Re: Unterscheidungen...
Hallo Harald Andres,
dank Deinem Xerocomellus-Schlüssel habe ich mich ermutigt gefühlt, mich überhaupt mit diesen Filzröhrlingen ein bisschen näher zu befassen! Noch vor einem Jahr hätte ich sie im Wald gelassen...
Früher gab es bei mir in dieser Kategorie Maronen, Rotfuß-Röhrlinge, Ziegenlippen und Hohlfuß-Röhrlinge. Dann kam ich zum Pilzverein und erlebte erbitterte Debatten darüber, welcher Rotfuß-Röhrling es nun sei... aus Ziegenlippen wurden Braune Filz-Röhrlinge, und die Maronen gehören nicht mehr dazu.
Wie Du siehst, trägt Deine Arbeit Früchte, auch wenn ich erst am Anfang meiner Bemühungen in Sachen genauerer Bestimmung von Filzrröhrlingen stehe – und sicher noch so manche Frage haben werde.
Es sei Dir noch mal gedankt, dass Du Dein Wissen und Deine Erfahrung mit Anderen teilst!
Herzliche Grüße – Rika
Hallo, Rika,
Filzröhrlingsspezialist - danke!
Himmel! Ich bin keiner.
Ich bin nur ein normaler Pilzkenner, der sich Mühe gibt.
Ich habe früher um die Filzröhrlinge einen weiten Bogen gemacht.
Dann wollte ich es doch lernen, die zu unterscheiden
und habe zu dem Zweck diesen Schlüssel geschrieben.
Ursprünglich für mich selbst, es begann mit einem
A4-Blatt mit einer Auflistung der Farben der Schnittflächen,
mehr eine kleine Gedankenstütze, weil ich alles durcheinanderbrachte.
Dann wurde es aus Versehen eine Mammut-Arbeit und die wollte
ich dann anderen auch zugänglich machen.
Also: Ich bin kein Filzröhrlingsspezialist,
der Schlüssel basiert auf der Arbeit anderer,
das habe ich auch klar komuniziert.
Ich habe nichts Neues beitragen wollen,
zur Morphologie oder gar zur taxonomischen Abgrenzung der Arten,
das ist kompliziert genug.
Durch die intensive Arbeit am Schlüssel
und der damit einhergehenden ausgiebigen Messer-Pilzgemetzel im Wald
kenne ich mich mit den Filzröhrlingen nun
halt tatsächlich ein bisschen besser aus, das ist alles.
Zu Deinen Pilzen: Das passt schon.
Die Fotos der Aufasammlung und die Schnitte sind eindeutig.
Die Pilze lesen keine Schlüssel, es gibt eine
Schwankungsbreite bei den Sporen.
Wobei im Rubellus/engelii-Komplex diese Schwankungen
bei Aufsammlungen aus unserer Gegend doch recht klein sind.
Deine Nachmessung ergibt etwa eine Abweichung, wie ich sie
auch schon erlebt habe.
Lieben Gruss, Harald Andres
