Re: Beratungsprotokoll
Hallo Gerd,
heute traf ich ein älteres Ehepaar im Wald. Sie hatten ausschliesslich
Netzstielige Hexenröhrlinge gesammelt - zum essen.
Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Mann um einen promovierten
Chemiker und promovierten und habilitierten Mediziner handelte, der bis
2005 in der Forensik arbeitete und sich dort mit toxikologischer Chemie
beschäftigte.
Wie gesagt: Er isst sie auch!
Das sieht auf den ersten Blick nach sehr vielen schlagenden Argumenten aus, allenfalls das betagte Alter der Hexenröhrlings-Gourmets würde mich überzeugen, wenn ich nicht so eine irrationale Angst vor bedenklichen Substanzen in kaum oder leidlich erforschen Organismen hätte *g*. Wer erforscht schon die Substanzen in einem Hexenröhrling, und wenn ja, warum, und wie sieht das Budget aus und vor allem: Was wird aufgrund technischer oder methodischer Einschränkungen NICHT detektiert. Wenn man sich das mal öfter durch den Kopf gehen lässt, bleibt man bei Champignon & co.
Grüßle
Jürgen (kein großer Pilzeesser)