Re: gallertkäppchen
Hallo Karl,
das stimmt, in älteren Büchern steht das Gallertkäppchen noch als essbar
drin, z.B. in Dähnkes 1200 Pilze. Das gleiche gilt auch für den Grünling,
Tricholoma equestre, der wurde inzwischen auch als giftig eingestuft.
Das Gyromitrin das im Gallertkäppchen enthalten ist, gilt zwar als Hitze- und
Trockenheit instabil, jedoch wird der Pilz nicht als Speisepilz
freigegeben. Das Gift ist einfach zu gefährlich, ähnlich dem des
Knollenblätterpilzes. Eine Dame aus München hat darüber sogar eine
Doktorarbeit oder eine Abhandlung darüber geschrieben, wenn ich mich nicht
täusche. Also bitte nicht unbedingt alles essen was in älteren Büchern als
essbar bezeichnet wird. Das gilt jedoch nicht für den Steinpilz)
Im Zweifel immer den nächsten Pilzsachverständigen oder eine
Pilzberatungsstelle fragen.
LG Peter
Danke für die Antwort;
ich wage mich dieses Jahr zum ersten Mal seit meiner Kindheit auf neueres Terrain vor.
Angeblich essbare Funde der letzten Tage (neben Unmengen Reherl im Spessart und einigen STeinis im Münchner Süden:
abgestutzte Keule
Lila Lacktrichterling
Schafsporling
Kornblumenröhrling
Roter Gallertpilz
Stimmen die alten Bücher insoweit noch?
Übrigens: In der Galerie von PILZEPILZE wird das Gallertkäppchen als ungeniessbar und nicht als giftig bezeichnet. Vielleicht sollte man das ändern.
LG Markus
)