis.
noch etwas: ich kenne eine Reihe von positiv getesten Leute, die die
Infektion vermutlich ohne Spätfolgen überstanden haben, also bei einem
positiven Befund nicht in Panik geraten....die normalen Test weisen nur
die Anwesenheit von Antikörper nach, die man auch nach überstandener
Infektion im Blut hat.
Das ist richtig. Allerdings (...ach, ich will ja eigentlich keine Panik machen...*rolleyes*) kann in Folge einer Immunsuppression dennoch irgendwann eine Symptomatik auftreten. Borrelien sind sehr hartnäckig. Auch Patienten die eine Weile negativ getestet wurden, können später wieder positiv werden. 
Wenn wir gerade bei den Risiken für Pilzsucher sind, sollten wir vieleicht
als nächstes das Problem Fuchsbandwurm diskutieren.
Gutes Thema!!!

Liebe Grüße,
Anke