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Re: Normalverteilung

Marcel Weymann, (vor 466 Tagen) @ Krötenhocker

Hallo Jens,
Du schreibst:
"Schon wieder machst du den gleichen Fehler! Ich rede hier über und
programmiere mit der Mathematik zu endlichen Grundgesamtheiten. Du nicht!"
Wir hatten uns darauf geeinigt, dass das Thema Sporenmessung ist.
Du behauptest: "Ich rede hier über und
programmiere mit der Mathematik zu endlichen Grundgesamtheiten."
Du setzt Werte in Formeln ein. Das hat mit Mathematik nichts zu tun.
Die Mathematik ist zunächst bei dem Problem die Beschreibung von Zufallsprozessen und die Definition von Zufallsvariablen.
Anschließend beschreibt die Mathematik wie man Schätzer für zum Beispiel Mittelwerte und Streuungen finden kann.
Für die Genauigkeit dieser Schätzer abhängig von n macht die Mathematik bei unbekannter Grundgesamtheit keinerlei Aussagen.
Weil Du die Mathematik nicht verstanden hast, glaubst Du trotzdem Aussagen machen zu können.
Du bringst dafür aber keinerlei Quellen, mit denen Du das begründen könntest.
Ich habe darum versucht Dir die mathematischen Grundlagen näher zu bringen.
Das habe ich auch an Hand von Beispielen aus dem täglichen Leben getan, die einen Bezug zu denselben mathematischen Grundlagen wie das Problem "Sporenmessung" haben.
Bei der Sporengrößen handelt es sich übrigens nicht um eine endliche Grundgesamtheit.
Es gibt unendlich viele Gleitkommazahlen, sogar überabzählbar viele.
Während mein Ex-Fahrgemeinschaftspartner - der übrigens Pilzkenner ist, aber keine akademische Ausbildung hat - sofort das Problem der Stichprobengröße identifiziert hat und ein eigenes Beispiel gebracht hat, betrachtest Du meine Versuche Dir das näher zu bringen, als Abschweifung vom Thema.
Was Du als Fehler betrachtest nennt man wissenschaftliches Arbeiten, man kann auch ingenieursmäßige Herangehensweise dazu sagen.
Wie wenig Du verstanden hast, sieht man wenn Du schreibst, ich käme vom Programmieren.
Ich bin Ingenieur TH der Elektrotechnik.
Man muss für diese Art der Problemlösung aber nicht studiert haben, auch gute Handwerker gehen so vor.
Ich hatte berichtet, dass mir wenige Modelle für biologische Prozesse bekannt seien.
Eines möchte ich hier aber noch nachtragen, um ingenieursmäßige Herangehensweise zu zeigen:
Ein Dozent für Regelungstechnik beobachtete immer wieder eine Amsel, die auf einem Zweig vor seinem Fenster landete.
Irgendwann später erstellte ein Student eine Diplomarbeit über diesen Vorgang aus regelungstechnischer Sicht.
Diese Diplomarbeit könnte durchaus auch für Biologen interessant sein, die zum Beispiel der Frage nach gehen, ob denn das Tier, dessen versteinerte Überreste gefunden wurden fliegen konnte oder ob es vielleicht in Bäumen lebte.
Die wenigsten Biologen haben aber wissenschaftliches Arbeiten wirklich gelernt, deshalb sind sie wie Du auch auf konkrete Lösungen fixiert und weiten ihren Blick nicht genügend.
Das Beste, was ich zur Mykologie gelesen habe, sind die erwähnten Bücher von Werner Jurkeit.
Der schlimmste Text, der als wissenschaftlich bezeichnet wird, den ich kenne, ist übrigens von Charles Darwin "On the origin of species", den ich im Original gelesen habe.
In der Technik würde man so jemanden als Dampfplauderer bezeichnen.
Modernere Texte zu Entwicklung der Arten sind besser, aber auch da fallen mir methodischen Fehler auf.
Ich lese jetzt Shakespeare "Much ado about nothing"
In meinem Studium empfahl nämlich ein Dozent: "Lesen sie Shakespeare"
Er hatte recht, es weitet den Horizont. Man bekommt viele neue Ideen für Problemlösungen.
Gruß,
Marcel


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