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Re: Brandstellenpilze-Theorie-Frage

Andreas ⌂, (vor 6478 Tagen) @ Violet

Ich bin an diesem verregneten Sonntag mal wieder über Brandstellenpilze in
einem Buch gestolpert. Ich find die ja sehr interessant, weil mich das
Phänomen sehr verwundert und hab dazu drei Fragen an die Pilzweisen unter
euch: 1. Wie hat man das mit der "Brandstelle" zu verstehen? Ist
da ein Waldbrand gemeint oder auch schlicht eine Lagerfeuerstelle? 2. Wie
kann es denn sein, dass da, wie etwa Andreas in Bezug auf einen von ihnen
schrieb, nach kurzer Zeit so einer "pilzt"? Ist das Myzel
flächendeckend schon fix und fertig überall im Boden und wartet nur
darauf, dass es irgendwo brennt, damit sich was tut? Oder wie hat man sich
das vorzustellen? Und 3. Wieso zerstört Feuer nicht alles entsprechende -
also Sporen und Myzel?
Es stürmt draußen und ich bin neugierig und grüße euch herzlich
Ditte

Hallo Ditte,

1. alle Brandstellen, bei denen der Boden so heiß wird, dass er sterilisiert wird dadurch, werden eine Brandpilzfunga bekommen. Also ein Abflämmen der Böschungen bringt nix, weil der Boden nicht heiß genug wird. Ein Grillfeuerchen dagegen schon.

2. Brandstellenpilze sind Pionierarten, deren Sporen eben sehr schnell keimen, Mzel bilden und auch Fruchtkörper schieben. Das ist ihr Vorteil, dafür sind sie wohl gegenüber anderen Arten bzw. Organismen konkurrenzschwach.

3. Brandstellen werden von Kryptogamen nach einem Brand neu besiedelt.

beste Grüße,
Andreas

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